Beschreibung der Studie

Patientinnen klagen häufig über Müdigkeit und Antriebslosigkeit, welche die allgemeine Lebensqualität stark beeinflussen können. Dieses Syndrom, auch Fatigue genannt, kann Einschränkungen in körperlichen, emotionalen und geistigen Bereichen des täglichen Lebens verursachen. Auch die körperliche Aktivität und das Schlafverhalten können durch die Therapie beeinflusst werden. Darüber hinaus berichten Patienten während und nach medizinischen Tumortherapien immer wieder von Einbußen Ihrer Hirnleistung (z. B. Konzentration, Gedächtnis). Die wissenschaftliche Datenlage zu diesem Phänomen ist widersprüchlich und es bestehen Unterschiede zwischen den erlebten und den messbaren Einbußen. Auf dieser Basis soll die COGNIFit Studie noch umfassendere Erkenntnisse gewinnen, die es ermöglichen, den Einfluss verschiedener medikamentöser Therapien und anderer Einflussgrößen auf kognitive Funktionen (Hirnleistung) besser zu verstehen und eine Grundlage zu schaffen, um diese Erkenntnisse langfristig in den medizinischen Behandlungsalltag zu implementieren. An dieser Studie werden über einen Zeitraum von drei Jahren ca. 200 Krebspatientinnen teilnehmen.

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Studiendetails

Studienziel Einfluss verschiedener medizinischer Erstlinientherapien auf die verbale Gedächtnisleistung von gynäkologischen Tumorpatientinnen. Verbale Gedächtnisleistung wird durch den von der ICCTF (International Cancer and Cognition Task Force) empfohlenen Hopkins Verbal Learning Test – Revised (HVLT-R) erhoben, wobei die Variable „Total Recall“ als primärer Zielparameter definiert wird. Die genannten Endpunkte sollen zu drei Messzeitpunkten erfasst werden: • Vor Beginn der Erstlinientherapie (T1) • 7-14 Tage nach Beendigung der Erstlinientherapie, bzw. maximal nach 6 Monaten(T2) • Ein Jahr nach T2 (T3)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien für Patientinnen
  • Weiblich
  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Diagnose Brustkrebs oder gynäkologischer Tumor
  • Vor Beginn einer Erstlinientherapie aus den folgenden Kategorien:
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie
  • Immuntherapie
  • Einschlusskriterien für gesunde Kontrollgruppe (n=30)
  • Muttersprachlerin

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für Patientinnen und gesunde Kontrollgruppe:
  • Vorangegangene, bekannte oder behandelte Tumorerkrankung
  • Bekannte neurodegenerative Erkrankungen (z.B. MS, Alzheimer, Huntington)
  • Bekannte psychologische Erkrankungen
  • Bekannte neurologische Schädigung (z.B. Epilepsie, Apoplex)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Medikation, die sich nachweislich auf die kognitive Leistung auswirkt

Adressen und Kontakt

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Bis zu 80% aller Tumorpatienten klagen während der medizinischen Therapie über kognitive Einschränkungen, die früher auch unter dem Begriff „Chemobrain“ bekannt waren. Rund 35% aller Patienten beschreiben noch Jahre nach der Therapie kognitive Defizite, die sich vorwiegend in Erinnerungs- und Konzentrationsschwächen äußern, die Rückkehr an den Arbeitsplatz erschweren und letztlich die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Trotz der großen Relevanz ist bislang wenig über die genauen Ursachen und Mechanismen bekannt. Obwohl Studien strukturelle Veränderungen des Gehirns nach diversen medizinischen Therapien berichten, besteht eine eklatante Diskrepanz zwischen subjektiv wahrgenommenen und objektiv messbaren kognitiven Einschränkungen. Ferner ist unklar, ob die kognitiven Einschränkungen ausschließlich durch medizinische Behandlungen verursacht werden oder ob auch psycho-soziale Faktoren (Angst, Depressionen, Fatigue, Schlafstörungen, Bewegungsverhalten) die Genese beeinflussen. Die Aussagekraft der bislang durchgeführten Studien ist vor allem durch die Nutzung heterogener objektiver und subjektiver kognitiver Messinstrumente sowie eine unzureichende Erfassung von möglichen Einflussfaktoren und biologischen Mediatoren eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund soll in der COGNIFiT Studie eine von der International Cancer and Cognition Task Force (ICCTF) empfohlene objektive Kognitionstestung in Kombination mit einem etablierten Fragebogen zur subjektiv wahrgenommenen kognitiven Leistungsfähigkeit eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen potentielle biologische und psycho-soziale Einflussfaktoren vor und nach der medikamentösen Therapie (v.a. Chemo- und Hormontherapie) bei Patienten mit unterschiedlichen gynäkologischen Tumorarten untersucht werden. Zusätzlich soll erstmalig auch eine Subgruppe von Patienten mit Immuntherapie untersucht werden. Im Laufe von 36 Monaten sollen 200 Patienten am NCT dieses gut in die Routine integrierbare Assessment durchlaufen. Die Ergebnisse der Studie werden Aufschluss über die Ausprägung kognitiver Einschränkungen und deren Ursachen und Mechanismen geben. Sie bilden die Basis für effektive präventive und supportive Therapiemaßnahmen am NCT und können ggf. vorhandenen Ängsten vor kognitiven Defiziten begegnen.

Quelle

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