Beschreibung der Studie

Die therapeutischen Optionen für Patienten mit diagnostiziertem obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom sind vielfältig und sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl operative (Tonsillektomie, d.h. operative Mandelentfernung, bzw. Uvulo-Pharyngo-Palato-Plastik, d.h. Gaumensegelstraffung) als auch konservative (diätetische Empfehlungen) und apparative (nächtliche Überdruckbeatmungstherapie mit Maske) therapeutische Optionen. Sicherlich stellen alle drei genannten therapeutischen Optionen einen Einschnitt in das bisherige Leben der Betroffenen dar. In verschiedenen Studien (z.B. bei Patienten mit Stimmstörungen oder Parkinson-Krankheit) konnte gezeigt werden, dass eine gezielte muskuläre Übungstherapie im Bereich des Rachens zu einer Verbesserung von krankheitsbedingten Symptomen führen kann. Aus diesem Grund war unsere Motivation ein nicht operatives bzw. nicht apparatives Therapieverfahren zu entwickeln, dass zu einer Verbesserung der Schlafapnoe-Symptomatik führt. Ziel und Zweck dieser Pilotstudie bestehen somit darin, dass wir anhand der gesammelten Informationen unsere Vermutung belegen wollen, dass ein solches Therapiekonzept die gesundheitliche Situation für Patienten mit Schlafapnoe verbessert und eine alternative neue Form der Therapie darstellt. Bei einer Pilotstudie dieser Art soll es getestet werden ob eine Therapie dieser Art überhaupt eine Wirksamkeit auf die Schlafapnoe-Beschwerden bzw. auf die Erkrankung hat.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung des AHI (Apnoe-/Hypopnoe-Index) nach einer spezifischen sechs wöchigen orofazialen, logopädischen Übungstherapie bei Patienten mit gering- bis mittelgradigen obstruktivem Schlafapnoe Syndrom. Die Messung erfolgt dabei vor Beginn der Therapie, dierkt im Anschluss an die sechs wöchige Übungstherapie, sowie im Abstand von drei Monaten. Dazu wird eine Polygraphie mit dem Gerät "Mini Screen plus" der Firma Löwenstein medical angefertigt und ausgewertet.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gering- bis mittelgradiges OSAS: klinische Symptomatik mit Rhonchopathie (Schnarchen) und / oder fremdbeobachteten Atemaussetzern und / oder Tagesmüdigkeit und einen polygraphisch nachgewiesenen AHI zwischen 10 / h und 30 / h.

Ausschlusskriterien

  • Patienten <18 Jahre und >80 Jahre
  • Patienten mit neurologischen Krankheiten (insbesondere Demenz, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Z.n. Apoplex, inklusiv aller neurodegenerative Krankheiten)
  • Patienten mit einer vorwiegend zentralen Form der Schlafapnoe
  • Patienten mit Z.n. Operationen am Gaumen, Tonsillen, Ober- bzw. Unterkiefer, Pharynx und Larynx aufgrund einer bösartigen Tumorerkrankung (ein Z.n. Tonsillotomie oder Z.n. Tonsillektomie im Kindes- oder Erwachsenenalter ist kein Ausschlusskriterium)
  • Patienten mit Z.n. Uvulopharyngopalatoplastik zur Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms
  • Patienten mit Z.n. Radiotherapie und / oder Chemotherapie bei bösartigen Tumoren des Kopf-/Halsbereichs
  • Patienten unter aktueller cPAP- bzw. aPAP-Therapie
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Universitätsmedizin Mainz, Hals-Nasen-Ohrenklinik, Mainz

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Es ist eine prospektive kontrollierte und randomisierte Studie über den Effekt einer intensiven orofazialen logopädischen Übungstherapie bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) geplant. Patienten mit OSAS weisen vielfach eine Hypotonie des weichen Gaumensegels sowie der Zunge auf. Dies kann zu einer Verengung des Oro-/Hypopharynx und dadurch insbesondere nachts zu einer Verlegung der Atemwege führen. Die Hypothese der Studie ist, dass eine intensive logopädische Übungstherapie der orofazialen Muskulatur über einen Zeitraum von 6 Wochen zu einer signifikanten Verbesserung des AHI, der Tagesschläfrigkeit (gemessen mit dem ESS-Epworth Sleepiness Scale – Fragebogen) und der subjektiven Schlafqualität (gemessen mit dem PSQI-Pittsburgh Sleep Quality Index) bei Patienten mit geringgradigem und mittlerem OSAS führt. Der Apnoe-/Hypopnoe-Index (AHI) ist die Anzahl der respiratorischen Ereignisse (Apnoen sowie Hypopnoen) pro Stunde Schlaf. In Zusammenarbeit mit der Lehranstalt für Logopäden der Universitätsmedizin Mainz wurde speziell hierfür ein Übungskonzept entwickelt. Es ist vorgesehen, dass Patientinnen und Patienten, mit einem im Schlafmedizinischen Zentrum der HNO-Universitätsmedizin Mainz diagnostiziertem OSAS, über einem Zeitraum von 6 Wochen eine intensive, spezifische, orofaziale Übungstherapie erhalten. Um einen möglichen Therapieeffekt besser nachweisen zu können, ist ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe vorgesehen. Die Patienten der Kontrollgruppe sollen in Anlehnung an die von Guimaraes et al. (2009) durchgeführte Studie keine gezielte Übungstherapie durchführen, sondern über 6 Wochen eine als unspezifisch zu betrachtende Übungstherapie mittels Kaugummikauen über eine Stunde täglich und vermehrter Mundbewegung beim Essen realisieren. Direkt nach Abschluss der 6-wöchigen spezifischen oder der unspezifischen Therapie sowie nach 12 weiteren Wochen ist eine kardiorespiratorische Polygraphie und eine Erfassung des ESS und des PSQI bei den Patientinnen und Patienten der beiden o.g. Gruppen vorgesehen.

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