Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob unter der Verwendung eines Risikorechners postoperative Komplikationen bei elektiv (geplant) operierten Patienten reduziert werden können. Die Risikobewertung durch Chirurgen variierte in Studien, wobei letztlich Entscheidungen für oder gegen eine Operationen unterschiedlich ausfallen. Für den SRC werden 19 Patienten-spezifische Variablen – wie Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen und weitere Charakteristiken – sowie die geplante Operation in ein Programm eingegeben. Außerdem kann angegeben werden, ob andere chirurgische oder nicht-operative Therapiemöglichkeiten als Alternative für den Patienten existieren. Durch diese Angaben werden dann durch die Patienten-spezifischen Risikofaktoren das wahrscheinliche Outcome der Operation berechnet. Der Risikorechner soll Chirurgen unterstützen vor einer Operation eine auf wissenschaftlichen Daten basierte Therapieentscheidung zu treffen. Um zu untersuchen, ob der Chirurgische Risikorechner tatsächlich postoperativ Komplikationen reduzieren kann, werden die postoperativ aufgetretenen Komplikationen zweier Studiengruppen verglichen: Die eine Studiengruppe wurde 2012/2013 operiert, ohne dass der Risikorechner vor der Operation verwendet wurde. Die Vergleichsgruppe wurde 2014/2015 operiert, wobei der Risikorechner vor den Operationen verwendet wurde. In die Studiengruppen eingeschlossen wurden alle Patienten, die in den angebenen Zeiträumen in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Asklepios Klinik Langen operiert wurden. Hypothese: Durch die Verwendung eines chirurgischen Risikorechners können postoperative Komplikationen reduziert werden.

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Studiendetails

Studienziel Erfassung von Mortalität bei elektiv operierten Patienten und Vergleich mit den Daten der Patienten vor Verwendung des präoperativen Risiko-Fragebogens
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 2105
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Asklepios Klinik Langen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • elektiv operierte Patienten der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie der Asklepios Klinik Langen aus den Jahren 2012/2013 und 2014/2015

Ausschlusskriterien

  • notfallmäßige operative Versorgung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob unter Verwendung eines Risikorechners und eines von ihm individuell berechneten Risikoprofils postoperative Komplikationen bei elektiv operierten Patienten reduziert werden können. Da die Entscheidung über Therapien und deren Risiken unter Chirurgen variieren, könnte man annehmen, dass Chirurgen in großem Maße intuitiv entscheiden und diese intuitiven Entscheidungen zu Fehlentscheidungen und somit zu möglicherweise vermeidbaren Komplikationen führen können. Bessere Risikoeinschätzungen und Therapieentscheidungen zu treffen, soll mittels Debiasing-Strategien erreicht werden. Die so ermittelten Risiken sollen in das Urteil des Arztes einfließen – vornehmlich durch eine auf Daten basierende Entscheidung (analytische und rationale Herangehensweise). Ein möglicher Ansatz ist, die Eintrittswahrscheinlichkeit von erwartbaren postoperativen Komplikationen mit Hilfe von Computer Decision Support Systems, wie der ACS NSQIP Surgical Risk Calculator® (SRC), auf der Grundlage von individuellen spezifischen Patientenprofilen zu errechnen und diese Analyse als zusätzliche Entscheidungshilfe für präoperative und postoperative Maßnahmen zu nutzen. Zwei Gruppen werden dazu miteinander verglichen: Eine der beiden Gruppen bestehend aus Patienten, die in den Jahren 2012 und 2013 operiert wurden und bei der der Surgical Risk Calculator präoperativ nicht verwendet wurde. Bei den in den Jahren 2014 und 2015 operierten Patienten wurde der Risikokalkulator präoperativ angewendet. Die Patientengruppen werden via Propensity-Score-Analyse gematcht und die tatsächlich postoperativ aufgetretenen Komplikationen verglichen. Die Komplikationen werden mittels Risikorechner-Komplikationskategorie und Clavien-Dindo-Komplikationsklassifikation (5 Grade) kategorisiert.

Quelle

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