Beschreibung der Studie

Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) sind einer der häufigsten kardialen Erkrankungen und gehen mit einer erhöhten Sterblichkeit sowie einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einher. In der Entstehung von Kardiomyopathien spielen sowohl angeborene als auch erworbene Faktoren eine wesentliche Rolle, wobei die zu Grunde liegenden genetischen und molekularen Pathomechanismen für beide Formen bis heute nur unvollständig verstanden sind. Biobanken im Allgemeinen dienen der Förderung der medizinischen Forschung. Dazu werden Biomaterialien wie Blut, Urin oder Herzmuskelgewebe sowie biographische Daten von betroffenen Patienten langfristig aufbewahrt und wissenschaftlich analysiert. Da sich in den letzten Jahren herausgestellt hat, dass Erkrankungen des Herzmuskels, wie zum Beispiel die hypertrophe Kardiomyopathie genetisch veranlagt sein können, sollen die von betroffenen Patienten erhobenen Daten und Biomaterialien dazu genutzt werden, um krankheitsbezogene genetische Mechanismen von bestimmten Formen der Kardiomyopathie aufzudecken. Ebenso kann anhand der gewonnen Biomaterialien untersucht werden, ob und welcher Weise immunvermittelte Prozesse an der Entstehung und Ausprägung der bestimmter Kardiomyopathieformen beteiligt ist. Zusätzliche Untersuchungen dienen bspw. dazu den Erfolg einer Therapie (bspw. mittels Medikamenten oder Implantation eines Defibrillators oder Resynchronisationsschrittmachers) der vorliegenden Erkrankung des Herzmuskels abzuschätzen. Hierzu werden nur Biomaterialien, die im Rahmen der üblichen Krankenversorgung anfallen, in der Biobank aufbewahrt.

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt des BCMU-Registers (Biobank Cardiomyopathien Ulm) ist der Tod jeglicher Ursache.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Ulm, Kliniken am Oberen EselsbergAlbert-Einstein-Allee 23
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • erworbene oder angeborene Form der Kardiomyopathie

Ausschlusskriterien

  • andere primäre Ursachen für Kardiomyopathie wie:
  • signifikante arterielle Hypertonie
  • ischämische Kardiomyopathie
  • toxische Kardiomyopathie
  • Aortenklappenstenose

Adressen und Kontakt

Innere Medizin II, Ulm

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Häufig gestellte Fragen

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Bestimmte Genvarianten und Mutationen sind mit dem Auftreten von zum Teil letalen Formen der Kardiomyopathie und malignen Herzrhythmusstörungen assoziiert. Zur weiteren Erforschung von pathophysiologisch relevanten Prozessen in der Genese zahlreicher Erkrankungen haben sich Biobanken in den letzten Jahrzehnten als effektive Forschungsplattform etablieren können, um individuelle Patientendaten mit molekulargenetischen Informationen verknüpfen zu können. Die Bestimmung von Biomarkern bspw. zur Abschätzung der Prognose einer Kardiomyopathie ist ebenfalls Gegenstand der aktuellen medizinischen Forschung. Um personenbezogene Daten und Krankheitsverläufe von Patienten, die an unserem Zentrum aufgrund einer Kardiomyopathie vorgestellt oder behandelt werden, mit den molekulargenetischen Informationen des jeweiligen Individuums in Verbindung zu bringen, soll Patienten biologisches Material in Form von Blut, Urin sowie Herzmuskelgewebe zu weiteren diagnostischen Zwecken entnommen werden. Mit Hilfe dieser krankheitsbezogenen Sammlung von humanen Biomaterialien und klinischen Informationen kann u.a. die Assoziation von bestimmten Genvarianten oder Mutationen mit bestimmten Kardiomyopathieformen untersucht werden. Des Weiteren sollen die gesammelten Proben und klinischen Daten der Patienten zur Identifizierung und Validierung neuer Biomarker genutzt werden, anhand derer eine individualisierte Therapie und Prognose von Patienten, die an Herzinsuffizienz leiden, ermöglicht werden soll. Ziel des Projektes ist es, für die verschiedenen Formen der Kardiomyopathien und deren Therapieverfahren Daten des Krankheitsverlaufes, insbesondere in Bezug auf Hospitalisierung, Lebensqualität, Mortalität sowie Begleit- und Folgeerkrankungen zu erheben und mit Biomarkern oder patientenspezifischen molekulargenetischen Befunden zu verknüpfen.

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