Beschreibung der Studie

Thoraxdrainagen sind wichtige Drainagesysteme zur Behandlung thoraxspezifischer Krankheiten, wie z. B. Pneumothorax oder immer wieder auftretende Pleuraergüsse. Manche Patienten erhalten, je nach Schweregrad der Erkrankung, eine nur während des stationären Aufenthalts kurzzeitig liegende Thoraxdrainage, bei Patienten aber, die beispielsweise unter immer wieder auftretenden Pleurergüssen leiden, wird eine dauerhaft liegende Thoraxdrainage (PleurX™) implantiert. Diese Patienten werden auch mit der dauerhaft liegenden Thoraxdrainage nach Hause entlassen und können demnach, in den meisten Fällen, ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Das Management dieser Drainage kann sowohl über den ambulanten Pflegedienst, als auch durch den Patienten selbst oder seine Familienangehörigen erfolgen, wobei die beiden zuletzt genannten Personengruppen gut informiert und geschult sein sollten, um ein adäquates Drainagemanagement auch durchführen zu können. Hinsichtlich dieses Aspekts wird in dem vorliegenden Projekt der Fokus auf die Familienangehörigen gelegt. Anhand von Interviews soll nämlich herausgefunden werden, wie Angehörige den häuslichen Alltag mit Betroffenen mit solch einer PleurX™ - Drainage erleben und inwiefern sie das Selbstmanagement gemeinsam bewältigen. Das Interview sollte nach Möglichkeit im häuslichen Setting stattfinden, da die äußeren Gegebenheiten, in der die Familie lebt, aber auch die gesamte Familienkonstellation eine wichtige Rolle spielen und in die Auswertung der Ergebnisse mit einfließen. Die hierbei erhobenen Daten sowie die transkribierten Interviews werden schließlich ausgewertet und stellen damit das wesentliche Ziel dieses Projekts dar. Als Auswertungsverfahren wurde die sogenannte "Fallrekonstruktive Familienforschung", nach Hildenbrand, ausgewählt. Der positive Nutzen dieses Projekts soll sein, anhand der im narrativen Stil geführten Interviews herauszufinden, wie Angehörige mit dem Selbstmanagement der Drainage von Betroffenen zurechtkommen. Zudem sollen ein möglicher Unterstützungsbedarf oder Probleme im Umgang damit aufgedeckt, Defizite gelöst oder in Zukunft gar vermieden werden können. Ziel dabei ist, die Angehörigen vermehrt in das Selbstmanagement von Betroffenen mit einer Drainage mit einzubeziehen, hierbei unterstützend mitzuwirken oder das Drainagemanagement bei Betroffenen gar selbst durchzuführen.

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Studiendetails

Studienziel Das Ziel dieser Studie ist nun herauszufinden, wie die Familienmitglieder von Patienten mit einer dauerhaft liegenden PleurX™ - Drainage das Selbstmanagement erleben und bewältigen. Als Grundlage hierzu dienen die sechs Fähigkeiten des Selbstmanagements, wobei alle wichtigen Aspekte dieses Themenbereichs erfasst werden sollen. Anhand der transkribierten Interviews, die im semistrukturierten und narrativen Stil durchgeführt werden, des Beobachtungsprotokolls der Umgebung bzw. Auffälligkeiten und der aufgeführten Familienkonstellation soll ermittelt werden, wie gut oder wie schlecht das Selbstmanagement aus Sicht der Angehörigen funktioniert. Auch soll das Verständnis dafür geweckt werden, aus welchen Motiven heraus die Angehörigen unterstützen, wobei sie genau Unterstützung leisten, wie es ihnen damit geht und welche Unterstützungsmöglichkeiten sie selbst benötigen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 7
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Albert - Ludwigs - Universität Freiburg / Universitätsklinikum FreiburgMedizinische Fakultät, Institut für Pflegewissenschaft / Klinik für Thoraxchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • mindestens 18 Jahre alt;
  • Patienten haben seit mindestens drei Monaten eine dauerhaft liegende PleurX™ - Drainage implantiert; - zu Ort, Zeit, Person und Situation vollkommen orientiert;
  • der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig;
  • Familie entscheidet selbst, wer am Interview teilnimmt, dies können, außer Angehörigen oder Partner, auch enge Vertraute, beispielsweise aus der Nachbarschaft, sein;
  • Wohnort der Teilnehmer: Umkreis von Freiburg, nicht mehr als 100 km.

Ausschlusskriterien

  • Palliative Patienten;
  • Ablehnung der Teilnahme

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Thoraxdrainagen haben sich in der heutigen Medizin als effektive Behandlungsmethode für thoraxspezifische Krankheiten bestens etabliert. Manche Drainagen werden, je nach Krankheitsbild, nur kurzzeitig gelegt, etwa bei stationärer Behandlung, andere wiederum, beispielsweise die PleurX™ - Drainagen, können über einen längeren Zeitraum, auch über Jahre im Körper eines Menschen verbleiben, so dass die Betroffenen das Drainagemanagement zu Hause selbst durchführen. In nicht seltenen Fällen unterstützen die Angehörigen das Selbstmanagement der Patienten im Umgang mit der Drainage, indem sie beispielsweise die Flüssigkeit der Drainage ablassen und dokumentieren. Trotz ausführlicher Recherche konnten keine Quellen gefunden werden, die das Erleben und Bewältigen des Selbstmanagements der Drainage aus der Sicht von Familienangehörigen darstellt. Ziel dieses Projekts soll sein, das Erleben und Bewältigungshandeln des Selbstmanagements mit der PleurX™ - Drainage aus der Sicht der Familienmitglieder zu beleuchten. Die Forschungsfrage wurde wie folgt formuliert: Wie erleben und bewältigen Familienmitglieder von Patienten mit einer PleurX™ – Drainage das Selbstmanagement im häuslichen Alltag? Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage wird die Methodologie der Fallrekonstruktiven Familienforschung gewählt. Für die Datenerhebung werden qualitative Interviews mit betroffenen Familien geführt. Aufgrund der Vulnerabilität der Gruppe ist es nötig, dass alle ethischen Belange, wie ein positives Votum der Ethikkommission, Datenschutz, Patienteninformation und –einwilligung etc. beachtet werden. Das Ergebnis dieses Projekts sollte wichtige Erkenntnisse zum o. g. Thema liefern. Es soll herausgefunden und anschließend erklärt werden, wie das Selbstmanagement der Betroffenen im familiären Bereich abläuft, ob es Probleme gibt, die aufgrund mangelnder Information und Beratung auftreten, die emotionale Komponente mit eingeschlossen. Für die Zukunft können anhand der Ergebnisse neben Verbesserungen in Bezug auf das Managen der Drainage, auch die Entwicklung von Edukationsprogrammen für die hier fokussierten Betroffenen und ihre Familien erzielt werden.

Quelle

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