Beschreibung der Studie

Internationale Richtlinien empfehlen Selbstpflege als festen Bestandteil des Herzinsuffizienz-Managements. Trotz des vorhandenen Nachweis zur Wirksamkeit von Selbstpflege befolgen Herzinsuffizienz-Patienten die empfohlenen Selbstpflegemaßnahmen oft nicht. Das Selbstpflegeverhalten kann jedoch durch entsprechende verhaltensändernde Interventionen verbessert werden. Bisherige Studien haben jedoch unterschiedlliche Ergebnisse hinsichtlich der Verbesserung der Selbstpflege-Adhärenz (Befolgung von Selbstpflegemaßnahmen) gezeigt. Als Gründe werden fehlende theoretische Untermauerung sowie eine unzureichende Beschreibung der Intervention genannt, wodurch eine Bestimmung der zugrunde liegenden Mechanismen und die Möglichkeit zur Wiederholbarkeit verhindert werden. Ziel dieser Studie ist die Entwicklung eines theoriebasierten verhaltensändernden Interventionskonzepts in Form eines Manuals, welches die in der Literatur beschriebenen Bezeichner zur Wiederholbarkeit von Interventionen beinhaltet. Das Interventionsmanual soll dann als Grundlage für die spätere Durchführung einer Untersuchung dienen, dessen Ziel die Verbesserung der Befolgung von Selbstpflegemaßnahmen ist.

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Studiendetails

Studienziel Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Angabe zum primären Endpunkt der Studie gemacht werden, da das Interventionskonzept zunächst einmal entwickelt werden muss.
Status Teilnahme nur nach Einladung
Zahl teilnehmender Patienten 17
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG); Lebenswissenschaften 3: Medizini
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Qualitative halbstrukturierte Interviews mit ca. 15-17 Vertretern zentraler Interessengruppen (d.h. denjenigen, die von der Intervention betroffen sind oder an ihrer Entwicklung oder Durchführung beteiligt sind) werden unter Verwendung der "Normalisation Process Theory" durchgeführt, um die Interviewfragen zu leiten.
  • Die 15-17 "key stakeholder" werden deutschlandweit zu einem späteren Zeitpunkt (Phase 4) für die Durchführung semi-strukturierter Interviews rekrutiert. Die Interviews werden an Orten stattfinden, die für die "Key stakeholder" nach ihren Vorlieben bequem zu erreichen sind.

Ausschlusskriterien

  • nicht zutreffend

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Häufig gestellte Fragen

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Obwohl internationale Richtlinien Selbstpflege als festen Bestandteil des Herzinsuffizienz-Managements empfehlen, und trotz vorhandener Evidenz positiver Resultate durch Selbstpflege, befolgen Patienten die ihnen empfohlenen Selbstpflegemaßnahmen oft nicht. Die Selbstpflege bei Herzinsuffizienz kann jedoch durch entsprechende verhaltensändernde Interventionen modifiziert und somit verbessert werden. Bisherige Interventionen zur Optimierung des Selbstmanagements haben geringe Erfolge in der Verbesserung der Selbstpflege-Adhärenz gezeigt, da sie weder theoriebasiert noch klar definiert waren, wodurch eine Identifizierung der zugrunde liegenden ursächlichen Mechanismen sowie die Transparenz und die Reproduzierbarkeit verhindert wurden. Ziel dieser Studie ist es, ein Interventionsmanual zu entwickeln, welches theoriebasierte, verhaltensändernde Interventionen enthält, die mit Hilfe von acht Deskriptoren umfänglich beschrieben werden sollen. Das Interventionsmanual dient als Grundlage für die spätere Durchführung einer exploratorischen Untersuchung, deren Ziel die Adhärenzverbesserung ist. Die Entwicklung der verhaltensändernden Interventionen beruht auf einem Arbeitsprogramm bestehend aus vier Phasen (Phase 1-4). Die verhaltensändernden Interventionen basieren auf sog. “Statements of findings“, die im Rahmen unserer qualitativen Metasynthese (HE 7352/1-1) entwickelt wurden sowie auf den Ergebnissen der quantitativen Metaanalyse von Kessing et al. (2016). Die Metasynthese (qualitative) als auch die Metaanalyse (quantitativ) dienen als Grundlage zur Extraktion von Faktoren, die mit Adhärenz bzw. Non-Adhärenz hinsichtlich der Selbstpflege einhergehen (Stufe 1). Einerseits soll bereits bestehendes adhärenzförderndes Selbstpflegeverhalten weiter gestärkt werden; adhärenzhinderliches Verhalten hingegen soll modifiziert und durch wünschenswerteres Verhalten ersetzt werden. Die mit Adhärenz bzw. Non-Adhärenz assoziierten Verhaltensweisen werden extrahiert und dann auf dem “Capability, Opportunity, Motivation and Behaviour“ (COM-B) Verhaltensmodell abgebildet, so dass der zugrunde liegende kausale Mechanismus erfasst werden kann (Stufe 2). Um nun das Verhalten entsprechend zu verändern, wird die ’Taxonomy of Behaviour Change Techniques’ verwendet, mit dem Ziel, entweder adhärenzförderndes Verhalten zu stärken oder adhärenzhinderliches Verhalten zu modifizieren (Stufe 3). Die entsprechenden verhaltensändernden Interventionen werden dann mit Hilfe der „Normalisation Process Theory“ (NPT) auf lokale Verhältnisse angepasst, so dass sie effektiv und nachhaltig in den klinischen Alltag integriert werden können. Abschließend wird die Delphi-Methode eingesetzt, um den Inhalt und die Akzeptanz des Interventionsmanuals feinzujustieren (Stufe 4). Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Pilotierung und Implementierung zukünftiger Interventionen zur Verbesserung der selbstpflegerischen Patientenadhärenz in das deutsche Gesundheitssystem erhöht werden.

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