Beschreibung der Studie

Die Binge-Eating-Störung (BED) ist durch wiederkehrende Essanfälle gekennzeichnet und geht mit ausgeprägten Schwierigkeiten im Gewichtsmanagement einher. Es wird angenommen, dass diese Schwierigkeiten auf Beeinträchtigungen im Umgang mit Nahrungsmitteln zurückzuführen sind, beispielsweise den Impuls zu essen nicht hemmen zu können. Diese Merkmale bilden sich auch neuronal ab, d.h. Hirnareale, die für die Kontrolle solcher Impulse verantwortlich sind, werden unter- bzw. überaktiviert. Das Neurofeedback ist eine computergestützte Trainingsmethode, bei der Patienten lernen, ihre Hirnaktivität über eine visuelle Rückmeldung (Feedback) zu den Hirnströmen zu regulieren. Dafür bekommt der Patient über einen Bildschirm bildlich dargestellt, was das Gehirn gerade tut. Neurofeedback, das auf funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) beruht, stellt einen neuen Ansatz dar. Mit diesem können spezifische Hirnareale gezielt angesteuert und trainiert werden, was mit dieser Studie gezeigt werden soll. Eine weitere Möglichkeit stellt das Elektroenzephalographie- (EEG-) Neurofeedback dar. Erste Ergebnisse bei Menschen mit Essproblemen und BES lassen vermuten, dass EEG-Neurofeedback auch Essanfälle und die Impulskontrolle bei Nahrungsmitteln verbessern kann.

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Studiendetails

Studienziel Unterschiede in der Anzahl der Essanfälle zum Zeitpunkt direkt nach Behandlung zwischen den Gruppen unter Berücksichtigung der Werte zu Baseline.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 78
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle BMBF

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Vollsyndrom der Binge-Eating-Störung (BED) oder BED mit niedriger Frequenz und/oder begrenzter Dauer nach DSM-5
  • BMI: 25,0 - 45,0 kg/m2
  • Schriftliche Einwilligung nach Aufklärung
  • Ausreichende Deutschkenntnisse
  • Vertretbarer Anfahrtsweg zur IFB-Ambulanz

Ausschlusskriterien

  • Schwere somatische Zustände (z.B. neurologische Störungen, Schlaganfall, Kopfverletzung)
  • Schwere psychische Störungen (z.B. psychotische Störung, Suizidalität, Medikamentenmissbrauch, ADHS, Entwicklungs- oder geistige Behinderung)
  • Hör-, Seh- oder Sprachbehinderung mit Auswirkung auf die Testprozedur
  • Frühere oder geplante bariatrische Operationen
  • Einnahme von Medikamenten, die das Gewicht oder die beeinflussen (z.B. Antipsychotika).
  • Laufende Psychotherapie
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Adressen und Kontakt

Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Leipzig

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Häufig gestellte Fragen

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Die Binge-Eating-Störung (BED), die durch wiederkehrende Essanfälle gekennzeichnet ist, ist eine hoch prävalente Essstörung bei behandlungsaufsuchenden Personen mit Adipositas und geht mit ausgeprägten Schwierigkeiten einher, den durch konservative Gewichtsreduktionsprogramme erzielten Gewichtsverlust langfristig aufrecht zu erhalten. Es wird angenommen, dass diese Schwierigkeiten mit Beeinträchtigungen in der Selbstregulation verbunden sind, einschließlich einer erhöhten Reaktivität auf Nahrung, reduzierten Inhibitionskontrolle und erhöhten Belohnungssensitivität, die sich in der differentiellen, nahrungsspezifischen neurophysiologischen Aktivierung von Hirnarealen abbildet, die für Inhibitionskontrolle und Belohnungsprozesse verantwortlich sind. Diese zugrunde liegenden neurobehavioralen Besonderheiten in der Behandlung der BED gezielt zu berücksichtigen, könnte die BED-Symptomatik verbessern und die Aufrechterhaltung der Gewichtsreduktion fördern. Neurofeedback ist eine Form des Biofeedbacks, mit dem die Hirnaktivität über ein visuelles Echtzeitfeedback der Hirnströme über eine Computer-Hirn-Schnittstelle willkürlich reguliert werden kann. Zunehmende Evidenz liegt vor zur Wirksamkeit von Elektroenzephalographie- (EEG-) Neurofeedback in Bezug auf eine Verbesserung der Selbstregulation bei psychischen Störungen, die hohe Komorbiditätsraten mit BED und Adipositas aufweisen, wie die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Vorläufige Ergebnisse in subklinischen Stichproben von Personen mit gestörtem Essverhalten und BED legen nahe, dass EEG-Neurofeedback die Essanfallssymptomatik und nahrungsspezifische Selbstregulation verbessern kann. Neurofeedback basierend auf funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) ist einer der bildgebenden Ansätze des Neurofeedbacks, mit dem spezifische Hirnareale gezielter erreicht und trainiert werden können. Gleichzeitig besitzt fNIRS ein starkes Disseminationspotential für die klinische Praxis. Bislang existieren jedoch lediglich Proof-of-Concept-Studien zu fNIRS. Das Ziel dieser Studie ist es, die Machbarkeit und Wirksamkeit eines nahrungsspezifischen fNIRS-Neurofeedbacktrainings bei N = 78 Personen mit BED zu untersuchen. Konkret soll fNIRS-Neurofeedback verglichen werden mit EEG-Neurofeedback und einer Warte-Kontrollgruppe.

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