Beschreibung der Studie

Die Inzidenz thermischer Verletzungen in westlichen Industrieländern wird mit 5 - 10 % angegeben. In Deutschland erleiden jährlich ca. 20.000 Kinder und Erwachsene eine thermische Verletzung unterschiedlichen Schweregrades. Thermische Verletzungen zählen zu den schwersten und mit ihren Folgen auch zu den nachhaltigsten Traumen. Thermische Verletzungen bei Kindern beruhen in >70% auf Schädigung durch Verbrühung (AWMF Leitlinie). Mögliche Narbenbildung kann eine lebenslange Stigmatisierung betroffener Patienten verursachen und wegen funktioneller und ästhetischer Defizite Korrekturoperationen bis in das Erwachsenenalter nach sich ziehen. Eine optimale plastisch chirurgische und intensivmedizinische Wundversorgung soll dies verhindern. Die Wundheilung setzt aber ein Fibroblastenwachstum auf der Basis eines stabilisierten Fibrinthrombus voraus. Die Transglutaminase Faktor XIII nimmt hier eine Sonderstellung unter den Gerinnungsfaktoren ein. Das Wirkspektrum umfasst neben prokoagulatorischen Effekten mit Quervernetzung der Fibrinfäden und Integration von α2-Antiplasmin auch inflammatorische und proangiogenetische Effekte (Weber et al). Einzelne Studien konnten zeigen, dass insbesondere Patienten mit thermischen Verletzungen einen erworbenen Faktor XIII Mangel aufweisen können (Burckhardt et al). Die Prävalenz bei Kindern und Auswirkungen auf die Wundheilungsprozesse sind völlig unklar. Ziel der Studie ist die Ermittlung der Prävalenz eines Faktor XIII Mangels bei Patienten ≤18 Jahren mit moderaten und schweren thermischen Verletzungen (≥10% VKOF – verbrannter Körperoberfläche) sowie die Ermittlung der Prävalenz von Blutungskomplikationen, thrombotischen Komplikationen sowie Wundheilungsstörungen.

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Studiendetails

Studienziel Prävelanz Faktor XIII Mangel bei thermischen Verletzungen Rekrutierungsort: Dr. von Haunersches Kinderspital, Deutschland Start: 7/2018 Faktor XIII Messung an Tag 0, 1, 5, 10, 20
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle CSL Behring

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Kinder ≤ 18 Jahren, die aufgrund von moderaten und schweren Thermischen Verletzungen (≥ 10% VKOF) auf der Verbrennungsstation im Dr. von Haunerschen Kinderspital betreut werden

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Kinderintensivstation, Abt. Päd. HämostaseologieKinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, München

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Die Inzidenz thermischer Verletzungen in westlichen Industrieländern wird mit 5 - 10 % angegeben. In Deutschland erleiden jährlich ca. 20.000 Kinder und Erwachsene eine thermische Verletzung unterschiedlichen Schweregrades. Thermische Verletzungen zählen zu den schwersten und mit ihren Folgen auch zu den nachhaltigsten Traumen. Thermische Verletzungen bei Kindern beruhen in >70% auf Schädigung durch Verbrühung (AWMF Leitlinie). Mögliche Narbenbildung kann eine lebenslange Stigmatisierung betroffener Patienten verursachen und wegen funktioneller und ästhetischer Defizite Korrekturoperationen bis in das Erwachsenenalter nach sich ziehen. Eine optimale plastisch chirurgische und intensivmedizinische Wundversorgung soll dies verhindern. Die Wundheilung setzt aber ein Fibroblastenwachstum auf der Basis eines stabilisierten Fibrinthrombus voraus. Die Transglutaminase Faktor XIII nimmt hier eine Sonderstellung unter den Gerinnungsfaktoren ein. Das Wirkspektrum umfasst neben prokoagulatorischen Effekten mit Quervernetzung der Fibrinfäden und Integration von α2-Antiplasmin auch inflammatorische und proangiogenetische Effekte (Weber et al). Einzelne Studien konnten zeigen, dass insbesondere Patienten mit thermischen Verletzungen einen erworbenen Faktor XIII Mangel aufweisen können (Burckhardt et al). Die Prävalenz bei Kindern und Auswirkungen auf die Wundheilungsprozesse sind völlig unklar. Ziel der Studie ist die Ermittlung der Prävalenz eines Faktor XIII Mangels bei Patienten ≤18 Jahren mit moderaten und schweren thermischen Verletzungen (≥10% VKOF – verbrannter Körperoberfläche) sowie die Ermittlung der Prävalenz von Blutungskomplikationen, thrombotischen Komplikationen sowie Wundheilungsstörungen.

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