Beschreibung der Studie

Die Ganzhirnbestrahlung ist in den meisten Fällen die Therapie der Wahl, wenn bei Patienten eine größere Anzahl Hirnmetastasen diagnostiziert werden. Bei einer kleineren Anzahl (in der Regel bis zu 3 oder 4) von nicht zu großen Hirnmetastasen, kann auch eine sogenannte stereotaktische Radiochirurgie durchgeführt werden. Hier wird anders als bei der Ganzhirnbestrahlung nicht das gesamte Gehirn in mehreren Therapiesitzungen (meistens 10) bestrahlt, sondern es werden die Metastasen einzeln in einer hohen Dosis in einer Sitzung bestrahlt, während das gesunde Gewebe geschont wird. Ein japanisches Forschungsteam unter der Leitung von Yamamoto gibt Hinweise, dass eine Radiochirurgie von bis zu 10 Metastasen ebenso gute Ergebnisse erzielt wie eine Radiochirurgie von 1-4 Metastasen. Um dieses Thema genauer zu untersuchen, wird in dieser Studie die Radiochirurgie von 4-10 Metastasen untersucht und mit früheren Ergebnissen einer Ganzhirnbestrahlung verglichen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Gesamtüberleben
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie;LMU Klinikum der Universität München

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Der Patient muss in der Lage sein, das Studienprotokoll einzuhalten und eine Einwilligung nach Aufklärung zu geben
  • Alter ≥18 Jahre, männlich und weiblich
  • Patienten mit 4-10 malignen Hirnmetastasen mit Ausnahme von Lymphomen/Germinomen/SCLC
  • Hirnmetastasen von 0,4-2,5 cm Ausdehnung
  • GPA score 0-3

Ausschlusskriterien

  • Patienten ohne Rechtsfähigkeit oder Unfähigkeit, die Art, Bedeutung und Folgen von die Studium
  • Gleichzeitige Teilnahme an anderen interventionellen Studien, die diese Studie stören könnten und/oder Teilnahme vor Ablauf einer vorgeschriebenen Sperrfrist
  • Schwangerschaft
  • Zerebrale Lymphome oder Metastasen von Germinomen oder SCLC
  • Meningiosis carcinomatosa
  • Vorherige Ganzhirnbestrahlung
  • Unfähigkeit, sich einer MRT-Untersuchung zu unterziehen (z. B. Schrittmacher)

Adressen und Kontakt

LMU Klinikum der Universität München, München

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus München via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Für die Mehrheit der Patienten mit multiplen (>3-4) Hirnmetastasen ist die Ganzhirnbestrahlung (WBRT) typischerweise die Therapie der Wahl. Die Evidenz bezüglich WBRT ist jedoch begrenzt. Was die stereotaktische Radiochirurgie (SRS) betrifft, ist sie Yamamoto et al zufolge (JLGK0901 Studie) bei bis zu 10 Metastasen im Bezug auf das Gesamtüberleben einer SRS von 2-4 Metastasen nicht unterlegen, und stellt somit eine effektive primäre Therapie bei Hirnmetastasen dar. Im Vergleich zum Kontrollarm konnten hierbei keine signifikant höheren Nebenwirkungen gezeigt werden. Insgesamt könnte die prospektive Studie gute Ergebnisse im Gesamtüberleben mit wenigen Nebenwirkungen zeigen. Andere Studien haben auch die beiden Therapiearten im Bezug auf Lebensqualität und Neurokognition untersucht. Den hervorragenden Ergebnissen von Yamamoto et al zufolge stellen wir die Hypothese, dass SRS bei 4-10 Metastasen im Vergleich zur WBRT eine erhöhte lokale Kontrolle erzielt, und somit auch ein höheres Gesamtüberleben erzielt. Hierfür ist eine „propensity-score“ Kohortenstudie geplant mit einem Verhältnis der Kohorten von 2:1 für WBRT:SRS. Eine unselektierte Kohorte aus Patienten, die eine WBRT erhalten habe wird als historische Kontrollgruppe verwendet. Die SRS-Patienten werden prospektiv rekrutiert und werden mit der Methode des sogenannten „Propensity-score-matching“ (GPA score, Histologie) verglichen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: