Beschreibung der Studie

Das Problem Lärmschwerhörigkeit mit der Folge von Tinnitus nimmt in der heutigen Zeit immer mehr zu. Tinnitus ist eine Folge von übermäßiger Lärmbelästigung. Die Betroffenen haben ein subjektives Geräusch im Ohr wie Brummen, Klingeln oder Zischen. Es kann etappenweise oder ständig auftreten. Betroffene Menschen sind insbesondere in der Lebensqualität eingeschränkt. Bisher gibt es nur begrenzte Therapiekonzepte für die Patienten. Man geht davon aus, dass verschiedene sensorische oder somatosensible Systeme des Menschen miteinander interagieren. In unserer Studie soll getestet werden, ob sich ein Reiz des Gleichgewichtsorgans auf die Verarbeitung akustischer Signale auswirkt. Die Fallgruppe besteht hierbei aus 25 Patienten mit Tinnitus, die Kontrollgruppe aus 25 normalhörenden Probanden. Das Gleichgewichtsorgan soll mittels einer kalorischen Reizung mit warmen Wasser stimuliert werden. Anhand von sogenannten Pieptönen soll getestet werden, ob die Reizung des Gleichgewichtsorgans einen Einfluss auf das auditorische System hat und der akustische Reiz unterdrückt werden kann. Als Kontrollreiz soll die Stimulation des Nervus medianus dienen, bei der wir erwarten, dass dieser bei Kontroll- und Fallgruppe gleich ist. Die Messungen auf kortikaler Ebene erfolgen mittels der Messtechniken MEG (Magnetoenzephalographie) und EEG (Elektroenzephalographie). Das Gleichgewichtsorgan wird mit 44 Grad Celcius warmen Wasser gereizt bei einer Messdauer von 5 Minuten. Nach dieser Stimulation werden die kortikalen Antworten auf akustische Stimuli und Medianusreiz gemessen. Langfristig soll geprüft werden, ob es Ansatzpunkte gibt, die pathologische Hörwahrnehmung präventiv positiv zu beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel und Endpunkt der Studie ist der Nachweis einer crossmodalen Interaktion der auditorischen Wahrnehmung mit einer Stimulation des Vestibularorgans bei Patienten mit Tinnitus oder einer Lärmschwerhörigkeit im Vergleich zu Gesunden. Die Messung des Endpunkts erfolgt vorraussichtlich am 30.06.2019
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter: über 18 Jahre
  • Patienten: diagnostizierter Tinnitus oder Lärmschwerhörigkeit

Ausschlusskriterien

  • Schwerhörigkeit ohne Tinnitus, die keine Lärmschwerhörigkeit ist
  • ferromagnetische Implantate
  • neurologische oder psychatrische Erkrankungen
  • Patienten/Probanden mir Überempfindlichkeiten am und im Ohr
  • Patienten/Probanden mir Verletzungen am Trommelfell
  • Patienten/Probanden, die Operationen an die Ohren hatten
  • Patienten mit Tinnitus, der nicht durch eine Schwerhörigkeit verursacht wurde

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie/Biomagnetisches Zentrum, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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Man geht davon aus, dass verschiedene sensorische Systeme des Menschen miteinander interagieren, entweder durch direkte neuronale Verbindungen oder durch Beanspruchung der eigenen Ressourcen. Getestet wird der Einfluss der Reizung des Vestibularogans auf die zentrale Verarbeitung akustischer Reize. Ziel der Studie ist der Nachweis dieser Interaktion zwischen der Verarbeitung der Stimuli des Vestibularorgans und der akustischen Stimulation. Ein Medianusreiz dient als Kontrollreiz. Mittels spezifischer Messtechniken, dem MEG und EEG werden Messungen direkt auf kortikaler Ebene erfolgen. Es wird untersucht ob Veränderungen in der Verarbeitung akustischer und sensorischer Stimuli in bestimmten Kortexarealen nach einem kalorischen Reiz des Vestibularorgan auftreten. Das MEG ist eine Messung der elektrischen Aktivität durch äußere Sensoren, den sogenannten SQUIDS. Elektrische Ströme von aktiven kortikalen Nervenzellen verursachen magnetische Signale im menschlichen Gehirn. Diese induzieren elektrische Spannungen in den Messspulen. Im EEG werden elektrische Potentialschwankungen der kortikalen Neurone summiert und an der Kopfoberfläche gemessen. Mit beiden Verfahren lassen sich erzeugte ereigniskorrelierte Potentiale bzw. Felder der kortikalen Neurone analysieren. Mithilfe eines thermischen Reizgerätes stimulieren wir das Verstibularorgan mit 44 Grad Celcius warmen Wasser für 30 Sekunden. Die Messdauer beträgt 5 Minuten mit 5-facher Stimulation des Vestibularorgans mit darauf folgenden Messungen im MEG und EEG. Direkt nach der Stimulation werden die kortikalen Antworten auf akustische Stimuli (Pieptöne) und auf somatosensorische Stimuli (Medianusreiz) gemessen. Die Stichprobe umfasst 25 Patienten mit Tinnitus und einer Kontrollgruppe mit 25 Normalhörenden. Es soll bestätigt werden, dass sich die Stimulation des Vestibularorgans bei Patienten und gesunden Probanden unterschiedlich auf die auditorische Wahrnehmung auswirkt, während die Auswirkung auf einen somatosensorischen Reiz bei beiden Gruppen gleich ist. Es soll langfristig geprüft werden, ob es Ansatzpunkte gibt, die pathologische Hörwahrnehmung bei Betroffenen hinsichtlich Prävention und Therapie positiv zu beeinflussen.

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