Beschreibung der Studie

Analog zu der Zunahme älterer Bundesbürger im Rahmen des demographischen Wandels hat auch die Zahl von älteren Insassen im Strafvollzug deutlich zugenommen. Es liegen bislang keine Daten dazu vor, inwieweit dieser Anstieg auch mit einer Zunahme alterstypischer Einschränkungen einhergeht. Vor allem die Frage nach der Prävalenz demenzieller Erkrankungen im Strafvollzug und Maßregelvollzug bleibt bislang unbeantwortet. Berücksichtigt man den mit Erkrankungen einhergehenden Hilfebedarf, ist die Frage nach der Auftretenshäufigkeit von kognitiven Einschränkungen für die Beschäftigten im Strafvollzug ebenso wie auf politischer Ebene relevant und wird in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnnen. Um dem Phänomen frühzeitig begegnen zu können, ist eine empirische Erhebung zum jetzigen Zeitpunkt notwendig.

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Studiendetails

Studienziel Störungen kognitiver Leistungsfähigkeit, Ergebnisse unter dem jeweiligen cut-off-Wert der eingesetzten Fragebögen (Mini-Mental-Status-test, DemTect, Trail-Making-test, Frontal Assessment Battery)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Abteilung für Gerontopsychiatrie, LVR- Klinik Düsseldorf, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 60 Jahre oder älter
  • Ausreichende Sprachkenntnisse (Instruktionen können erfasst und umgesetzt werden). Objektiviert werden die Sprachkenntnisse mittels der Sprachverständnisaufgabe aus der Aphasie-Checkliste (nur bei Strafgefangenen mit Migrationshintergrund).

Ausschlusskriterien

  • mangelnde Fähigkeit, sich einer testpsychologischen Untersuchung im Ganzen oder in Teilen zu unterziehen (z.B. relevante Hör- oder Sehbehinderung)
  • bekannte intellektuelle Minderbegabung (IQ<65)

Adressen und Kontakt

Justizvollzugsanstalten

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Die Studienlage zu der Situation älterer Strafgefangener ist insgesamt spärlich, der überwiegende Teil bisher durchgeführter Studien fokussiert den somatischen Zustand der Gefangenen und beschreibt für diese Gruppe eine hohe Prävalenz chronischer Erkrankungen. Erhebungen zum allgemeinen Gesundheitszustand von älteren Inhaftierten (intramurale Gruppe) dokumentieren mehr Diagnosen und einen höheren Hilfebedarf bei Inhaftierten über 60-Jährigen im Vergleich zu extramuralen Kontrollgruppen. Hinsichtlich der Prävalenz psychischer Erkrankungen werden im Schnitt bei 50 % der untersuchten Probanden Hinweise auf eine psychische Erkrankung berichtet, am häufigsten eine Depression. Insgesamt schenken international nur wenige Arbeiten der Frage nach demenziellen Erkrankungen bzw. kognitiven Dysfunktionen im Strafvollzug Beachtung: Studien in den USA beschrieben Prävalenzen die von ein bis dreißig Prozent reichten und durch kleine Stichprobengrößen sowie uneinheitliche methodische Zugänge in ihrer Vergleichbarkeit limitiert sind. Dabei wird auf das erhöhte Vorliegen von Risikofaktoren wie Alkoholabusus, niedriges Bildungsniveau und Schädel-Hirn-Traumata in der Vergangenheit, was als besonders problematisch angesehen wird verwiesen. Daneben ist zu vermuten, dass vorhandene demenzielle Syndrome möglicherweise länger unentdeckt bleiben, da viele Alltagsaufgaben wie kochen, waschen, einkaufen nicht selber durchgeführt werden und somit mögliche Defizite nicht evident werden. Darüberhinaus wurden vor allem depressive Syndrome beschrieben, die wiederum Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz darstellen. Über die Studie sollen erstmalig epidemiologische Daten zu kognitiven Dysfunktionen älterer Straftäter, die sich im Strafvollzug befinden, erhoben werden. Dabei werden etablierte und validierte neuropsychologische Testverfahren eingesetzt. Es sind Instrumente ausgewählt, die verschiedene kognitive Teilleistungsbereiche messen, somit einen möglichst globalen Blick ermöglichen und zudem zeitökonomisch durchführbar sind.

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