Beschreibung der Studie

Wie gut funktioniert die spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV) in Deutschland? Diese Frage versucht SAVOIR zu beantworten. Das Projekt untersucht die Vielfalt der Modelle sowie der damit einhergehenden regionalen Versorgungsstrukturen. Wir wollen herausarbeiten, welche Faktoren für die Versorgungsqualität wichtig sind und daher berücksichtigt werden sollten. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist in Deutschland als Regelleistung in die Versorgungslandschaft integriert. Auf Grund differierender Vertrags-, Versorgungs- und Finanzierungsmodelle ist die konkrete Versorgungspraxis sehr unterschiedlich. Wir finden eine große Varianz hinsichtlich Ein- und Ausschlusskriterien von Patienten, Behandlungsintensität und -dauer, sowie Strukturmerkmalen des Versorgungsangebotes. Auch die Vernetzungen und Kooperationen mit Hausärzten, Pflegenden, Hospizen, Kliniken können sehr unterschiedlich sein. Im Rahmen von Teilprojekt 4 werden in acht Bezirken Kassenärztlicher Vereinigungen (KV) der Bundesrepublik Deutschland Hausärzte zu deren Aufgaben und Funktionen in der Versorgung von Palliativpatienten im Rahmen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) wie auch unter Hinzuziehung der SAPV befragt.

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Studiendetails

Studienziel Anzahl hausärztlicher SAPV (spezialisierte ambulante palliative Versorgung)-Verordnungen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 700
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hausärztinnen und Hausärzte sowie hausärztlich tätige Internistinnen und Internisten

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Institut für Allgemeinmedizin, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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1. Einleitung Hausärzte sehen die Behandlung von Patienten bis zum Lebensende und damit auch die ambulante Palliativversorgung als eine hausärztliche Aufgabe an. Zugleich sind Hausärzte wesentlich an der Verordnung der SAPV beteiligt. Dabei zeigt sich, dass die hausärztlichen Motive und Aufgaben sowie mögliche Einflussfaktoren auf hausärztliche Entscheidungen innerhalb der AAPV (Allgemeine ambulante Palliativversorgung) und insbesondere an der Schnittstelle zur SAPV kaum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sind. 2. Fragestellung und Zielsetzung Welche Aufgaben und Funktionen übernehmen Hausärzte aktuell im Rahmen der AAPV und SAPV? Welche Rolle spielen dabei Arzt-, Praxis-, Patienten- und Kontext-bezogene Faktoren? Als Kontext-bezogene Faktoren werden berücksichtigt: KV-vertragliche Rahmenbedingungen für die hausärztliche Betreuung von Palliativpatienten sowie die Verfügbarkeit von SAPV- und anderen AAPV-Anbietern, differenziert nach deren Struktur- und Prozesseigenschaften. Ziel des Teilprojekts 4 ist es, Einflussfaktoren auf die hausärztliche Entscheidung zu Art und Umfang von verordneten SAPV-Leistungen sowie auf die hausärztlich geleistete palliativmedizinische Betreuung zu identifizieren. 3. Methodisches Vorgehen Aufbauend auf einer Literaturauswertung zu Kriterien für die Messung der hausärztlichen Rolle sind Bestandteil dieses Teilprojekts: Schritt 1: Definition und Auswertung eines entsprechenden Fragenkomplexes für die qualitative Analyse mittels Interviews mit Hausärzten in gemeinsamer Abstimmung mit dem Teilprojekt 3, Schritt 2: Quantitative Analyse mittels schriftlicher Befragung von Hausärzten; Schritt 3: Synthese aus den Ergebnissen der qualitativen Analyse (Teilprojekt 3), der schriftlichen Befragung und der GKV-Routinedatenanalyse (Teilprojekt 5) mit dem Ziel, Kriterien zur systematischen Beschreibung der hausärztlichen Beteiligung an SAPV und AAPV abzuleiten. Die Entwicklung des Fragebogens (Schritt 2) erfolgt auf der Basis der Literaturrecherche sowie mittels semi-strukturierter Interviews mit palliativmedizinisch aktiven Ärzten. Die Finalisierung erfolgt nach Abschluss eines Pretests. 4. Datenerhebung Im Rahmen eines standardisierten, quantitativen Forschungsdesigns erfolgt im Jahr 2018 die postalische Befragung einer Stichprobe von jeweils 750 Hausärzten in den acht Versorgungsgebieten der Kassenärztlichen Vereinigungen von Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe. Die Auswahl der Kassenärztlichen Vereinigungen erfolgt unter Berücksichtigung von Teilergebnissen aus dem Teilprojekt 1 mit dem Ziel, strukturelle Unterschiede infolge heterogener SAPV-Rahmenbedingungen abzubilden. Die erwartete Rücklaufquote beträgt 20 Prozent (n=1200). Die mindestens erforderliche Fallzahl von n=700 auswertbaren Antworten resultiert aus einer Fallzahlschätzung, in der bis zu 10 Parameter gleichzeitig in explorativen Analysen (stabil) geschätzt werden können (exploratives zweiseitiges Signifikanzniveau α=5%) und nach Bonferroni-Korrektur bis zu 50 Zielparameter zwischen einzelnen Gruppen verglichen werden können, um einen mittelstarken Effekt (d=0,5) bei einer Power von 80% zu finden. 5. Datenanalyse Konzeption und Auswertung des Fragebogens erfolgen in enger Abstimmung mit den Partnern des Konsortiums unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Literatur, Stellungnahmen und Gutachten der Fachgesellschaften. Neben statistisch-deskriptiven Analysen werden univariate sowie multipel adjustierte Analysen der Tätigkeitsparameter zu den Praxis-, Patienten- und Kontextfaktoren erfolgen.

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