Beschreibung der Studie

Patienten, die sich einem operativen Eingriff in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) unterziehen, werden während der Operation mit einem Beatmungsschlauch beatmet. Durch das Anschließen einer Beatmungsmaschine kommt es zu einem zusätzlichen luftleitenden Weg (Totraumvolumen), weil der luftleitende Weg verlängert wird. Die Herausforderung besteht darin zum einen die Größe des luftleitenden Raums (Totraum) klinisch messbar zu erfassen und zum anderen den gerätetechnischen luftleitenden Weg (Totraum) so gering wie möglich zu halten, im besten Fall null. In der Studie möchte man alle technisch relevanten totraumsteigernden Einflüsse aufdecken und die gerätebedingten Totraumvolumina auf die Kohlendioxidkonzentration (CO2) am Ende der Ausatmung vergleichen. Der Totraum ist ein wichtiger Parameter in Bezug auf eine gute Beatmung, sowohl während einer Operation, als auch auf einer Intensivstation, auf der Patienten teilweise mehrere Tage oder Wochen beatmet sein können. Die Aufdeckung aller relevanten totraumbedingten Einflüsse hat auch eine positive Auswirkung auf die Entwöhnung von der Beatmung auf Intensivstationen, da diese dann effizienter durchgeführt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel - endexpiratorisches CO2 (et CO2) - Atemminutenvolumen (AMV)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 34
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle St. Josef- und St. Eisabeth- Hospital, Kath. Klinikum Bochum, Klinikum der Ruhr- Universität Bochum, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, die im Katholischen Klinikum Bochum zur orthopädischen Operation eine Allgemeinanästhesie bekommen möchten
  • ASA 1-3
  • ASA
  • Die Klassifikation der American Society of Anesthesiologists (ASA-Klassifikation I- IV) ist eine flächendeckend angewandte Kategorisierung des präoperativen Status von Patienten. Sie hat einen guten prädiktiven Wert bezüglich der perioperativen Morbidität und Letalität.

Ausschlusskriterien

  • mangelnde Aufklärung oder fehlendes Einverständnis
  • Schwangerschaft
  • gleichzeitige Teilnahme an einer anderen Studie
  • ASA IV oder höher
  • COPD mit einer pathologischen Aufnahme
  • CO2 >50mmHg oder einem Basenüberschuss von >8 oder einer respiratorischen Azidose pH < 7,35
  • Unverträglichkeit gegen Sevoflurane (z. B. maligne Hyperthermie oder Muskelerkrankung), Remifentanil oder Piritramid

Adressen und Kontakt

St. Josef- und St. Elisabeth- Hospital gGmbH Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Bochum

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Häufig gestellte Fragen

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Im klinischen Alltag kommt es immer wieder vor, dass sich Patienten unter der Angabe von subjektiver Erstickungsangst die Beatmungsmasken manuell vom Gesicht nehmen. Interessanterweise werden bei diesen erschöpften Patienten aber im Vorfeld normale Blutgasanalysen erhoben. Möglicherweise sind bis dato unerkannte gerätebedingte Toträume mitverantwortlich für dieses Phänomen. Dies soll in der folgenden Untersuchung geklärt werden. Derzeit verursachen Filtersysteme relevante Toträume. Nachdem in den 1990er für die passive Befeuchtung kein Nachteil gegenüber der aktiven Befeuchtung des Beatmungsschlauchsystems und der Lunge festgestellt wurde, gibt es für invasiv beatmete erwachsene Patienten quasi nur noch die passive Befeuchtung mit sogenannten HME- Filtern. Diese erhöhen das Totraumvolumen. Zusätzlich wurden in den letzten 10 Jahren Anästhesiegasreflektoren eingeführt, die ebenfalls den Totraum erhöhen. in der Kombination mit HME-Filtern beträgt das Totraumvolumen zwischen 50 und 100 ml. Sowohl bei den HME- Filtern und bei Anästhesiegasreflektionssystemen wird Kohlendioxid (CO2) reflektiert, wodurch ein zusätzlicher virtueller Totraum erzeugt wird. Dieser sogenannte reflektive Totraum kann durch den Einsatz von Inhalationsanästhetika reduziert werden. In dieser Studie werden nacheinander die verschiedenen Devices in den Beatmungskreislauf eingebaut und der Anstieg des CO2, sowie der zur Kompensation benötigte Anstieg der Beatmungsdrücke getestet.

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