Beschreibung der Studie

Diese Studie wird durchgeführt, um den Reanimationserfolg bei außerklinischem Herzkreislaufstillstand zu verbessern. Es werden EKG-und Monitoring-Daten von Patienten mit Kammerflimmern des Rettungsdienstes aus den letzten 10 Jahren aus der Stadt Münster untersucht. In diesen Daten wird ein mathematisch Wert (AMSA) ermittelt. Es soll geprüft werden, ob dieser Wert eine Vorhersagekraft für den Erfolg einer Defibrillation besitzt. Perspektivisch könnte ein solcher Wert dazu genutzt werden, eine Therapieempfehlung abzuleiten und dadurch die Zeit ohne Herzdruckmassage so kurz wie möglich zu halten, damit die Versorgung überlebenswichtiger Organe kontinuierlich erfolgen kann.

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Studiendetails

Studienziel ROSC (Spontanzirkulation) während der Reanimation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 490
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum MünsterKlinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Reanimation aufgrund von Kreislaufstillstand
  • Defibrillation wegen Kammerflimmern
  • Einsatzdatum zwischen Mai 2007 – April 2017
  • Einsatzdaten durch den Rettungsdienst gespeichert

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige
  • Reanimationsdaten/EKGs mit Artefakten/Fehlern

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Herzrhythmusstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Im Kreislaufstillstand ist die Minimierung der Unterbrechungen der Herzdruckmassage ein Prädiktor für das Überleben. Die beste Therapie des Kreislaufstillstands bei Kammerflimmern ist die Defibrillation, die nach Leitlinienempfehlung schnelllstmöglich erfolgen sollte. Nicht jede Defibrillation ist erfolgreich, daher sind zum Teil mehrere Defibrillationen nötig, um Kammerflimmern zu durchbrechen. Dabei hat jede Defibrillation auch eine schädigende Wirkung und die Herzdruckmassage muss in der Regel für die Maßnahme unterbrochen werden. Die Vermeidung unnötiger Defibrillationen und damit unnötiger Unterbrechungen ist daher ein Forschungsziel. Forschungsvorhaben anderer Arbeitsgruppen konnten Hinweise darauf finden, dass mittels Amplitudenspektrumanalyse (AMSA) eine Prädiktion der Defibrillationswahrscheinlichkeit vorgenommen werden kann. Diese Vorstudien sollen nun mit Daten aus einem großen Rettungsdienstbereich abgeglichen werden. Im Rahmen einer retrospektiven Langzeitstudie (10 Jahre) sollen alle Reanimationen mit primärem Rhythmus Kammerflimmern untersucht werden. Hierfür wird der AMSA-Wert für jede Defibrillation bestimmt werden. Weiterhin soll dieser Wert mit schon bereits ermittelten Werten aus anderen Studien (Ristagno et al.) verglichen werden. Zusätzlich werden die Daten auch bezüglich des Langzeitüberlebens untersucht. In der Studie werden EKG- und Monitoring-Daten der Jahre 2007-2017 aus der Stadt Münster analysiert.

Quelle

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