Beschreibung der Studie

Das Ziel dieser prospektiven Studie unserer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik ist es zu evaluieren, ob die präoperative Edukation des Patienten mit einem oralen Plattenepithelkarzinom (PLE-Ca) einen positiven Einfluss auf die Schmerzentstehung, -intensität und -wahrnehmung, die Erfordernisse der postoperativen Schmerztherapie und die Schmerzchronifizierung, sowie das allgemeine Wohlbefinden des Patienten hat. Dieser Zusammenhang soll sowohl für den Akutschmerz als auch für den chronischen Schmerz untersucht werden. Dafür werden insgesamt 100 Tumorpatienten mit oralen Plattenepithelkarzinomen in die Studie eingeschlossen.

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Studiendetails

Studienziel Momentane Schmerzintensität gemessen auf der Numerischen Schmerzbewertungsskala (numerical rating scale, 0-10, NRS) am Tag der Aufnahme (Zeitpunkt T0), am 3-5 Tag nach der Tumorresektion (Zeitpunkt T1), bei Entlassung (Zeitpunkt T2).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle MKG Chirurgie Universitätsklinikum Erlangen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientin mit oralen Plattenepithelkarzinomen

Ausschlusskriterien

  • unter 18 Jahre
  • mit vorausgegangenen malignen Tumorerkrankungen der Kopf-Halsregion
  • mit vorausgegangenen malignen Tumorerkrankungen außerhalb der Kopf-Halsregion in den letzten 5 Jahren
  • psychiatrischen Erkrankungen
  • chronischen Schmerzen außerhalb der Mund-, Kiefer-, und Gesichtsregion und/oder chronischen Schmerzsyndromen,
  • Zustand nach Radiatio der Kopf-, Halsregion
  • chronischer Einnahme von Analgetika, Antidepressiva, Anxiolytika, Antirheumatika, Neuroleptika, Antikonvulsiva
  • hepatische Enzephalopathie
  • demente und betreute Patienten

Adressen und Kontakt

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Uniklinikum Erlangen, Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Der Schmerz und nicht die chirurgische Intervention an sich scheint die Hauptangst des chirurgischen Patienten zu sein (Wahrfield und Kahn, 1995). Eine gute postoperative Schmerztherapie ist Teil einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung im Hinblick auf die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten (DIVS). Eine zeitgerechte Schmerztherapie kann das Entstehen von chronischen Schmerzen vermeiden und gilt als wichtiger Prognosefaktor der Effektivität der Schmerztherapie, insbesondere bei Tumorpatienten (Fainsinger et. al., 2009). Perioperative Schmerztherapie richtet sich nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO pain ladder). Dieses wurde initial für die Schmerztherapie bei Tumorpatienten erstellt und stellt eine Schmerztherapieempfehlung in Form eines dreistufigen Therapieschemas dar (WHO). Es beginnt mit Nicht-Opioid-Analgetika und reicht bis zur Gabe von starken Opioiden. Der deutsche Schmerzfragebogen wurde ausgewählt, da es sich um einen validierten und standardisierten Fragebogen der Deutschen Schmerzgesellschaft handelt, welcher lizenzfrei verwendet werden kann. Er kann sowohl bei der Aufnahme des Patienten als auch im Rahmen der Verlaufsdokumentation eingesetzt werden und dient als Screening-Instrument für neue Patienten mit chronischen Schmerzen, als Basis ‘‘für die erweiterte ärztliche und psychologische Anamnese‘‘ und für die Untersuchung des Patienten im Rahmen eines Follow-ups (Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.). Er wird auch als Grundlage für die Qualitätssicherung in der Schmerztherapie eingesetzt. Die Psychoedukation ist ein wichtiger Bestandteil der kognitiven Verhaltenstherapie (Sieberg et al., 2012). Ziel einer Patientenedukation ist es, die Symptome einer Erkrankung besser zu verstehen und somit durch die Reduzierung der Ängste zu einer Entlastung des Patienten zu führen (Wager, 2015). Gleichzeitig kann durch die Identifizierung der Einstellung des Patienten gegenüber dem Schmerz eine Anpassung des Behandlungskonzeptes erfolgen und somit auch eine ‘‘Anpassung eines nicht-zielführenden Störungskonzeptes‘‘ (Wager, 2015). Die Implementierung von psychoedukativen Maßnahmen in der medizinischen Therapie von chronischen Schmerzen wurde bereits in der Leitlinie zur Therapie von nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung bei Kindern aufgenommen (AWFM 051/001). Die Erklärung der Unterschiede zwischen dem akuten und chronischen Schmerz und des Schmerzentstehungsmechanismus- im Sinne eines bio-psycho-sozialen Models sind Kernpunkte der Edukation. Ziel unserer prospektiven Studie ist es, den Effekt einer präoperativen Edukation von Tumorpatienten in einer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik in Bezug auf die Schmerzentstehung, die Unterschiede zwischen dem akuten und dem chronischen Schmerz, die Möglichkeiten der postoperativen Schmerztherapie und die Schmerzchronifizierung zu messen. Arbeitshypothese Es gibt Unterschiede in der momentanen Schmerzintensität zwischen der Gruppe der Tumorpatienten mit oralen PLE Karzinomen die eine präoperative Schmerzedukation erhalten haben im Vergleich zur Kontrollgruppe Sekundäre Hypothesen dieser Studie sind: 1. Es gibt Unterschiede in der durchschnittlichen und größten Schmerzintensität, dem allgemeinen Wohlbefinden, der schmerzbedingten Beeinträchtigung und der DASS (Depression, Anxiety and Stress- scale) zwischen der Gruppe der Tumorpatienten mit oralen PLE Karzinomen die eine präoperative Schmerzedukation erhalten haben im Vergleich zur Kontrollgruppe 2. Es ist ein längerfristiger positiver Einfluss der präoperativen Schmerzedukation auf die Schmerzintensität, dem allgemeinen Wohlbefinden, dem Wert des DASS und der schmerzbedingten Beeinträchtigung 6 Monate (plus/minus 2 Wochen) nach Entlassung vorhanden. Es handelt sich um eine prospektive Studie mit einer definierten Population, einem Hauptendpunkt und einer standardisierten und validierten Untersuchungs- und Auswertungsmethode.

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