Beschreibung der Studie

Studien zur Untersuchung des Langzeit-Outcomes nach Polytrauma sind in der deutschsprachigen Literatur rar. Über das Langzeitüberleben sowie die Lebensqualität lange Zeit nach dem Polytrauma sind wir folglich wenig informiert. Zu den Spätfolgen eines Traumas zählen neben körperlichen Funktionseinschränkungen und Schmerzen, psychische und soziale Beeinträchtigung. Diese können mitunter so schwerwiegend sein, dass sie die Lebensqualität eines schwerstverletzten Patienten weitreichend beeinflussen. Ziel der aktuellen prospektiven Studie ist es, ein möglichst umfassendes Bild der Auswirkungen eines Polytraumas auf das Leben des Patienten aufzuzeigen und anhand definierter Outcome-Kriterien zu evaluieren.

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt ist der Polytrauma Outcome Chart (Glasgow Outcome Scale, EUROQOL, SF- 36, Modul TOP). Die Befragung erfolgt zum geplanten Wiedervorstellungstermin in unserer Klinik.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der LMU

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Polytrauma ISS (Injury Severity Score) ≥ 16 Punkte
  • Stationäre Behandlung in unserer Klinik
  • Alter ≥ 18 Jahre, kein Höchstalter
  • ausreichendes Sprachverständnis
  • Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Alter < 18 Jahre
  • fehlendes Sprachverständnis
  • fehlende Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemein-, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, München

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Lag die Sterblichkeit nach einem erlittenen Polytrauma deutschlandweit in den l970er Jahren noch bei 70%, so konnte sie dank der stetigen Verbesserungen in der Notfall- und Akutversorgung und der Umsetzung von Erkenntnissen aus der chirurgischen Forschung in den letzten Jahren erheblich gesenkt werden [1]. Aus diesem Grund liegt nicht mehr allein das Überleben der Patienten in unserem Fokus, sondern auch deren Lebensqualität. Probst und Kollegen konnten in ihrer Arbeit über die Lebensqualität polytraumatisierter Patienten mehrere Risikofaktoren identifizieren, die nach einem Polytrauma mit einer schlechten Lebensqualität einhergingen. Diese waren das weibliche Geschlecht, ein hohes Alter und niedriger sozialer Status sowie spezielle Verletzungsmuster (Schädel-Hirn-Traumata, Verletzungen der unteren Extremität) [2]. Simmel und Kollegen wiesen in ihrer Studie nach, dass posttraumatische psychologische Belastungssituationen die Lebensqualität nach einem Polytrauma negativer beeinflussen als die initiale Verletzungsschwere [3]. Ziel dieser Beobachtungsstudie soll es sein, ein möglichst umfassendes Bild der Auswirkungen eines Polytraumas auf das Leben des Patienten aufzuzeigen. Neben der potentiellen Veränderung der Lebenssituation und -qualität, sowie der Arbeitssituation möchten wir anhand der vorgestellten Arbeit untersuchen, wie sich ein Polytrauma auf die soziale, physische, kognitive und psychische Situation der Patienten auswirkt. Literaturverzeichnis 1. Mörsdorf P, Becker SC, Holstein JH et al (2014) [Quality of life after multiple trauma]. Chirurg 85:208-210-4. doi: 10.1007/s00104-013-2601-1 2. Probst C, Pape H-C, Hildebrand F et al (2009) 30 years of polytrauma care: An analysis of the change in strategies and results of 4849 cases treated at a single institution. lnjury 40:77-83. doi: 10.1016/j.injury.2008.10.004 68:706-711. doi: 10.1097/TA.0b013e3181a8b21c 3. Simmel S, Drisch S, Haag S, Bühren V (2013) [Long-term results after multiple trauma with lSS ≥ 25. Outcome and predictors of quality of life]. Chirurg 84:771-779. doi: 10.1007/s00104-013-2479-y

Quelle

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