Beschreibung der Studie

Die Blockade des Ganglion Stellatum (GSB) ist ein gut erprobtes und häufig angewendetes schmerztherapeutisches Verfahren. Das Ganglion Stellatum ist eine Umschaltstelle für Nervenfasern des Sympathikus (vegetatives Nervensystems) und erhält seine Nervenfasern aus den kopfnahen Anteilen des sympathischen Grenzstrangs. Die austretenden Nervenfasern des Ganglion Stellatum folgen typischerweise den arteriellen Gefäßen zu ihren Erfolgsorganen am Kopf, Gesicht und den oberen Extremitäten. Eine Blockade dieser sympathischen Nervenfasern mit einem Lokalanästhetikum führt zu einem Überwiegen der Aktivität der parasympathischen Fasern. Die Fragestellung nach der Wirksamkeit einer GSB bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und bei Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist ein sehr junges wissenschaftliches Thema und bislang nicht untersucht. In der vorliegenden Studie soll die Wirksamkeit von kopfnahen Sympathikusblockaden am Ganglion Stellatum zur Symptomreduktion bei Patienten mit BPS und PTBS erstmals systematisch untersucht werden. Wir erwarten, dass die zur stationären Routinebehandlung zusätzlich durchgeführten Blockaden zu einer deutlichen Reduktion der aversiven inneren Anspannung und der dissoziativer Symptome bei emotional instabilen und traumatisierten Patienten im Vergleich zur Routinebehandlung führen. Weiterhin möchten wir die Wirksamkeit auf die Wundheilung nach Selbstverletzung überprüfen. Durch die erhöhte Durchblutung im Arm postulieren wir eine beschleunigte Wundheilung. Die Durchführung der Stellatumblockaden erfolgt durch erfahrene ärztliche Schmerztherapeuten mittels Ultraschall. Die Wirksamkeit auf Anspannung und Symptome wird mittels standardisierter Fragebögen erfasst.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion der aversiven inneren Anspannung und dissoziativer Symptome bei emotional instabilen und traumatisierten Patienten in der Interventionsgruppe (ultraschallgezielte Ganglion Stellatum Blockadeserie), im Vergleich zur Kontrollgruppe mit ausschließlich Routinebehandlung (Dialektisch Behaviorale Therapie Bohus et al. 2004). Gemessen wird dies mittels standardisierter Fragebögen: Bei jeder Intervention die Dissoziations-Spannungs-Skala-4 (DSS-4) und die Clinical Global Impression Skala (CGI) ausgefüllt. Einmal wöchentlich der Beck-Depression-Inventar (BDI), Borderline-Symptom-Liste-23 (BSL-23), State-Trait-Angstinventar-S (STAI-S), PTSD Fragebogen für DSM-5 (PCL-5). Vor und nach der Blockadeserie werden noch der Fragebogen zu dissoziativen Symptomen (FDS) und die Symptom-Checkliste-90-R (SCL-90-R) abgefragt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer BPS (Boderline Persönlichkeitsstörung) (5 Kriterien DSM) + evtl. PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung)
  • Alter zwischen 18 und 50 Jahren
  • freiwillige Einwilligung in die Studie

Ausschlusskriterien

  • Chronischer Schmerz
  • Bipolar-I-Störung oder Schizophrenie
  • Kognitive Beeinträchtigung
  • Patienten mit Allergie auf das verwendete Lokalanästhetikum
  • Patienten mit Einnahme von oralen Antikoagulantien (inkl. Vitamin K Antagonisten und sog. „neue orale Antikoagulantien (NOAK))

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

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Die Blockade des Ganglion Stellatum (GSB) ist ein gut erprobtes und häufig angewendetes schmerztherapeutisches Verfahren. Das Ganglion Stellatum ist eine Umschaltstelle für Nervenfasern des Sympathikus (vegetatives Nervensystem) und erhält seine Afferenzen aus den zervikalen Anteilen des sympathischen Grenzstrangs. Die Efferenzen des Ganglion Stellatum folgen typischerweise den arteriellen Gefäßen zu Ihren Erfolgsorganen am Kopf, Gesicht und den oberen Extremitäten. Eine Blockade dieser sympathischen Nervenfasern führt zu einem Überwiegen der Aktivität der parasympathischen Fasern. Die Fragestellung nach der Wirksamkeit einer GSB bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und bei Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist ein sehr junges wissenschaftliches Thema. In der vorliegenden Studie soll die Wirksamkeit von zervikalen Sympathikusblockaden am Ganglion Stellatum zur Symptomreduktion bei Patienten mit BPS und PTBS erstmals systematisch untersucht werden. Wir erwarten, dass die zur stationären Routinebehandlung (Dialektisch Behaviorale Therapie Bohus et al. 2004) zusätzlich durchgeführten Blockaden zu einer deutlichen Reduktion der aversiven inneren Anspannung und der dissoziativer Symptome bei emotional instabilen und traumatisierten Patienten im Vergleich zur Routinebehandlung führen. Weiterhin möchten wir die Wirksamkeit auf die Wundheilung nach Selbstverletzung überprüfen. Durch die erhöhte Durchblutung im Arm postulieren wir eine beschleunigte Wundheilung. Die Durchführung der Stellatumblockaden erfolgt durch erfahrene ärztliche Schmerztherapeuten mittels Ultraschall. Die Wirksamkeit auf Anspannung und Symptome wird mittels standardisierter Fragebögen zu verschiedenen Zeitpunkten erfasst. Im Einzelnen handelt sich um: Dissoziations-Spannungs-Skala-4 (DSS-4), Clinical Global Impression Skala (CGI), Beck-Depression-Inventar (BDI), Borderline-Symptom-Liste-23 (BSL-23), State-Trait-Angstinventar-S (STAI-S), Fragebogen zu dissoziativen Symptomen (FDS), PTSD Fragebogen für DSM-5 (PCL-5), Symptom-Checkliste-90-R (SCL-90-R), Patient and Observer Scare Assesment Scale (POSAS).

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