Beschreibung der Studie

Die mehrschrittige Studie soll prüfen, inwieweit leitlinienorientierte Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit (Verdacht auf) ADHS umgesetzt wird, welche Barrieren dabei bestehen und ob die Umsetzung durch Fortbildungsmaßnahmen und Materialbereitstellung zu steigern ist. Information über und Unterstützung der leitlinienorientierten Versorgung (Diagnostikinstrumente, Psychoedukations- und Dokumentationsmaterial) können evidenzbasiert und an der klinischen Praxis ausgerichtet bereitgestellt bzw. entwickelt werden. 1. Zunächst soll das Ausmaß der Leitlinienorientierung der Routineversorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS deutschlandweit in der Selbstauskunft der Versorger erfasst werden, sowie deren Einstellungen zu den gültigen Leitlinien und wahrgenommene Barrieren (Interview). 2. Inhalte der Routineversorgung konsekutiv im Zeitraum von 3 Monaten beim jeweiligen Versorger eingeschlossener, hier erstmals wegen ADHS vorgestellter, konkreter Patienten werden über 6 Monate hinweg dokumentiert und Veränderungen in Eltern- teils auch Versorger und Selbsturteil der Patienten über Fragebogenerhebungen zu Beginn und am Ende des Messintervalls erfasst. 3. Nach Abschluss der letzten Messung bei Patienten eines Versorgers erhält dieser die Fortbildung zur leitliniengemäßen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS und es werden Materialien zur deren Unterstützung bereitgestellt. 4. Inhalte der Routineversorgung weiterer konsekutiv in einem erneuten Zeitraum von 3 Monaten beim jeweiligen Versorger eingeschlossener, hier erstmals wegen ADHS vorgestellter, konkreter Patienten werden über 6 Monate hinweg dokumentiert und Veränderungen in Eltern- teils auch Versorger und Selbsturteil der Patienten über Fragebogenerhebungen zu Beginn und am Ende des Messintervalls erfasst. In die Studie werden Vertreter aller Versorgertypen einbezogen, die im System der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland Kinder und Jugendliche mit (Verdacht auf) ADHS versorgen. Dazu zählen als Berufsgruppen Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin und Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und –therapeuten die entweder in privater Praxis oder in Institutionen (Sozialpädiatrische Zentren, Ambulanzen kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken oder von Ausbildungsinstituten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (VT). Die Studie berücksichtigt Patienten im Alter von 6 bis 18 Jahren, die innerhalb eines 3-monatigen Intervalls beim einschließenden Versorger erstmalig mit (mindestens einer Verdachts-) Diagnose einer ADHS vorstellig werden, bei denen eine geistigen Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung ausgeschlossen werden kann und keine Indikation für eine stationäre Behandlung besteht. Die Studie soll eine allgemeine Beschreibung der Leitlinienorientierung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS sowie der dabei wahrgenommenen Barrieren unter Berücksichtigung der Einstellungen der berichtenden Versorger ermöglichen. Vertieft werden sollen diese Erkenntnisse über die Beschreibung der Leitlinienorientierung der Versorgung spezifischer Patienten. Darüber hinaus soll geprüft werden, inwieweit sich das Ausmaß der Leitlinienorientierung sowie die in der Versorgung erzielten Effekte, durch Fortbildung und Bereitstellung leitlinienorientierter Materials steigern lassen. Es wird angenommen, dass sich Unterschiede zwischen der allgemeinen Selbstauskunft und dem an konkreten Versorgungsprozessen ermittelten Ausmaß der Leitlinienorientierung feststellen lassen und eine Steigerung dieser sowie der erreichbaren Veränderungen über die Zeit der Dokumentation durch die oben beschriebenen Maßnahmen zur Unterstützung der Implementierung erreicht werden können.

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Studiendetails

Studienziel Leitlinienadhärenz & Veränderung der ADHS-Symptomatik
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 520
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesgesundheitsminiterium

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilstudie 1:
  • Versorger (Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendlichenmedizin bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten, Sozialpädiatrische Zentren, Ambulanzen Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken, Ambulanzen von (VT-)Ausbildungsinstituten für Kinder- und Jugendlichen-psychotherapie)
  • Teilstudie 2:
  • Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren mit (mindestens einer Verdachts-) Diagnose ADHS

Ausschlusskriterien

  • Teilstudie 1: Versorger, die ihre Leistungen nicht im Rahmen der GKV in Deutschland erbringen.
  • Teilstudie 2: geistige Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung im klinischen Urteil durch den Versorger,
  • Indikation für eine stationäre Behandlung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hyperaktivitätsstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hauptzweck Überprüfung der Implementierung leitlinienorientierter Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit (Verdacht auf) ADHS und möglicher Barrieren in der klinischen Praxis. Hintergrund Verschiedene deutsche Fachverbände haben Leitlinien für die Versorgung dieser Patientengruppe formuliert für die die Überführung in übergreifende S3 Leitlinien für 2018 vorgesehen ist. Der Grad der Umsetzung dieser Leitlinien in der Praxis ist jedoch noch kaum untersucht. Des Weiteren ist nicht bekannt, inwieweit Informations- und Schulungsmaßnahmen und Bereitstellung von leitlinienorientierten Materialien die Umsetzung steigern können. Methode Überprüfung der Leitlinienimplementierung und Methoden ihrer Steigerung in der klinischen Praxis in einer bundesweiten Erhebung unter Berücksichtigung aller befassten Berufsgruppen und ihrer Organisationsformen sowohl mittels systematischer Befragung als auch Dokumentation spezifischer Behandlungsverläufe und ihrer Effekte. Teilstudie 1 1. Bundesweite Befragung einer angemessenen Anzahl von Vertretern aller Versorgertypen zum Ausmaß der Leitlinienorientierung ihrer Routineversorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS sowie ihrer Einstellungen zu den gültigen Leitlinien und wahrgenommene Barrieren, die eine Umsetzung verhindern. Teilstudie 2 2. Dokumentation der Inhalte der Routineversorgung (über jeweils 6 Monate hinweg) konsekutiv im Laufe von 3 Monaten eingeschlossener neu angemeldeter Patienten und Erfassung von Veränderungen in Eltern -teils auch Versorger und Selbsturteil der Patienten per Fragebogen zu Beginn und am Ende des 6-monatigen Messintervalls. 3. Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen zur leitliniengemäßen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS und Bereitstellung von Materialien zur deren Unterstützung. 4. Dokumentation der Inhalte der Versorgung (über jeweils 6 Monate hinweg) konsekutiv im Laufe von 3 Monaten eingeschlossener neu angemeldeter Patienten und Erfassung von Veränderungen in Eltern -teils auch Versorger und Selbsturteil der Patienten per Fragebogen zu Beginn und am Ende des 6-monatigen Messintervalls.. Ein– und Ausschlusskriterien Teilstudie 1: Versorger (Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten, Sozialpädiatrische Zentren, Ambulanzen Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken, Ambulanzen von (VT-)Ausbildungsinstituten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie) die ihre Leistungen im Rahmen der GKV in Deutschland erbringen. Teilstudie 2: Patienten im Alter von 6 bis 18 Jahren, die innerhalb von 3 Monaten beim einschließenden Versorger erstmalig mit (mindestens einer Verdachts-) Diagnose ADHS vorstellig werden, bei denen eine geistige Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung im klinischen Urteil durch den Versorger ausgeschlossen werden kann und bei denen keine Indikation für eine stationäre Behandlung besteht. Ziele Die Studie soll eine allgemeine Beschreibung der Leitlinienorientierung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS sowie der dabei wahrgenommenen Barrieren unter Berücksichtigung der Einstellungen der berichtenden Versorger ermöglichen. Vertieft werden sollen diese Erkenntnisse über die Beschreibung der Leitlinienorientierung der Versorgung spezifischer Patienten. Darüber hinaus soll geprüft werden, inwieweit sich sowohl das Ausmaß der Leitlinienorientierung als auch die erreichbaren Veränderungen, durch Fortbildung und Bereitstellung leitlinienorientierten Materials noch steigern lassen. Hypothesen Teilstudie 1 1. Auf Basis der im Interview erhobenen Selbstauskunft der Versorger über den Versorgungsprozess können zuverlässige Dimensionen der Leitlinienadhärenz, der Einstellungen zu Leitlinien sowie zu den wahrgenommenen Barrieren bei ihrer Umsetzung aggregiert werden. 2. Es bestehen Zusammenhänge zwischen diesen generierten Dimensionen. 3. Es bestehen Zusammenhänge zwischen dem Ausmaß der Einhaltung der Leitlinien und Variablen zu Soziodemographie, Berufserfahrung und Patientengut. 4. Es bestehen Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Versorgern zwischen den Dimensionen. Teilstudie 2 1. Das Ausmaß der Leitlinienorientierung der Versorgung des einzelnen Patienten in der klinischen Praxis kann anhand der Dokumentation der Versorger für die verschiedenen Abschnitte des Versorgungsprozesses quantifizierbar beschrieben werden. 2. Es ergeben sich signifikante Veränderungen über den dokumentierten Zeitraum hinsichtlich Symptomatik (ADHS, Komorbidität), Lebensqualität, Funktionsbeeinträchtigung, elterlich Selbstwirksamkeit etc. 3. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Leitlinienorientierung und Veränderung im erfassten Zeitabschnitt. 4. Durch die beschriebenen Maßnahmen zur Unterstützung der Implementierung kann eine Steigerung der Leitlinienorientierung der Versorgung sowie der erreichbaren Veränderungen über die Zeit erreicht werden.

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