Beschreibung der Studie

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) beruht auf einer entzündlichen Verengung der Atemwege. Durch fortschreitende pathophysiologische Prozesse kommt es zu einer irreversiblen Funktionseinschränkung der Lunge mit körperlichem Abbau und Todesfolge. Derzeit stellt die COPD weltweit die vierthäufigste Todesursache dar. In Deutschland wird davon ausgegangen, dass etwa 13% der Bevölkerung über 40 Jahre an einer COPD erkrankt ist, genaue Raten sind allerdings nicht bekannt. In westlichen Ländern stellt das Tabakrauchen die wichtigste Ursache für die Genese der COPD dar. Nur ein kompletter Rauchstopp kann belegbar den Verlust der Lungenfunktion aufhalten und soll laut klinischen Leitlinien in der Behandlung angeraten werden. Die Tabakentwöhnung ist jedoch extrem schwierig. Weniger als 5% der Raucher/innen sind ohne die Inanspruchnahme von Hilfen und Hilfsmitteln langfristig erfolgreich. Der Erfolg kann durch den Einsatz bestimmter Rauchstoppmethoden deutlich gesteigert werden, doch deren Wirksamkeitsnachweis beruht meist auf Studien die unter strengen Kontrollen durchgeführt werden und lässt sich nicht immer auf den wirklichen Alltag ("real-world") übertragen. Insbesondere zu Raucher/innen mit COPD denen es besonders schwer fällt rauchfrei zu werden und zu bleiben, fehlen Daten zur Nutzung und Wirksamkeit dieser Methoden unter Alltagsbedingungen. Darüber hinaus gibt es für diese Gruppe kaum Erkenntnisse zur Nutzung von Rauchstoppmethoden deren Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen werden konnte (z.B. Akupunktur) sowie zur elektrischen (E-)Zigarette als potentielles neues Mittel zur Rauchentwöhnung. Ziel dieser Studie ist es, detaillierte Daten zur Nutzung und Wirksamkeit von Rauchstoppmethoden bei rauchenden COPD-Patienten/Patientinnen unter Alltagsbedingungen zu ermitteln. Für diese Studie sollen insgesamt ca. 2.000 Raucher/innen und neue Ex-Raucher/innen (<12 Monate) mit COPD im Abstand von 6 Monaten zweimal schriftlich mit Hilfe eines Fragebogens befragt werden. Dabei werden folgende Daten erhoben: Lebensqualität, Atembeschwerden, Rauchstatus und Daten zum Rauchverhalten, zu Rauchstoppversuchen und den dabei genutzten Methoden. Durchgeführt wird die Studie in etwa 25 Lungenfacharztpraxen in Nordrhein-Westfalen.

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Studiendetails

Studienziel 1) Nutzung und 2.) Effektivität evidenzbasierter (z.B. Nikotinersatztherapie, pharmakologische Unterstützung, ärztliche Kurzberatung) und nicht-evidenzbasierter (z.B. Hypnose, Akupunktur, E-Zigaretten) Rauchstoppmethoden bei rauchenden Patientinnen und Patienten mit COPD unter Alltagsbedingungen und adjustiert für potentielle Störvariablen (u.a. Nikotinabhängigkeit). Diese Parameter werden mittels einer schriftlichen Baseline-Befragung erhoben (cross-sektionelle Daten).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Research Commission of the Medical Faculty at the Heinrich-Heine-University Duesseldorf, Germany

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Aktuelle Tabakraucher (täglich oder gelegentlich) oder Ex-Tabakraucher (<12 Monate) mit COPD-Diagnose:
  • J44.8 Sonstige näher bezeichnete chronische obstruktive Lungenkrankheit Chronische Bronchitis: asthmatisch (obstruktiv) - emphysematös – obstruktiv,
  • J44.9 Chronische obstruktive Lungenkrankheit, nicht näher bezeichnet

Ausschlusskriterien

  • Andere schwere oder chronische Lungenerkrankungen, z.B. Tuberkulose oder Bronchialkarzinom; 2) Moderate oder schwere kognitive Beeinträchtigung oder niedrige Lese- und Schreibkompetenz

Adressen und Kontakt

Praxis, Praxen Nordrhein-Westfalen

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Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) beruht auf einer entzündlichen Verengung der Atemwege. Durch fortschreitende pathophysiologische Prozesse kommt es zu einer irreversiblen Funktionseinschränkung der Lunge mit körperlichem Abbau und Todesfolge. Derzeit stellt die COPD weltweit die vierthäufigste Todesursache dar. In Deutschland wird von einer Prävalenz der COPD von etwa 13% in der Bevölkerung über 40 Jahre ausgegangen, genaue Prävalenzraten sind nicht bekannt. In westlichen Ländern stellt das Tabakrauchen die wichtigste Ursache für die Genese der COPD dar. Nur die Tabakabstinenz kann belegbar den Verlust der Lungenfunktion aufhalten und soll laut klinischen Leitlinien in der Behandlung angeraten werden. Die Tabakentwöhnung ist jedoch extrem schwierig. Weniger als 5% der Raucher/innen sind ohne die Inanspruchnahme von Hilfen und Hilfsmitteln langfristig erfolgreich. Der Erfolg kann durch den Einsatz evidenzbasierter Rauchstoppmethoden deutlich gesteigert werden, doch deren Evidenz beruht meist auf randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) und lässt sich nicht immer auf den wirklichen Alltag ("real-world") übertragen. Insbesondere bei Raucher/innen mit COPD, denen es aufgrund häufig vorliegender psychischer Symptome und starker Nikotinabhängigkeit besonders schwer fällt abstinent zu bleiben, fehlen Daten zur Nutzung und Effektivität dieser Methoden unter Alltagsbedingungen. Darüber hinaus gibt es für diese Gruppe kaum Erkenntnisse zur Nutzung nicht-evidenzbasierter Methoden (z.B. Akupunktur) sowie zur elektrischen (E-)Zigarette als potentielles neues Mittel zur Rauchentwöhnung. Im Rahmen einer Querschnittstudie sollen bei 2.000 Raucher/innen und neue Ex-Raucher/innen (<12 Monate abstinent) mit COPD, aus etwa 25 pneumologischen Praxen in Nordrhein- Westfalen, Baseline-Fragebogendaten zu Raten, Erfolg und Auslöser von Rauchstoppversuchen, Nutzung von Rauchstoppmethoden und zu der Verwendung von „harm reduction“ Strategien (z.B. Reduktion der Zigarettenmenge) gesammelt werden. Primäranalysen fokussieren auf die Nutzung und Effektivität evidenzbasierter und nicht-evidenzbasierter Rauchstoppmethoden unter Alltagsbedingungen. Für potentielle Störvariablen wird kontrolliert (z.B. Nikotinabhängigkeit, COPD-Schweregrad, ängstlich-depressive Symptome). Eine zweite postalische Befragung nach 6 Monaten erhebt den aktuellen Rauchstatus sowie unternommene Rauchstoppversuche der vergangenen 6 Monate. Dieses prospektive Element erlaubt die Analyse der "real-world" Effektivität von Rauchstoppmethoden mit longitudinalen Daten (Sekundäranalysen). Für potentielle Störvariablen wird kontrolliert (z.B. Nikotinabhängigkeit, COPD-Schweregrad, ängstlich-depressive Symptome). Zudem sollen die Ergebnisse mit Daten von Raucher/innen der Allgemeinbevölkerung in Deutschland aus einer kontinuierlich laufenden Bevölkerungsbefragung (DEBRA Studie, DRKS00011322) verglichen werden.

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