Beschreibung der Studie

Patienten mit einseitig hochgradigem Hörverlust bis zur Taubheit sind vor allem beim Sprachverstehen im Hintergrundgeräusch und bei der Lokalisation von Schallquellen eingeschränkt. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass einseitig taube Patienten, die mit einem Innenohrimplantat (Cochlea Implantat, CI) versorgt wurden, messbare Besserungen im Sprachverstehen im Störgeräusch und in der Lokalisation von Schallquellen zeigen. In bisherigen bildgebenden Untersuchungen von Patienten mit Innenohrimplantaten wurden vor allem oder ausschließlich beidseits taube Patienten untersucht. Zu einseitig tauben, implantierten Patienten liegen hingegen keine systematischen Untersuchungen vor. In dieser Studie sollen 20 erwachsene einseitig taube, CI-versorgte Patienten sowie zehn normalhörende erwachsene Probanden einschlossen werden. Es sind zwei Untersuchungen vorgesehen: Messung des Sprachverstehens im Hintergrundgeräusch (Oldenburger Satztests, OlSa) und eine funktionelle Bildgebung (Positronenemissionstomographie, PET). Der OlSa wird angewandt, um das Sprachverstehen im Störgeräusch zu ermitteln. Zur Darstellung der beim beidseitigen Hören beteiligten Hirnareale wird das PET verwendet und als Marker wird radioaktiv-markiertes Wasser eingesetzt. Wir möchten neuronale Prozesse beim Sprachverstehen im Störgeräusch zwischen einseitig tauben, CI-versorgten Patienten und normalhörenden Probanden vergleichen.

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Studiendetails

Studienziel Ermittlung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zentralnervöser Prozesse mittels [15O]Wasser-PET (Positronenemissionstomographie) bei binauralen Interaktionen (Sprachverstehen im PET-Hintergrundrauschen) zwischen SSD-CI-Patienten (SSD = single sided deafness) und einer normalhörenden Kontrollgruppe. Es werden [15O]Wasser-PET Aufnahmen währendem dem Sprachverstehen in PET-Hintergrundgeräusch angefertigt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Förderverein „Taube Kinder lernen hören“

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • SSD-CI-Patienten
  • bereits mit Cochleaimplantat unilateral links versorgt
  • ber 6 Monate nach Erstanpassung des CI-Soundprozessors
  • Hörvermögen des schlechteren Ohres unversorgt:
  • mittlere Luftleitungshörschwelle von 125 Hz bis 4 kHz > 70 dB HL und Sprachverstehen ohne CI im Freiburger Einsilbertest ≤ 30% bei 65 dB SPL
  • Hörvermögen des besseren Ohres:
  • Luftleitungshörschwelle bis 4000 Hz ≤ 30 dB HL und Sprachverstehen im Freiburger Einsilbertest ≥ 80% bei 65 dB SPL
  • Die Einteilung in die Gruppen der guten und schlechten Performer wird anhand der in der Studie erhobenen Ergebnisse im OlSa eingeteilt (Median-Split).
  • Normalhörende Probanden der Kontrollgruppe
  • Hörvermögen beider Ohren: Luftleitungshörschwelle im Bereich 125-8000 Hz ≤ 20 dB HL
  • Sprachverständlichkeitsschwelle im OlSa für S0N0 (fester Störgeräuschpegel von 65dB SPL und ein Start-Sprachpegel von 65dB SPL):
  • Monaural links: ≤ -6 dB,
  • Monaural rechts: ≤ -6 dB und
  • Binaural: CI- und NH-Ohr: ≤ -6 dB

Ausschlusskriterien

  • Beide Gruppen
  • Alter < 18 Jahre und > 65 Jahre
  • Muttersprache nicht Deutsch
  • Linkshänder (Edinburgh Händigkeits Inventar: Lateralitätsquotient< 60)
  • relevante neurologische oder psychiatrische Begleiterkrankung (z.B. kognitive Einschränkungen, Epilepsie, zerebrovaskuläre Erkrankung, Hirntumor, Depression, etc.)
  • Erkrankungen, die eine unzureichende Compliance bei der PET erwarten lassen (z.B. Rückenleiden, schwere Klaustrophobie, Inkontinenz, etc.)
  • Schwangerschaft, Stillzeit, aktueller Kinderwunsch - zurückliegende studienassoziierte Strahlenexposition
  • beruflich strahlenexponierte Personen

Adressen und Kontakt

HNO-Uniklinik Freiburg, Freiburg im Breisgau

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Patienten mit einseitig hochgradigem Hörverlust bis zur Taubheit (single sided deafness, SSD) sind vor allem beim Sprachverstehen im Störgeräusch und bei der Lokalisation von Schallquellen eingeschränkt. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass SSD-Patienten, die mit einem Cochlea Implantat (CI) versorgt wurden (SSD-CI Patienten), messbare Besserungen im Sprachverstehen im Störgeräusch und in der Lokalisation von Schallquellen zeigen. In bisherigen bildgebenden Untersuchungen zur neuronalen sowie akustischen Repräsentation bei Patienten nach CI-Implantation wurden vor allem oder ausschließlich bilateral taube Patienten untersucht. Zu SSD-CI-Patienten liegen hingegen keine systematischen Untersuchungen vor. In der hier beantragten Studie sollen 20 erwachsene SSD-CI-Patienten sowie zehn normalhörende erwachsene Probanden als Kontrollgruppe eingeschlossen werden. Es sind zwei Untersuchungen vorgesehen: der Oldenburger Satztests (OlSa) und eine Positronenemissionstomographie (PET)-Aktivierungsstudie. Der OlSa wird angewandt, um das Sprachverstehen im Störgeräusch zu ermitteln. Die eingeschlossenen SSD-CI-Patienten werden nach der Performance im OlSa in zwei Gruppen aufgeteilt: Patienten mit guter und mit schlechter Performance. Zur Darstellung der bei der binauralen Interaktion involvierten Hirnareale bei SSD-CI-Patienten und normalhörenden Probanden wird die PET des zerebralen Blutflusses (CBF) mit dem Tracer [15O]Wasser eingesetzt. Die primäre Zielsetzung der beantragten Studie ist der Vergleich der neuronalen Prozesse beim Sprachverstehen im Störgeräusch zwischen SSD-CI-Patienten und normalhörenden Probanden. Weiterhin sollen diese zentralnervösen Prozesse bei SSD-CI-Patienten mit gutem sowie schlechtem Sprachverstehen verglichen werden.

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