Beschreibung der Studie

Bei einem Neglect (Halbseitenvernachlässigung) handelt es sich um eine halbseitige Störung der Aufmerksamkeit, die auf eine Hirnschädigung zurückzuführen ist. Patienten mit Neglect zeichnen sich durch Schwierigkeiten in der Wahrnehmung, Reaktion und Orientierung von Objekten und anderen Stimuli aus, die auf der Seite gegenüber der Hirnschädigung erscheinen. Wir haben eine Therapie mit sich bewegenden Tönen entwickelt, die die Orientierung zur vernachlässigten Seite verbessern soll. Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir untersuchen, inwieweit Neglectpatienten von der neuen Therapieform profitieren. Zunächst werden zwei neuropsychologische Testungen durchgeführt. Danach erhalten die Patienten über einen Zeitraum von drei Wochen hinweg fünfmal wöchentlich ein je 30-minütiges Neglecttraining mit den sich bewegenden Tönen. Dazu hören sie über Kopfhörer Hörbücher oder Musik. Das Gehörte "wandert" dabei immer wieder von der rechten zur linken Kopfhörerseite und die Patienten haben die Aufgabe, sich auf die Position des Gehörten zu konzentrieren. Nach Beendigung der letzten Therapieeinheit erfolgen noch zwei neuropsychologische Abschlussuntersuchungen.

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Studiendetails

Studienziel Abweichung der subjektiven von der reellen Mitte im Linienhalbierungstest. Erfassung zweimal vor Beginn und zweimal nach Beendigung der Therapie.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Department für Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für die Interventionsgruppe gilt: Linksseitiger Neglect nach rechtsseitiger Hirnläsion, Belastbarkeit von min. 30min, Mobilisierungsfähigkeit an min. 80% der Therapieeinheiten. Die selben Einschlusskriterien galten für die historische Kontrollgruppe, deren Daten im Zeitraum Oktober 2016 bis November 2017 in der Klinik für Neurologie am Klinikum Bremen-Ost erhoben wurden.

Ausschlusskriterien

  • Normaldruckhydrocephalus, Demenz

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei diesem Forschungsprojekt handelt es sich um eine klinisch-therapeutische Pilotstudie an Patienten mit linksseitigem Neglect nach rechtshemisphärischer Läsion. Es soll untersucht werden, inwieweit Neglect-Patienten über die Spontanremission hinaus von einer auditiven Therapie mit dynamischen Hinweisreizen profitieren, d.h. inwieweit auditives Cueing die Orientierung zur kontraläsionalen Seite verbessert. Zunächst werden im Abstand von drei Tagen zwei neuropsychologische Testungen durchgeführt, mit Hilfe derer das Ausmaß der Neglectsymptomatik erfasst wird. Danach erhalten die Patienten über einen Zeitraum von drei Wochen hinweg fünfmal wöchentlich ein je 30-minütiges Neglecttraining mit dynamischen Hinweistönen. Dazu hören sie über Kopfhörer Hörbücher oder Musik. Das Gehörte "wandert" dabei immer wieder von der rechten zur linken Kopfhörerseite, es findet also ein wiederholtes auditives Cueing der vernachlässigten Raumseite statt. Die Patienten haben die Aufgabe, sich auf die Position des Gehörten zu konzentrieren. Nach Beendigung der letzten Therapieeinheit erfolgen noch zwei neuropsychologische Abschlussuntersuchungen im Abstand von drei Tagen. Als historische Kontrollgruppe dienen zwölf Neglect-Patienten, die über drei Wochen hinweg ein allgemeines neuropsychologisches Training erhalten haben.

Quelle

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