Beschreibung der Studie

Diese Studie verfolgt die Fragestellung, ob durch das Auftreten des neuen Influenza A Serotyps H1N1 (Erreger der sog. "Schweinegrippe") seit dem Jahr 2009 ein vermehrtes Vorkommen von asthmatischen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen <18 Jahren zu verzeichnen ist. Asthma bronchiale bei Kindern kann - neben vielen anderen Ursachen - durch Viruserkrankungen wie Influenza A Infektionen ausgelöst oder verstärkt werden. Dies gilt insbesondere auch für Kinder aus Familien mit gehäuft vorkommenden atopischen (allergischen) Erkrankungen. Kinder und Jugendliche, die in den zurückliegenden Jahren in unserem Infektionslabor positiv für Influenza A getestet wurden, werden angeschrieben und zu einer freiwilligen Teilnahme an einer Nachuntersuchung mit Erhebung von Krankengeschichte, körperlichem Befund und einer Lungenfunktionstestung aufgefordert. Der Nachweis von vermehrt auftretenden asthmatischen Beschwerden durch Infektion mit dem Influenza A Serotyp H1N1 würde mit einer ausdrücklichen Impfempfehlung bei Kindern aus Familien mit atopischen Erkrankungen führen.

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Studiendetails

Studienziel Erfassung und Nachweis von asthmatischen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen, die in den Jahren 2005-2018 eine nachweisliche Infektion mit Influenza A gehabt haben. Retrospektive Untersuchung der letzten 13 Jahrgänge Angewandte Verfahren: Nachweis von Influenza A (H1N1 oder non-H1N1) in Nasopharyngealsekreten der Jahre 2005-2018, Katamnese, körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstestungen mittels Spirometrie und Bodyplethysmographie.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel

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Einschlusskriterien

  • Durchgemachte Influenza A Infektion

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  • Prävalente chronische Krankheiten, ausgenommen bronchiale Hypersensibilität

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Häufig gestellte Fragen

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Virusinfektionen der Atmungsorgane können im Kindesalter die noch wachsende Lunge/Atemwege angreifen und das heranreifende Immunsystem beeinträchtigen, so dass in Folge asthmatische Erkrankungen auftreten, oder – bei entsprechender Prädisposition – Asthmaerkrankungen schwerer verlaufen. Epidemiologische Studien mit Kindern zeigen aber auch, dass bronchiale Hyperreagibilität mit einer niedrigeren Infektrate assoziiert sein kann und Viruserkrankungen der Lunge/Atemwege in bestimmten Situationen einen Schutzfaktor für Asthmaerkrankungen darstellen können. Wesentliche Einsichten in den Zusammenhang von bronchialer Hyperreagibilität und Viruserkrankungen stammen aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Influenza A-Virus (IFAV) als einer unter mehreren möglichen Auslösern von bronchialer Hyperreagibilität spielt insofern eine besondere Rolle, als insbesondere Kleinkinder bis 4 Jahren, aber auch Schulkinder, im Vergleich zu anderen Viruserkrankungen eine deutlich höhere Mortalität aufweisen. Mit den Ergebnissen der Untersuchung kann sich eine erweiterte Indikationsstellung zur Influenza-Impfung bzw. -therapie für Kinder ergeben (insb. für Kinder aus Atopiker-Familien).

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