Beschreibung der Studie

Nach Schätzungen der International Diabetes Federation haben 352,1 Millionen Menschen zwischen 20-79 Jahren (7,3 % weltweit) eine gestörte Glukosetoleranz (IGT), Tendenz steigend. Hierbei sind die Blutzuckerwerte zwei Stunden nach einem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) erhöht. Die IGT gilt als Vorstufe des Diabetes mellitus Typ 2 und erhöht das Risiko für Herzkreislauferkrankungen einschließlich Schlaganfall. Daher ist eine Verminderung des Blutzuckeranstiegs nach einer Mahlzeit wünschenswert. Der Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel wird hierfür als wirksame Maßnahme angesehen. Speisepilze, insbesondere Austernpilze, sind reich an β-Glukanen. Diesem löslichen Ballaststoff werden positive Effekte auf den Zucker- und Fettstoffwechsel zugeschrieben. β-Glukane besitzen hervorragende Quelleigenschaften, wodurch sie die Magenentleerung und die Freisetzung von Zucker aus Stärke verzögern. Nach Zugabe von β-glukanreichen Pilzen zu einer kohlenhydratreichen Mahlzeit sind günstige Effekte auf die Blutzucker- und Fettwerte sowie auf Hunger und Sättigung zu erwarten. Die Studie soll zeigen, ob die Aufnahme von Austernpilzen zu einer Mahlzeit die Blutzucker- und Fettwerte sowie Hunger und Sättigung beeinflussen kann.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Glukose-AUC (Area under the curve), ermittelt anhand Glukosekonzentration in Natriumfluoridplasma vor sowie 15, 30, 45, 60, 90, 120, 180 und 240 min nach Verzehr der Mahlzeit
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 22
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gestörte Glukosetoleranz lt. nationalen und internationalen Leitlinien (2-h-Glukosewert nach oGTT von 140-199 mg/dl), Nichtraucher seit mind. 3 Monaten, schriftliches Einverständnis

Ausschlusskriterien

  • Einnahme von Medikamenten, die die Zielparameter beeinflussen; Einnahme von Antibiotika in den vergangenen 6 Wochen; Erkrankungen der Leber sowie des Magen-Darm-Traktes mit Durchfällen bzw. Malabsorption; Allergien, Unverträglichkeiten oder Aversionen gegen Pilze sowie gegen Bestandteile der Testmahlzeit; Herzschrittmacher oder andere implantierte, elektronische Geräte; Schwangerschaft/Stillzeit; geplante Veränderung in Bezug auf den Lebensstil (z. B. Diät); regelmäßige Einnahme von β-glukanreichen Lebensmitteln bzw. Nahrungsergänzungsmitteln

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Erhöhter Blutzucker-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Nach Schätzungen der International Diabetes Federation haben 352,1 Millionen Menschen zwischen 20-79 Jahren (7,3 % weltweit) eine gestörte Glukosetoleranz (IGT), Tendenz steigend. Diese ist mit einem erhöhten Risiko für die Manifestation eines Diabetes mellitus Typ 2 und für kardiovaskuläre Erkrankungen assoziiert sowie mit einer gesteigerten Gesamtmortalität verbunden. Eine IGT geht häufig mit einer postprandialen Hypertriglyceridämie einher, welche als zusätzlicher Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen gilt. Daher ist eine Verminderung des postprandialen Blutglukoseanstiegs wünschenswert. Hierbei wird insbesondere der Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln als wirksame Maßnahme zur Abschwächung der postprandialen Hyperglykämie und –triglyceridämie angesehen. Speisepilze, insbesondere Austernpilze (Pleurotus ostreatus), sind reich an β-Glukanen, denen positive Effekte auf den Glukose- und Lipidstoffwechsel zugeschrieben werden. Sie besitzen hervorragende Quelleigenschaften, wodurch sie die Magenentleerung und die Freisetzung von Glukose aus Stärke verzögern. Daher sind nach Zugabe von β-glukanreichen Pilzen zu einer kohlenhydratreichen Mahlzeit günstige Effekte auf die postprandiale Stoffwechsellage sowie auf Hunger und Sättigung zu erwarten. Die Ergebnisse zur Wirkung eines regelmäßigen Verzehrs von Speisepilzen auf metabolische Zielgrößen beim Menschen sind vielversprechend, jedoch ist die Studienzahl gering und potentielle „Confounder“ (Ernährungs-, Lebensweise, Ernährungsstatus, intestinales Mikrobiom) wurden unzureichend berücksichtigt. Die postprandiale Wirkung von Speisepilzen zu einer Mahlzeit auf Glukose- und Lipidstoffwechsel, Hunger und Sättigung wurden beim Menschen bisher nicht untersucht. Die Studie soll zeigen, ob die Aufnahme von Austernpilzen zu einer Mahlzeit den Glukose- und Lipidstoffwechsel sowie Hunger und Sättigung beeinflussen kann.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.