Beschreibung der Studie

Chronischer Juckreiz ist ein häufiges Symptom vieler verschiedener Erkrankungen, allerdings sind die ihm zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen noch nicht vollständig erforscht. Regelmäßiges Kratzen ist sowohl für akute als auch chronische Formen von Juckreiz typisch und führt zu sichtbaren Veränderungen und Schäden der Haut. Dies verschlechtert die Lebensqualität der betroffenen Patienten. In dieser Studie soll deshalb der Einfluss des Kratzens auf unterschiedliche Krankheitsmechanismen untersucht werden, die dem Juckreiz zugrunde liegen. In die Studie werden 120 Patienten mit unterschiedlichen juckenden Erkrankungen (Neurodermitis, Nervenkompression oder Nierenerkrankungen) eingeschlossen sowie 90 gesunde Testpersonen und 30 Patienten, die lediglich unter geringem Juckreiz leiden. Um chronischen Juckreiz besser zu verstehen, sollen verschiedene Tests und Untersuchungen durchgeführt werden, darunter Patienten-Fragebögen, Elektrostimulationen der Haut, Hauttests mit Juckreiz-erzeugenden Mitteln und die Entnahme von Hautproben. Die Hautproben sollen von juckenden, geschädigten Hautarealen, von juckenden, unversehrten Hautarealen und von nicht-juckenden, normalen Hautarealen entnommen werden. Die spezifischen Ziele dieser Studie sind daher (1) die Struktur von Haut-Nerven bei unterschiedlichen juckenden Erkrankungen zu untersuchen, (2) herauszufinden, welche Gene eine wichtige Rolle bei den unterschiedlichen Erkrankungen mit Juckreiz spielen, und (3) Verbindungen zwischen den durch Kratzen verursachten Veränderungen, klinischen Eigenschaften und der Funktion von Nervenfasern zu erkennen. Diese Studie ist Teil eines Forschungskonsortiums, das eng zusammenarbeitet, um bedeutende Aspekte chronischen Juckreizes festzustellen. So können neue, wirksame Therapien gegen chronischen Juckreiz entwickelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Morphologische Parameter: epidermale und dermale Nervenfaserdichte, neuronale Kaliber-Abweichungen, Verzweigung, Charakterisierung von Nervenfasern (Myelin, Neuropeptide, nicht-peptiderge Marker, Expression von Rezeptoren) Funktionelle Parameter: Pruritus-Intensität, evoziert durch elektrische Stimulation, Pruritus/Schmerz-Intensität, evoziert durch Cowhage-Stimulation Immunhistochemische Färbung: Expression pruritischer Mediatoren Genexpression: kutane globale Genexpressions-Profile, selektive Genexpressions-Profile Patientenfragebögen: NeuroDerm-Fragebogen, 5PLQ, SF12, Beck-Depressions-Inventar (BDI), STAI-T (State-Trait Anxiety Inventory), SCQ (Self-Administered Comorbidity Questionnaire), BPI (Brief Pain Inventory), Pain Catastrophizing Scale, NPSI (Neuropathich pain symptom inventory). Untersuchungen werden einmalig pro Studienteilnehmer durchgeführt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 240
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Hautkrankheiten und Kompetenzzentrum chronischer Pruritus (KCP), Universitätsklinikum Münster

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kaukasische Patienten mit chronischem Pruritus (aufgrund von atopischer Dermatitis, brachioradialem Pruritus, Notalgia paresthetica oder urämischem Pruritus); Mindestalter 18 Jahre; Hauttyp I-IV (nach Fitzpatrick);

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die den Fragebogen aufgrund physischer oder psychischer Erkrankungen oder manglender Deutschkenntnisse nicht ausfüllen können; Patienten, die antipruritische Medikamente einnehmen; Patienten mit einer Infektion im Areal der möglichen Biopsie-Entnahme;

Adressen und Kontakt

Klinik für Hautkrankheiten und Kompetenzzentrum chronischer Pruritus (KCP)Universitätsklinikum Münster, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Obgleich chronischer Pruritus (CP) ein häufig vorkommendes und belastendes Symptom vieler verschiedener Erkrankungen ist, sind die ihm zugrundeliegenden Pathomechnanismen noch nicht vollständig geklärt. Häufiges Kratzen ist ein Markenzeichen für akuten und chronischen Pruritus und führt zu sichtbaren Veränderungen und Schädigungen der Haut. Daraus resultieren ein hoher Leidensdruck und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Patienten. Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkungen des Kratzens auf die zellulären und molekularen CP-Mechanismen zu untersuchen. Es sollen 120 Patienten mit vier verschiedenen CP-Formen eingeschlossen werden (atopische Dermatitis, brachioradialer Pruritus, Notalgia parästhetica und urämischer Pruritus), sowie 120 Kontroll-Personen (90 gesunde Kontroll-Personen und 30 Patienten mit niedrigen Pruritus-Intensitäten (NRS<3/10)). Zu den Untersuchungen unserer Studie zählen fokale elektrische Stimulationen, Stimulationen mit chemischen Substanzen (Cowhage), Patienten-Fragebögen und Hautbiopsien (für eine morphologische Charakterisierung von Nervenfasern, für die Untersuchung der Expression spezifischer pruritischer Marker und für die Identifizierung globaler Genexpressionsprofile). Die Hautbiopsien der Patienten werden in pruritischer lichenifizierter Haut, in pruritischer nicht-lichenifizierter Haut und in gesunden Hautarealen entnommen werden, wohingegen die Biopsien der gesunden Kontroll-Personen in gesunden Hautarealen und die Biopsien der Kontroll-Patienten mit niedriger Pruritus-Intensität in pruritischer nicht-lichenifizierter Haut und in gesunden Hautarealen gewonnen werden. Die spezifischen Ziele dieser Studie sind daher (1) kutane Nervenfasern in CP unterschiedlichen Ursprungs zu charakterisieren, (2) spezifische Genexpressions-Profile in CP verschiedenen Ursprungs zu identifizieren und (3) kausale Verbindungen zwischen durch Kratzen verursachten Veränderungen, klinischen und funktionellen Parametern zu erkennen. Diese Patienten-orientierte Studie ist Teil eines Forschungskonsortiums, das eng zusammenarbeitet, um klinisch und therapeutisch relevante Mediatoren chronischen Pruritus und damit verbundene anatomische und funktionelle neuronale Veränderungen in der Haut von Patienten zu identifizieren.

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