Beschreibung der Studie

Entzündliche und fibrotische Veränderungen des Herzmuskels, wie sie bei der Myokarditis oder im Zusammenhang mit Erkrankungen aus dem rheumatoiden Formenkreis auftreten, können sich in Form von Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder plötzlichem Herztod manifestieren. Statt eine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel zu entnehmen, soll künftig bei dieser diagnostischen Fragestellung ein „Kernspin“ (Magnetresonanz-Tomographie, MRT) und eine Positronenemissions-Tomographie PET) getrennt oder in einem kombinierten Untersuchungsschritt durchgeführt werden. Ziel der Studie ist es, diese Bilddiagnostik zur genauen Charakterisierung des Herzmuskelgewebes zu verbessern und die Untersuchung von Herzpatienten zu optimieren. So sollen auch Therapiemaßnahmen künftig besser und individueller angepasst werden können. Weiter werden Methoden erprobt, die Messfehler aufgrund der ständigen Herzbewegungen verringern.

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Studiendetails

Studienziel Korrelation funktioneller Parameter der MRT (insbesondere T1/T2-Mapping) und der [18F]FDG-PET zur räumlich aufgelösten Gewebecharakterisierung der Myokarditis im Rahmen einer simultanen PET/MRT.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit gesicherter oder klinischem V.a. entzündliche Erkrankung des Myokards,
  • rechtfertigende klinische Indikation für eine [18F]FDG-PET Untersuchung,
  • Alter ≥18 Jahre,
  • schriftliche Einwilligung des Patienten.

Ausschlusskriterien

  • Schwangere und stillende Frauen,
  • Kontraindikation für eine MRT-Untersuchung,
  • Kontraindikation gegen Gadolinium-haltiges Kontrastmittel,
  • Adipositas mit >150 kg Körpergewicht,
  • eingeschränkte Einwilligungsfähigkeit des Patienten.

Adressen und Kontakt

Radiologische Klinik, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist die Optimierung der kombinierten multiparametrischen FDG-Positronenemissions/Magnetresonanztomographie (PET/MRT) als diagnostisches Verfahren zur strukturellen, funktionellen und metabolischen Charakterisierung der Myokarditis. Aktuell ist die endomyokardiale Biopsie (EMB) der Goldstandard für den Nachweis myokardialer Veränderungen. Dieses invasive Verfahren zeigt Risiken und Limitationen, so dass der dringliche Wunsch nach einem zuverlässigen nicht-invasivem diagnostischen Verfahren besteht. Hier nimmt die kardiale MRT (CMR) einen wichtigen Platz ein. Neben der etablierten Late-Gadolinium-Enhancement (LGE)-Technik zur Abbildung fokaler fibrotischer bzw. entzündlicher Prozesse lassen sich mittels neu entwickelter CMR-Techniken der Gewebecharakterisierung (T1/T2-Mapping) diffuse myokardialer Veränderungen besser erfassen. Zusätzlich unterscheidet die T1- bzw. T2-Wichtung fibrotische von entzündlichen Veränderungen des Herzmuskels. Genau diese Charakteristika (diffuse Prozesse sowie teilweise ein Nebeneinander von Entzündung und Fibrose) finden sich gehäuft bei Erkrankungen aus dem rheumatoiden Formenkreis wie z.B. der Sarkoidose, aber auch der systemischen Sklerose oder dem systemischen Lupus erythematosus. Diese diffusen myokardialen Entzündungs- und/oder Fibroseprozesse stellen möglicherweise frühe, potentiell reversible Veränderungen einer kardialen Beteiligung dar. Bei rechtzeitiger Detektion könnte der klinische Verlauf der Patienten durch eine rechtzeitige adäquate Therapie positiv beeinflusst werden, bevor irreversible, dann auch mittels LGE detektierbare Läsionen auftreten, die nachweislich mit einer schlechteren Prognose assoziiert sind. Die [18F]FDG-PET gilt als Goldstandard zur Detektion einer Inflammation. Die Darstellung der inflammatorischen Aktivität lässt Rückschlüsse auf das Krankheitsstadium zu, und erlaubt eine bessere Steuerung der Therapie bei Systemerkrankungen. Die PET erscheint somit als optimale Referenzmethode um die Technik des CMR auf ihre klinische Wertigkeit hinsichtlich Inflammation zu überprüfen.

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