Beschreibung der Studie

Der demographische Wandel stellt die Medizin vor wachsende Herausforderungen - insbesondere die Unfallchirurgie. Die Inzidenz von Schädel-Hirn-Traumata nimmt im Alter stetig zu. Dies führt zu einem deutlichen Anstieg alter Menschen, die wegen eines Schädel-Hirn-Traumas stationär behandelt werden müssen. Fälschlicherweise wurden die Auswirkungen eines leichten Schädel-Hirn-Traumas beim älteren Patienten lange Zeit unterschätzt. Wie bei vielen anderen Erkrankungen stellt das Alter auch beim Schädel-Hirn-Trauma einen unabhängigen Prädiktor für ein schlechteres Outcome dar. Ziel dieses Projektes ist es daher zu untersuchen, welchen Einfluss das leichte und mäßiggradige Schädel-Hirn-Trauma auf die Lebenssituation und -qualität, den Gesundheitszustand sowie die kognitiven Fähigkeiten geriatrischer Patienten hat. Diese Fragen sollen anhand definierter Outcome-Kriterien geklärt werden.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt zum Zeitpunkt der Wiedervorstellung in unserer Klinik: Community Integration Questionnaire
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der LMU

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geschlossenes Schädel- Hirn-Trauma
  • Ambulante/stationäre Behandlung in unserer Klinik seit 01.01.2014
  • Alter > 60 Jahre, kein Höchstalter
  • CCT- Bildgebung
  • Ausreichende Sprachkenntnisse
  • Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Offenes Schädel-Hirn-Trauma
  • Polytrauma
  • Alter <60 Jahre
  • fehlende CCT- Bildgebung
  • Fehlende Einverständniserklärung/ Einwilligungsfähigkeit
  • Fehlende Sprachkenntnisse
  • Neurologische Vorerkrankung

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Ludwig- Maximilians- Universität, München

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Bedingt durch den demographischen Wandel nimmt die Behandlung geriatrischer Patienten in der Unfallchirurgie einen zunehmend hohen Stellenwert ein. Der Sturz aus geringer Höhe stellt die häufigste Unfallursache im höheren Alter dar und ist in über 60% der Fälle ursächlich für ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma (SHT) [1, 2]. Als SHT bezeichnet man jede Verletzung des Gehirns aufgrund äußerer Krafteinwirkung. Es wird anhand der Glasgow Cola Scale (GCS) in unterschiedliche Schweregrade unterteilt. Studien der letzten Jahre konnten zeigen, dass das Alter einer der stärksten Einflussfaktoren für ein schlechtes funktionelles Outcome nach erlittenem SHT darstellt. Ein schweres SHT bei über 65-Jährigen ist mit einer deutlich erhöhten Mortalitätsrate verbunden [3, 4]. Mittlerweile wird zunehmend klarer, dass auch leichte und mittlere SHTs ohne intrakranielle Blutung bei geriatrischen Patienten regelhaft zu einer posttraumatischen Bewusstseinsstörung, kognitiven Einschränkungen und einem Funktionsverlust führen [5, 6, 7]. Zudem wird über eine erhöhte Prävalenz psychiatrischer Verhaltensänderungen nach erlittenem SHT im Alter von 21-37% berichtet [8, 9]. Allerdings sind Daten zum Einfluss des leichten/mittleren SHTs im fortgeschrittenen Alter noch immer selten. Ziel dieser Beobachtungsstudie soll es sein, ein möglichst umfassendes Bild der Auswirkungen eines leichten/mittleren SHTs auf das Leben des alternden Patienten zu ermitteln. Neben der potentiellen Veränderungen der Lebenssituation und -qualität möchten wir anhand der vorgestellten Arbeit untersuchen, wie sich ein Schädel-Hirn-Trauma im Alter auf die soziale, physische, kognitive und psychische Situation des alten Patienten auswirkt. Literaturverzeichnis: 1. Hodge AL, Sternlicht JP, Wagenhauser K et al (2003) Closed head injury in elderly and nonelderly patients. JAAPA 16:53–56. 2. Shandro JR, Spain DA, Dicker RA (2007) Recruitment strategies for a fall prevention program: if we build it, will they really come? J Trauma 63:142–146. doi: 10.1097/TA.0b013e318068428a 3. McIntyre A, Mehta S, Janzen S et al (2013) A meta-analysis of functional outcome among older adults with traumatic brain injury. NeuroRehabilitation 32:409–414. doi: 10.3233/NRE-130862 4. Mitra B, Cameron PA, Gabbe BJ et al (2008) Management and hospital outcome of the severely head injured elderly patient. ANZ J Surg 78:588–592. doi: 10.1111/j.1445-2197.2008.04579.x 5. Hukkelhoven CWPM, Steyerberg EW, Rampen AJJ et al (2003) Patient age and outcome following severe traumatic brain injury: an analysis of 5600 patients. J Neurosurg 99:666–673. doi: 10.3171/jns.2003.99.4.0666 6. Mushkudiani NA, Engel DC, Steyerberg EW et al (2007) Prognostic value of demographic characteristics in traumatic brain injury: results from the IMPACT study. J Neurotrauma 24:259–269. doi: 10.1089/neu.2006.0028 7. Tokutomi T, Miyagi T, Ogawa T et al (2008) Age-associated increases in poor outcomes after traumatic brain injury: a report from the Japan Neurotrauma Data Bank. J Neurotrauma 25:1407–1414. doi: 10.1089/neu.2008.0577 8. Levin H, Goldstein F, MacKenzie E (1997) Depression as a Secondary Condition Following Mild and Moderate Traumatic Brain Injury. Semin Clin Neuropsychiatry 2:207–215. doi: 10.1053/SCNP00200207 9. Menzel JC (2008) Depression in the elderly after traumatic brain injury: a systematic review. Brain Inj 22:375–380. doi:

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