Beschreibung der Studie

Schizophrenie ist eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen mit Symptomen wie Halluzinationen und Ich-Störungen. Sie betrifft ca. 1% der Bevölkerung. Diese sogenannten positiven Symptome können oft mittels Psychopharmaka erfolgreich behandelt werden. Außer den positiven Symptomen existieren aber noch vielfältige kognitive und sprachliche Störungen, die sich in Kommunikationsproblemen der Patienten zeigen. Diese Probleme werden von den medikamentösen Therapie nicht erfasst. Eine der Kommunikationsstörungen betrifft die Interpretation von Gestik: Patienten mit Schizophrenie neigen dazu, Gesten aus zwei Modalitäten (auditiv und visuell) falsch zu interpretieren. Vorhergehende Studien zeigten ein Defizit vor allem beim Interpretieren von Gesten bei figurativer Sprache. Mit dem G+ Projekt haben wir ein Trainingsprogramm entworfen, bei dem in acht Stunden speziell Gestik über perzeptuelle und Produktionsaufgaben trainiert wird. Wir erheben neben den behavioralen auch neurale Daten sowie soziale Fähigkeiten, um einen Transfereffekt auf die soziale Teilhabe im Alltag zu untersuchen. Zudem stellen wir den Teilnehmern unserer Studie Informationen zu Gestik und seiner Funktion bereit. Mittels Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) sowie Verhaltensmessungen suchen wir nach Aspekten die uns helfen, die Therapie von Menschen mit Schizophrenie in Zukunft zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel neurale Aktivierung von Prä- und Post-fMRT im Vergleich der beiden Teilnehmergruppen sowie Vergleich der Trainings- und der Wartezeit (jeweils Vergleich vor und nach der entsprechenden Zeit) in den eingesetzten Experimenten (passive-viewing und n-back task).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle von behring|röntgen|stiftung
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schizophreniediagnose bzw. schizoaffektive Störung sowie relativ stabile Symptome (für Patienten), Alter zwischen 18 und 60 Jahre, geschäftsfähig

Ausschlusskriterien

  • nicht geschäftsfähig, suizidgefährdet, körperliche Erkrankungen, die gegen die geplanten Messungen sprechen, MRT-Untauglichkeit, Schwangerschaft, Verhütung mittels Spirale, diagnostizierte psychiatrische Erkrankung, insb. Schizophrenie (für Kontrollen)

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Marburg

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Sozial-kommunikative Dysfunktionen gehören zu den stabilsten Symptomen der Schizophrenie, die nicht nur die Persönlichkeit, sondern auch die soziale Teilhabe und damit die Lebensqualität beeinflusst. Drei der Hauptsymptome bei Schizophrenie finden sich im Feld der Kommunikationsstörungen. Die meisten dieser Störungen betreffen pragmatische Fähigkeiten so wie abstrakte Sprache und nonverbale Kommunikation (Gestik). Eine medikamentöse Behandlung kann diese Störungen jedoch nicht beeinflussen. Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Kommunikationsfähigkeiten für die soziale Teilhabe und damit die Lebensqualität ist eine Verbesserung dieser Fähigkeiten von besonderem wissenschaftlichem Interesse. In unserer randomisierten, kontrollierten Studie haben wir daher ein Gestiktraining entwickelt, das wir mittels einer Wartelisten-Kontrollgruppe und einem Follow-up überprüfen. Ergebnisse werden mit einem fMRT-Messungen sowie standardisierten psychologischen Tests in einem Prä-Post-Design gemessen. Wir vergleichen dabei zwei Gruppen: Patienten mit Schizophrenie (n = 30) und eine gesunde Kontrollgruppe (n = 30). Sowohl Patienten als auch die Kontrollen werden randomisiert zwei Interventionsgruppen zugewiesen: einer Warte-Trainings-Gruppe (jeweils n = 20) und einer Training-Follow-up-Gruppe (jeweils n = 10). Die erste Gruppe durchläuft zuerst eine Wartezeit (treatment as usual - TAU), danach das Training. Bei der zweiten Gruppe folgt die Wartezeit auf die Trainingszeit. Das Training selbst umfasst acht Stunden a 60 Minuten in einem Einzeltraining. Bevor die Teilnehmer jedoch an diesem Trainingsprogramm teilnehmen durchlaufen sie eine Pilotstudie, bei der sie innerhalb eines Termins eine Prä- und eine Postmessung im MRT sowie ein Kurztraining dazwischen durchlaufen. Diese Pilotierung soll zeigen, ob ein Training überhaupt durchführbar ist und wie es sinnvoll mit Patienten gestaltet werden kann. Dies ist nötig, da bisher keinerlei Daten zu einem spezifischen Kommunikationstraining bei Schizophrenie vorliegen. Vor dem Hintergrund der schwerwiegenden sozialen Störungen und damit einhergehend einer Einschränkung der Lebensqualität haben wir uns dazu entschlossen, eventuelle Transfereffekte unseres Trainings auf die soziale Teilhabe und die Lebensqualität mittels standardisierter psychologischer Fragebögen sowie einem Angehörigenfragebogen zu erfassen.

Quelle

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