Beschreibung der Studie

Künstliche Beatmung ist ein lebensrettendes Standardverfahren auf Intensivstationen, das allerdings durch längere und/oder zu invasive Beatmung zu einer Schädigung des Lungengewebes führen kann. Patienten mit Lungenversagen können überschüssiges Kohlendioxid (CO2) nur unzureichend über die Atmung abgeben, sodass mittels Beatmungsgerät eine intensivere Beatmung nötig ist, um die Kohlendioxidentfernung über die Lunge zu gewährleisten. Ziel der klinischen Studie ist es herauszufinden, ob die Invasivität der Beatmung vermindert werden kann, indem überschüssiges CO2 direkt aus dem Blut entfernt wird. Dazu wird das ADVOS-System eingesetzt, ein Organunterstützungssystem basierend auf dem Prinzip der Dialyse (herkömmlich zur Nierenersatztherapie) und erweitert um die Möglichkeit CO2 aus dem Blut zu entfernen.

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Studiendetails

Studienziel Atemzugvolumen (ml pro kg Idealgewicht), mit dem eine Beatmung mit einem pH > 7,30 und PaCO2 < 60 mmHg erzielt werden kann (gemessen 6 Stunden nach Beginn der ADVOS-Therapie)
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • invasive, kontrollierte Beatmung bei akut hyperkapnischer respiratorischer Insuffizienz (PaCO2 > 45 mmHg)
  • AZV > 6ml/kg Idealgewicht oder treibende Druckdifferenz (DeltaP) > 15 cmH2O erforderlich, um einen pH-Wert > 7,30 zu erreichen
  • akutes Nierenversagen (KDIGO II oder III)
  • klinische Indikation zur kontinuierlichen venovenösen Hämodialyse
  • Einwilligung zur Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • schweres akut hypoxämisches respiratorisches Versagen (PaO2/FiO2-Verhältnis < 100 mmHg)
  • moribunder Status (klinische Einschätzung)
  • Schwangerschaft
  • schwere hämodynamische Instabilität (trotz adäquater Therapie Herzfrequenz < 40/min oder > 150/min oder arterieller Mitteldruck < 65 mmHg oder Herzzeitvolumen < 5 l/min)
  • erhöhter Hirndruck

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Kiel

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Häufig gestellte Fragen

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Die invasive Beatmung ist eines der lebensrettenden Standardverfahren auf der Intensivstation, kann aber bei längerer Anwendung das Outcome des Patienten negativ beeinflussen. Durch hohe Beatmungsdrücke und und hohe Atemzugvolumina (und hohe inspiratorische Sauerstoffkonzentrationen) kommt es zu einer weiteren Schädigung der Lunge bzw. zur Progression des Organversagens. Das Ziel der Studie ist es, eine Reduktion der Beatmungsinvasivität durch extrakorporale Kohlendioxid (CO2)-Elimination und Azidosekorrektur mithilfe des Advanced Organ Support (ADVOS)-Systems zu erreichen. Es sollen Patienten im akuten Nierenversagen (mit Dialyseindikation) und mit gleichzeitiger akut hyperkapnischer respiratorischer Insuffizienz in die Studie eingeschlossen werden, bei denen eine lungenprotektive Beatmung erschwert bzw. unmöglich ist. Das zum Einsatz kommende ADVOS-Verfahren ist ein Multiorganunterstützungssystem basierend auf einer kontinuierlichen venovenösen Hämodialyse mit einer mit Albumin angereicherten Dialyseflüssigkeit und erweitert um einen Kreislauf (mit variierbarem pH-Wert) zur Albuminreinigung und Toxinentfernung. Dadurch ist eine Elimination von eiweißgebundenen Substanzen und von CO2 möglich, sowie eine innerhalb relativ weiter Grenzen regelbare Einstellung des pH-Wertes.

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