Beschreibung der Studie

Eine private Krankenversicherung bietet Versicherten, die nach den Kassendaten vermutlich anhaltende Rückenschmerzprobleme haben, die Teilnahme am Versorgungskonzept "initiative.rücken" an. Die ambulante Betreuung erfolgt dabei durch ein Ärztenetz (Allgemeinärzte, Orthopäden und Schmerztherapeuten) nach aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen. Das Versorgungsangebot will die Schwere der Rückenschmerzen langfristig verringern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität steigern. Um zu untersuchen, ob das gelingt, werden Versicherte mit anhaltenden Rückenschmerzen per Zufall einer von zwei Studiengruppen zugewiesen. Die eine Gruppe erhält das Angebot, an der initiative.rücken teilzunehmen, die andere nicht. Die Schwere der Rückenschmerzen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Versicherten in beiden Studiengruppen werden über zwei Jahre mit einem online-Fragebogen erfasst und miteinander verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Rückenschmerz-Schwere mit den beiden Aspekten charakteristische Schmerzintensität und Beeinträchtigung erfasst mit der Chronic Pain Grading Scale von v. Korff. Weitere primäre Zielgrößen sind die gesundheitsbezogene Lebensqualität erfasst mit dem SF-12 (körperlicher und psychischer Summenwert). Erhoben werden diese Parameter zu Studienbeginn sowie nach 6, 12 und 24 Monaten.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 600
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Central Krankenversicherung AG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In die Evaluationsstudie eingeschlossen werden Vollversicherte der Central Krankenversicherung
  • die mindestens 18 Jahre sind,
  • die in den letzten 12 Monaten zwei oder mehr Abrechnungsdaten mit den ICD-10 Diagnosen M40-M54 (Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens) aufweisen,
  • und in den letzten 12 Monaten entweder mindestens einmal wegen M40-M54 arbeitsunfähig waren (unabhängig von der Dauer) oder mindestens 2 Opioidverordnungen aufweisen oder mindestens eine Abrechnung zu den psychischen Beeinträchtigungen F32, F33, F34.1-F34.9, F38, F41.2, F43.2, F45.4, F48.0, F54, F62.8 erkennen lassen,
  • für die eine unterschriebene Einwilligungserklärung vorliegt

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen sind Versicherte
  • mit Pflegestufen II und III,
  • für die in den letzten 12 Monaten zwei oder mehr Abrechnungsdaten mit dem gleichen Diagnoseschlüssel oder 5 Einzeldiagnosen aus folgender Liste von ICD 10-Diagnosen vorliegen:
  • B16 Akute Virushepatitis B; B17.1 Akute Virushepatitis C; B20-24 HIV - Krankheit;
  • D00-D09.9 In-situ-Neubildungen; F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen; F10-19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen außer F17; F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen; F30 Manische Störung;
  • F31 bipolare affektive Störung;
  • F42 Zwangsstörung; F60 Spezifische Persönlichkeitsstörungen; G00-09 Entzündliche Krankheiten des Zentralnervensystems;
  • G10 Chorea Huntington; G13 Systematrophien, vorwiegend das Zentralnervensystem betreffend, bei anderenorts klassifizierten Krankheiten;
  • G23 Sonstige degenerative Krankheiten der Basalganglien;
  • G30-32 Sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems;
  • G36 Sonstige akute disseminierte Demyelinisation;
  • 9 Sonstige demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems;
  • G92 Toxische Enzephalopathie; G93 Sonstige Krankheiten des Gehirns; H54.0 Blindheit, binokular; H91.3 Taubstummheit;
  • I64 Schlaganfall; K74 Fibrose und Zirrhose der Leber; N18.0 Chronische Niereninsuffizienz;
  • 83-4 Chronische Niereninsuffizienz, Stadium III-IV; N18.89 Chronische nicht-terminale Niereninsuffizienz, Stadium nicht näher bezeichnet; R54 Senilität

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Rückenschmerzen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Eine private Krankenkasse möchte den Zugang ihrer Versicherten mit anhaltenden Rückenschmerzen zu einer evidenz-basierten Rückenschmerz-Versorgung erleichtern. Sie bietet dazu proaktiv die Teilnahme an einem komplexen, integrativen Versorgungskonzeptes im ambulanten Bereich - „initiative.rücken“ genannt - an. In einer randomisierten, kontrollierten Studie im Zelen-Design wird die langfristige Wirksamkeit und der Nutzen dieses Versorgungsansatzes evaluiert. Versicherte, deren Abrechnungsdaten auf anhaltende Rückenbeschwerden hinweisen, werden vor der Einholung der informierten Einwilligung zufällig zu Interventions- (IG) oder Kontrollgruppe (KG) zugewiesen. Die in die IG randomisierten Versicherten werden eingeladen am Gesundheitsprogramm initiative.rücken teilzunehmen, einer an der nationalen Versorgungsleitlinie für Rückenschmerz orientierten interdisziplinären Versorgung in speziellen Ärztenetzen mit medizinischer Trainingstherapie und individuellem Coaching. Versicherte, die der KG zugeteilt sind, werden gebeten, an einer Langzeitbeobachtung ihrer Rückenschmerzen teilzunehmen. Hauptzielgrößen sind der Schweregrad der Rückenschmerzen (gemessen mit v. Korff´s CPGS) sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF 12). Erfasst werden sie mit Hilfe eines online Fragebogens zu Studienbeginn sowie nach 6, 12 und 24 Monaten.

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