Beschreibung der Studie

Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung ereignen sich häufig im Verlauf von Psychotherapien. Der erfolgreiche Umgang mit diesen Situationen ist Voraussetzung für den Therapieerfolg und gleichzeitig ein entscheidender Wirkmechanismus. Jedoch fällt es Therapeuten häufig schwer, solche Spannungen und Krisen rechtzeitig wahrzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Spezifische Trainings, die hier ansetzen, sind daher sinnvoll. Das allianzfokussierte Training (Safran & Muran, 2000, Eubanks-Carter, Muran & Safran, 2015) ist ein vielversprechender Ansatz, therapeutische Fähigkeiten im Umgang mit Spannungen und Krisen in der Therapiebeziehung zu verbessern. Die Studie untersucht, ob Psychotherapeuten in Ausbildung, die das allianzfokussierte Training erhalten, bessere Therapieergebnisse in ihren Behandlungen depressiver Patienten erzielen als Therapeuten, die ein Training nach Routinebedingungen absolvieren.

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Studiendetails

Studienziel Zahl an Therapieabbrechern, Patientendropout (Dropoutinterview), depressive Symptome (BDI-II)
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Psychologische Hochschule Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ambulante Psychotherapie (VT oder TP), wöchentliche SItzungen je 50 Minuten
  • weiblich oder männlich
  • Unipolare affektive Störung (ICD-10: F32, F33; F34.1)
  • BDI-II score ≥ 14,29
  • 18 Jahre
  • Informierte Zustimmung

Ausschlusskriterien

  • Akute oder vergangene psychotische Störung oder Demenz
  • Substanzabhängigkeit (aktuell oder während der letzten 12 Monate)
  • Akute Suizidalität
  • begleitende Psychotherapie
  • Pharmakotherapie (außer Antidepressiva) oder Wechsel antidepressiver Therapie innerhalb des letzten Monats
  • Ungenügende Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

Psychologische Hochschule Berlin, Berliner Akademie für Psychotherapie, Institut für Psychotherapie Potsdam, DGVT-Ausbildungszentrum Berlin,, Berlin

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Akademie für Psychotherapie Erfurt, Sächsisches Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie, Zentrum für Psychotherapie Chemnitz, Dresdner Institut für Psychodynamische Psychotherapie, Leipzig/Dresden/Erfurt

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Universität Witten/Herdecke, Witten/Herdecke

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Häufig gestellte Fragen

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Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung ereignen sich zwangsläufig und häufig im Verlauf von Psychotherapien. Sie sind ein hohes Risiko für vorzeitige patientenseitige Therapieabbrüche und schlechte Therapieergebnisse. Therapeuten gelingt es oft nicht, solche Spannungen und Krisen ausreichend sensibel wahrzunehmen oder es fällt ihnen schwer, konstruktiv damit umzugehen. Vorzeitige Therapieabbrüche kommen unter depressiven Patienten besonders häufig vor – bis zu einem Drittel dieser Patienten brechen die Therapie vorzeitig ab. Trotz der Bedeutung der Spannungen und Krisen im klinischen Alltag und trotz der potenziell schwerwiegenden Folgen eines inadäquaten therapeutischen Umgangs mit ihnen, werden entsprechend zu erlangende Fähigkeiten in den Curricula der Psychotherapieausbildung bislang nicht systematisch aufgegriffen und trainiert. Das allianzfokussierte Training (AFT, Eubanks-Carter, Muran & Safran, 2015) ist ein vielversprechender Ansatz, therapeutische Fähigkeiten im Umgang mit Spannungen und Krisen in der Therapiebeziehung therapieschulenunabhängig zu verbessern unter Einsatz von Videoaufzeichnungen von Therapiesitzungen und Rollenspielen. Bisherige Forschung einschließlich einer eigenen Pilotstudie (gefördert von der Heigl-Stiftung) sprechen für das große Potenzial des Ansatzes. Jedoch fehlen bislang Wirksamkeitsbelege aus RCTs. Im beantragten Projekt soll die Wirksamkeit von AFT getestet werden (vs. Psychotherapieausbildung nach Routinebedingungen, TAU) an Psychotherapeutinnen und -therapeuten in Ausbildung, die Patienten mit einer depressiven Störung mit entweder Verhaltenstherapie (VT) oder Tiefenpsychologisch fundierter Therapie (TP) behandeln. Es handelt sich um eine prospektive clusterrandomisierte multizentrische Studie im Parallelgruppendesign, stratifiziert nach kooperierendem Ausbildungsinstitut und Therapieverfahren (VT, TP) mit einer aktiven Kontrollgruppe. Psychotherapeutinnen und –therapeuten in Ausbildung (VT, TP) werden randomisiert AFT oder TAU zugewiesen. Die Patienten werden geclustert den PsychotherapeutInnen in Ausbildung, die entweder AFT oder TAU erhalten, zugewiesen. Co-Primäre Hypothesen sind: 1. Die Therapieabbrecherrate nach 24 Sitzungen ist niedriger in der AFT-Gruppe im Vergleich zu TAU (superiority). 2. In der AFT-Gruppe wird nach 24 Sitzungen eine der TAU-Gruppe vergleichbare Reduktion depressiver Symptome erwartet (non-inferiority with a non-inferiority margin of 8.46 BDI-II units). Darüber hinaus erwarten wir einen stärkeren Rückgang von Ängnstlichkeit, somatischen Beschwerden, persönlichkeitsstrukturellen Problemen, interpersonellen Problemen und eine stärkere Zunahme der Lebensqualität in der AFT- im Vergleich zur TAU-Gruppe. Eine weitere Hypothese ist, dass die therapeutische Allianz und die interpersonellen therapeutischen Fähigkeiten Mediatoren für die besseren Therapieergebnisse sind. Outcomedaten werden erhoben zu Baseline und nach der 8., 16. Und 24. Sitzung (post). Die Therapiedauer wird zunächst für 24 Sitzungen geplant und kann bis zu 60 Sitzungen verlängert werden. Die Studie soll damit einen Beitrag dazu leisten, die Psychotherapieausbildung und das Therapieergebnise für Patienten mit depressiver Störungen zu verbessern.

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