Beschreibung der Studie

Aufgrund der hohen Prävalenzraten von Entwicklungsgefährdungen in den Bereichen Feinmotorik, Grobmotorik, Sprache und soziale Entwicklung, der hohen Inanspruchnahme sowie der positven Einflussnahme von präventiven Settingansätzen, ist die Kindertageseinrichtung ein relevantes Setting, um frühzeitig Entwicklungsgefährdungen vorzubeugen. Aus diesen Gründen wurde im Jahr 2010 das Kindertagesförderungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern (KiföG M-V) novelliert. Seitdem ist gesetzlich verankert, dass Kitas in bestimmten sozialen Lagen zusätzliche finanzielle Mittel für die gezielte individuelle Förderung von entwicklungsgefährdeten Kindern erhalten. Die Mittel können frei für Personal- und/ oder Sachkosten eingesetzt werden. Um die Kinder mit Entwicklungsgefährdung zu identifizieren, müssen die Kitas einmal jährlich ggfs. ergänzend zur Portfolioarbeit ein Screeningverfahren bei allen 3- bis 6-jährigen Kindern anwenden. Das “Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten” (DESK 3-6) dient der altersadjustierten Früherkennung von entwicklungsgefährdeten Kindern in den Bereichen Feinmotorik, Grobmotorik, Sprache und Kognition sowie Soziale Entwicklung. Ziel des Gesetzes ist es, soziale Ungleichheiten in der Kindesentwicklung zu reduzieren, um so die Chancengleichheit aller Kinder zum Schulstart zu erhöhen. Die Evaluation des KiföG M-V beantwortet folgende Fragen: - Wie hoch ist die Prävalenz von Entwicklungsgefährdungen in den o.g. Bereichen? - Sind über die Jahre hinweg bedeutsame Verbesserungen kindlicher Kompetenzen feststellbar? - Was tun die Kitas, um Entwicklungsgefährdungen vorzubeugen? - Welche Determinanten beeinflussen die kindliche Entwicklung (z.B. Geschlecht, Alter, Regelmäßigkeit des Kita-Besuchs, Anzahl der zusätzlichen Personalstunden pro Woche)? - Können mit dem DESK Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung vorhergesagt werden? - Gelingt es „DESK-Kitas“ Entwicklungsgefährdungen in den nachfolgenden Jahren auszugleichen?

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Studiendetails

Studienziel Primäres Zielkriterium ist die Verringerung des Anteils entwicklungszögerter Kinder zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung. Messinstrumente: Schuleingangsuntersuchungen: Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen (SOPESS)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 24500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kindertageseinrichtungen mit einem überdurchschnittlich hohem Anteil von vom Jugendamt übernommenen Elternbeiträgen; Kindertageseinrichtungen mit zusätzlicher finanzieller Förderung gemäß KiföG M-V, Kindergartenkinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Kindertageseinrichtungen ohne zusätzliche finanzielle Förderung gemäß KiföG M-V

Adressen und Kontakt

Kindertageseinrichtungen, Mecklenburg-Vorpommern

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Häufig gestellte Fragen

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Die Evaluation des Kindertagesförderungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern wird als dynamische Kohortenstudie mit derzeit 155 Kindertagesstätten umgesetzt [01.07.2018]. Die Evaluation verwendet ein validiertes Screening-Instrument (DESK 3-6), das die Dimensionen Feinmotorik, Grobmotorik, Sprache und Kognition sowie die soziale Entwicklung in jährlichen Messwellen longitudinal bewertet. Die longitudinal erhobenen Daten werden kindspezifisch mit der ID-Management-Lösung E-PIX (Enterprise Identifier Cross Referencing) der Unabhängigen Treuhandstelle der Universitätsmedizin Greifswald abgeglichen, was eine eindeutige pseudonymisierte Teilnehmerverwaltung ermöglicht. Neben der Erhebung der DESK-Daten werden Kita-Leitungsbefragungen durchgeführt. Weitere Analysen erfolgen zudem mit Daten der Schuleingangsuntersuchung aus Gesamt-Mecklenburg-Vorpommern (d.h. für Kitas aus den "DESK-Kitas" sowie aus den übrigen Einrichtungen). Auswertebasis [Stand: 01.01.2018]: ~ 24.500 Kinder, pro Jahr ~ 14.000 Daten der Schuleingangsuntersuchung

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