Beschreibung der Studie

Während einer Spiegelung der Bronchien mit einem sogenannten endo-bronchialem Ultraschall (EBUS) werden Atmung und Kreislauf mit modernen Verfahren überwacht. Im Rahmen dieser Studie werden die Auswirkungen der EBUS auf die Atmung während der Untersuchung systematisch untersucht. Konkret wird geprüft, ob bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sich während der Bronchoskopie mehr Kohlenstoffdioxid im Körper sammelt als bei Patienten ohne COPD. Hierfür werden Menschen mit und ohne COPD gefragt, ob sie mit einer Auswertung der im Rahmen der Untersuchung erhobenen Meßwerte einverstanden sind. Es handelt sich dabei um die gemessenen Spiegel der Gase Sauerstoff und Kohlendioxid, Herzfrequenz, Blutdruck sowie um den Lungenfunktionstest, der vor der Bronchoskopie durchgeführt wird.

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Studiendetails

Studienziel Peak-pCO2 während der EBUS (Endobronchialer Ultraschall)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 88
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle LungenklinikKliniken der Stadt Köln gGmbH, Standort Merheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • COPD-Gruppe: COPD mit FEV1 (Einsekundenkapazität) <60% oder Lungenemphysem mit DLCO/AV (Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität) <60%
  • Kontroll-Gruppe: keine COPD
  • Elektive Indikation zur flexiblen Bronchoskopie mit EBUS
  • unterschriebene Einwilligung

Ausschlusskriterien

  • schwere Gerinnungsstörungen
  • fehlender Lungenfunktionstest
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Adressen und Kontakt

Lungenklinik Köln-Merheim, Köln

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Unter bronchoskopischen Maßnahmen in Sedierung kommt es regelmäßig zu einer Hyperkapnie durch eine medikamentös induzierte mangelnde Antwort der Chemozeptoren für CO2 und somit eine konsekutive Hypoventilation. Das Ausmaß der Hyperkapnie hängt dabei von der Art der Sedierung und von vorbestehenden Lungenschädigungen ab (Einschränkung der Einsekunden- und / oder Vitalkapazität). Der Einfluß des endobronchialen Ultraschalles ist bisher nicht untersucht worden. Auswirkungen der Hyperkapnie können Vigilanzstörungen, Koma, gesteigerter Hirndruck, verminderter kardialer Kontraktilität, Arrhythmien, respiratorischer Azidose und schnellerer Ermüdung des Zwerchfelles führen. Zwar sind COPD-Patienten an erhöhte CO2-Partialdrücke gewöhnt, haben durch oftmals langjährige Erkrankungsdauern andererseits ihre Kompensationsreserven aufgebraucht. Gerade bei der COPD besteht durch die Abflachung des Zwerchfelles infolge der pulmonalen Überblähung ohnehin eine insuffiziente Zwerchfellarbeit, die maßgeblich für den Erkrankungsverlauf ist. Der EBUS ist tendenziell von längerer Dauer als eine nicht-interventionelle Bronchoskopie. In flexibler Technik durchgeführt erfordert sie eine profunde Sedierung, die trotzdem die Spontanatmung des Patienten erhält. Potentiell besteht somit ein höheres Risiko für eine Hyperkapnie sowohl für lungengesunde als auch für COPD-Patienten, für letztere in vermutlich größerem Ausmaß. Sollte sich die Hypothese bestätigen, könnten sich daraus Implikationen für intermittierende Beatmungsmanöver während der Untersuchung und für die postinterventionelle Überwachung ergeben. Im Rahmen dieser Studie wird die transkutane Kapnometrie während und nach flexibler Bronchoskopie mit EBUS aufgezeichnet und auf ihre Abhängigkeit vom COPD-Status geprüft.

Quelle

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