Beschreibung der Studie

Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis), die durch Bakterien hervorgerufen werden, können das Risiko für eine Verengung der Herzkranzgefäße erhöhen (Atherosklerose). Diese Verengungen können z.B. zu einem Herzinfarkt führen, so dass manchmal eine Überbrückung mit einer Gefäßprothese notwendig ist (Bypass). Unsere Studie stellt sich die Aufgabe zu untersuchen, ob Entzündungen des Zahnhalteapparates, die Zusammensetzung der Bakterien in der Zahnfleischtasche (Mikrobiom) und ihre Fähigkeit, Erkrankungen im Organismus hervorzurufen (Virulenz) den Heilungsverlauf nach einer Bypass-Operation beeinflussen. Dazu werden Patienten, bei denen eine Bypass-Operation notwendig ist und die an der Studie teilnehmen möchten, vor der Operation zahnärztlich untersucht und mit Papierspitzen Proben von Zahnbelägen für die mikrobiologischen Untersuchungen entnommen. Der Heilungsverlauf nach der Operation wird nach 30 Tagen, einem und drei Jahren mit Hilfe standardisierter Fragebögen erfasst. Sollte ein Zusammenhang zwischen Parodontitis/Bakterien einschließlich ihrer Pathogenität und dem Heilungsverlauf nach Herzoperation gefunden werden, sollten zukünftige Patienten vor einer Herzoperation zahnärztlich untersucht und behandelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Inzidenz neuer kardiovaskulärer Ereignisse (kombinierter Endpunkt: Herzinfarkt, erneute Revaskularisation, Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, kardialer Tod und Tod durch Schlaganfall) ein Jahr nach ACB-OP
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergDepartment für ZMKuniversitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • nicht verwandte Kaukasier, >50%ige Stenose einer Hauptkoronararterie; mindestens 4 eigene Zähne, Notwendigkeit einer ACB-OP

Ausschlusskriterien

  • fehlende Einwilligung zur Studienteilnahme, Krankheiten oder Funktionsstörungen, die nach Beurteilung des Prüfarztes eine Teilnahme ausschließen, Teilnahme an einer klinischen Studie 30 Tage vor Beginn dieser Studie, systematische Parodontitis- oder Antibiotikabehandlung 6 bzw. 3 Monate vor Studieneinschluss, Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Mitteldeutsches Herzzentrum am Universitätsklinikum Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie Ernst-Grube-Strasse 40, Halle Saale

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Infektionen des Parodonts (Parodontitis) könnten den unmittelbaren postoperativen Heilungsverlauf bei Personen mit koronarer Herzerkrankung (KHK) und Notwendigkeit einer Aortokoronaren Bypassoperation (ACB-OP) beeinflussen. Weiterhin könnten sie das Risiko für später auftretende neue kardiovaskuläre Events erhöhen. Bei Patienten mit KHK und Notwendigkeit einer ACB-OP sollen deshalb Assoziationen zwischen klinisch-parodontologischen Parametern, dem subgingivalen Mikrobiom, dem Transkriptom und dem postoperativem Outcome ermittelt werden. Material und Methode: In dieser longitudinalen Kohortenstudie sollen 150 Patienten mit KHK und notwendiger ACB-OP rekrutiert werden. Die Parodontitis wird diagnostiziert nach CDC-Kriterien (Center for Disease Control and Prevention) und durch Erhebung der Werte für PESA (periodontal epithelial surface area) und PISA (periodontal inflamed surface area ). Die an 4 Positionen mit endodontischen Papierspitzen entnommene subgingivale Plaque wird mit Next Generation Sequencing (NGS) hinsichtlich des Mikrobioms und des Transkriptoms analysiert. Der unmittelbare postoperative Heilungsverlauf wird anhand der für Patienten mit KHK etablierten MACCE (Major Adverse Cardiac and Cerebrovascular Events) Kriterien innerhalb von 30 Tagen nach ACB-OP und der postoperativen 30 Tage Letalität beurteilt (kombinierter Endpunkt). Weitere Follow-ups folgen nach einem Jahr und drei Jahren. Hier wird die Inzidenz neuer kardiovaskulärer Ereignisse (kombinierter Endpunkt: Herzinfarkt, erneute Revaskularisation, Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, kardialer Tod und Tod durch Schlaganfall) beurteilt. Die Überlebensanalysen sollen bivariat mit Kaplan-Meier-Kurven und Log-Rank-Test sowie multivariat mit Cox-Regression durchgeführt werden. Arbeitshypothesen und Schlussfolgerungen: Wir erwarten, dass eine mit parodontologischen Veränderungen verbundene Dysbiose des oralen mikrobiellen Biofilms dessen Pathogenität erhöht und möglicherweise den postoperativen Verlauf nach ACB-OP verschlechtert. Kann dies gezeigt werden, so könnten zukünftige Patienten mit notwendiger ACB-OP von einer parodontalen Diagnostik und ggf. Therapie profitieren.

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