Beschreibung der Studie

Zentrales Bestreben des Forschungsvorhabens ist es Forschungslücken in Bezug auf die paternale postpartale Depression in Deutschland zu schließen. Mittels einer epidemiologischen Querschnittstudie wird das primäre Ziel verfolgt die Häufigkeit depressiver Syndrome bei Vätern im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes mit der Häufigkeit depressiver Syndrome in der männlichen Allgemeinbevölkerung zu vergleichen. Hierfür werden in den Studienregionen Mannheim sowie Freiburg jeweils 2.300 Väter sowie 2.300 Männer ohne neue Vaterschaft innerhalb der letzten 12 Monate über postalisch versandte Fragebögen befragt (= insgesamt werden 9.200 Männer angeschrieben). Die Kontaktdaten der zu Befragenden werden über die Einwohnermeldeämter Freiburg sowie Mannheim in Form von Zufallsstichproben bezogen. Über die Studie werden weiterhin die potentiell männerspezifische Symptomatik sowie moderierende Faktoren depressiver Syndrome im Postpartum bei Männern in Deutschland erfasst. Ein weiteres Ziel besteht in der Erhebung der aktuellen Versorgungssituation in Bezug auf paternale postpartale depressive Syndrome in Deutschland. Die aus diesen Studien gewonnenen Befunde sollen einen Beitrag zur Schließung der oben genannten Forschungslücke leisten und Möglichkeiten zur praxisorientierten Ausgestaltung der aktuellen Versorgung und dadurch Hinweise sowohl zur Entwicklung von Screeningverfahren und Angebotskonzeptionen u.a. zur Prävention und Intervention als auch zur Identifikation bedeutsamer Zugangswege zum Versorgungssystem und einer verbesserten Vernetzung zwischen den verschiedenen beteiligten Berufsgruppen liefern.

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Studiendetails

Studienziel Prävalenz paternaler depressiver Syndrome im Postpartum im Vergleich zur männlichen Allgemeinbevölkerung (Patient-Health-Questionnaire-9; PHQ-9)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, AG Psychotherapie- und Versorgungsforschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden Väter von Neugeborenen aus den Regionen Freiburg und Mannheim, die innerhalb der letzten 12 Monate vor der Befragung Vater eines Kindes geworden sind sowie eine nach Alter, Staatsangehörigkeit und
  • Familienstand gematchte Stichprobe von Männern ohne Geburt eines Kindes innerhalb
  • der letzten zwölf Monate.

Ausschlusskriterien

  • Aufgrund der Art der Befragung werden Personen mit unzureichenden Deutschkenntnissen ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

nicht zutreffend, Mannheim

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nicht zutreffend, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Um Unterschiede in der Prävalenz depressiver Syndrome bei Vätern im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes im Vergleich zu einer nach Alter, Staatsangehörigkeit und Familienstand gematchten Stichprobe von Männern ohne Geburt eines Kindes innerhalb des letzten Jahres zu ermitteln wird eine epidemiologische Querschnittstudie mittels einer anonymisierten Fragebogenerhebung durchgeführt. Auf Grundlage der Daten der Fragebogenerhebung sollen die Prävalenzunterschiede für unterschiedliche Zeiträume bestimmt und die aktuelle medizinische Versorgung von Vätern mit postpartaler Depression in der Studienregion erfasst werden. Als Studienregion wurden die Regionen Freiburg und Mannheim gewählt. Die Kontaktdaten der jungen Väter und der gematchten Vergleichsstichprobe werden über die Einwohnermeldeämter bezogen. Da soziale Faktoren einen Einfluss auf die Entwicklung depressiver Syndrome nach Geburt eines Kindes haben könnten, wurden zwei Städte mit stark differierender Bevölkerungsstruktur gewählt. Während in Freiburg im Jahr 2014 88,6% der Bewohner im Dienstleistungsbereich und 11,1% im produzierenden Gewerbe beschäftigt waren, waren in Mannheim mit 24,8% rund doppelt so viele Menschen im produzierenden Gewerbe tätig. Zudem handelt es sich bei Freiburg um eine der Städte, die ebenfalls im Jahr 2014 den höchsten Geburtenüberschuss aufwies, und bei Mannheim um eine Stadt mit einem der deutlichsten Geburtendefizite in Baden-Württemberg. Durch den Einschluss dieser strukturell sehr unterschiedlichen Städte kann die externe Validität der Studie gewährleistet werden. In der geplanten Studie soll ein Instrument mit besonders guten psychometrischen Eigenschaften (PHQ-9; Patient Health Questionnaire) eingesetzt werden und die Daten nicht wie in anderen Arbeiten mit Interviewdaten, sondern mit Daten des gleichen Instrumentes, die an einer gematchten Stichprobe erhoben wurden, verglichen werden. Durch den direkten Vergleich der Angaben junger Väter mit den Angaben einer Vergleichsstichprobe, die zur gleichen Zeit und mit den gleichen Instrumenten erhoben wurden, kann die Gefahr einer Überschätzung der relativen Häufigkeit depressiver Syndrome nach der Geburt eines Kindes vermieden und die wissenschaftliche Qualität der Aussagen gesichert werden. Des Weiteren werden der Zeitpunkt der Geburt und das Datum der Beantwortung des Fragebogens erfasst. Aus diesen Daten lassen sich Prävalenzunterschiede für unterschiedliche Zeitspannen berechnen. Im Rahmen der epidemiologischen Querschnittstudie sollen außerdem unter Verwendung der Gotland Male Depression Scale spezifische Symptome der postpartalen Depression bei Vätern erfragt werden. Darüber hinaus werden potentielle moderierende Faktoren in verschiedenen Instrumenten (u.a. Fragebogen zur normativen Geschlechtsrollenorientierung, Fragebogen zur sozialen Unterstützung) und unter Verwendung eigenkonstruierter Items (u.a. zum Gesundheitsstatus des Kindes und der Mutter) berücksichtigt und auf deren moderierenden Einfluss untersucht. Potentielle Risikofaktoren stellen bspw. das Vorliegen einer früheren depressiven Episode, demographische Faktoren, wie etwa Alter, Familienstand und Migrationshintergrund, die normative Geschlechtsrollenorientierung, der Gesundheitsstatus der Mutter und des Kindes sowie Umstände der Schwangerschaft/Geburt und der Kinderbetreuung dar. Des Weiteren werden im Rahmen der epidemiologischen Querschnittsstudie auch die medizinische und psychosoziale Versorgung und die Inanspruchnahme geburtshilflicher Maßnahmen von Vätern mit depressiven Syndromen im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes erfasst. Zur Erfassung der medizinischen und psychosozialen Versorgung sollen die jungen Väter rückblickend angeben, welche medizinischen und psychosozialen Dienste sie allgemein und aufgrund psychischer Probleme in Anspruch genommen haben (in Anlehnung an Skalen des Gesundheitsfragebogens der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS), der deutschen Version des Client Sociodemographic and Service Receipt Inventory (CSSRI-D) und dem Fragebogen zur Erhebung von Gesundheitsleistungen im Alter (FIMA). Auf Basis der Prävalenz depressiver Syndrome und Angaben zur Versorgung lässt sich die Rate der jungen Väter berechnen, die eine Behandlung in Anspruch nehmen. Die Kontakte mit medizinischen und psychosozialen Diensten (bspw. Hausarzt, Hebamme im Rahmen der Nachsorge, Geburtsvorbereitungskurse), die nicht aufgrund der psychischen Probleme erfolgten, bieten die Möglichkeiten niederschwellige Zugangswege zu einer adäquaten Versorgung zu identifizieren und zeigen ggf. wichtige Schaltstellen zur Implementierung präventiver Maßnahmen oder für frühe Interventionen bei Männern, die bisher unterversorgt sind, auf.

Quelle

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