Beschreibung der Studie

Im Rahmen dieser Studie soll eine Differenzierung von Schlafstörungen bei Soldaten mit einer einsatzbedingten Posttraumatischen Belastung ("Kriegstrauma") im Vergleich zu Gesunden und an einer Depression erkrankten Soldaten stattfinden. Es sollen mittels Polysomnographie die Parameter Einschlaflatenz, Gesamtdauer des REM Schlafes und Gesamtdauer des Tiefschlafes untersucht werden. Hier kann anhand der elektrophysiologischen Parameter das Schlafverhalten untersucht werden. Mit der Studie soll evaluiert werden, ob es spezifische Unterschiede von Schlafstörungen bei Soldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung im Vergleich zu Soldaten mit einer Depression und einer gesunden Kontrollgruppe gibt.

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Studiendetails

Studienziel Analysiert wurden die Effekte der Gruppenzugehörigkeit, der Medikation sowie der Interaktion Gruppe x Medikation auf folgende Variablen sprich Polysomografie Parameter: Einschlaflatenz, REM-Schlaf-Latenz sowie Anteile von Tiefschlaf und REM-Schlaf. Polysomnografie Bei dem in dieser Studie eingesetzten Gerät zur Erfassung des Schlafs handelt es sich um Somnowatch TM plus ®. Es beinhaltet ein 6-kanaliges Elektroenzephalogramm (F3, F4, C3, Cz, C4, P3, P4), Elektromyogramm zur Registrierung des Muskeltonus, Elektrookulogramm zur Erfassung von Augenbewegungen sowie eine Aktigraphie zur Erfassung von Körperlage und von Bewegungsmustern. So kann eine vollständige Differenzierung der Schlafstadien in REM, 1,2 und Tiefschlaf erfolgen, sowie deren prozentualer Anteil an der Schlafdauer und ihre Abfolge im gesamten Schlafzyklus bestimmt werden
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 141
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf Institut für Medizinische Pschologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Stichprobe von Probanden mit gemäß ICD-10 diagnostizierter posttraumatischer Belastungsstörung (F43.1) bzw. depressiver Erkrankung (F32, F33) wurden aus den regulären stationären Aufnahmen des Zentrums für Seelische Gesundheit des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg (ZfSG am BwKrhs HH) rekrutiert. In dieser Studie einbezogen sind nicht nur Soldaten mit einsatzbezogenem Trauma, sondern auch Soldaten, die unter Einhaltung der Diagnosekriterien gemäß ICD-10 eine PTBS ohne (offensichtlichen) militärischen Bezug entwickelt haben.

Ausschlusskriterien

  • Es wurden folgende Ausschlusskriterien festgesetzt gemäß ICD-10: psychotische Störung (F20-F29), manische Störung, bipolare Störung (F30, F31), Persönlichkeitsstörungen (F60-F69), Alkohol- und/oder Drogenabhängigkeit (F10-F19), neurologische Erkrankungen mit Beteiligung des ZNS, Schlaf-Apnoe Syndrom und weitere organische Schlafstörungen (G47.-) sowie nichtorganische Schlafstörungen (F51.-) mit Ausnahme von Alpträumen (F51.5). Zudem wurden Probanden ausgeschlossen, die eine Nebendiagnose aus der jeweils anderen Gruppe erhielten (hier PTBS und Depression).

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Diese Studie hat zum Ziel, die Schlafarchitektur von Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) im Vergleich zu an einer Depression Erkrankten sowie psychisch gesunden Probanden zu untersuchen. Methode: : 45 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten mit PTBS, 72 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten mit Depression und 24 gesunde Kontrollprobanden wurden über 24 Stunden polysomnografisch untersucht. Analysiert wurden die Effekte der Gruppenzugehörigkeit, der Medikation sowie der Interaktion Gruppe x Medikation auf folgende Variablen: Einschlaflatenz, REM-Schlaf-Latenz sowie Anteile von Tiefschlaf und REM-Schlaf. Ergebnisse: Die Einschlaflatenz zeigte sich sowohl in der PTBS- als auch in der Depressions-Gruppe signifikant verlängert. Zudem war die Einnahme von psychotroper Medikation mit einer signifikanten Verlängerung der REM-Schlaf-Latenz assoziiert und der REM-Schlaf-Anteil war in der PTBS-Gruppe höher als in der Depressions-Gruppe. Schlussfolgerung: Die Effekte auf die Einschlaflatenz sind insofern von besonderer klinischer Relevanz, da diese laut Vorstudien eine große Bedeutung für die subjektive Schlafqualität hat. Möglicherweise ist die verlängerte Einschlaflatenz in der PTBS-Gruppe dabei nicht nur ein Traumafolgesymptom, sondern könnte sich auch störungsaufrechterhaltend auswirken.

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