Beschreibung der Studie

In dieser Studie wurde der Einfluss einer Laktatinfusion auf den Energiestoffwechsel im Gehirn untersucht. Bei ausreichender Verfügbarkeit ist Glukose die Hauptenergiequelle für das Gehirn. Es wird vermutet, dass Laktat, ein Stoff, der bei körperlicher Aktivität in den Muskeln gebildet wird, zur Energiegewinnung im Gehirn genutzt wird, wenn nicht ausreichend Glukose zur Verfügung steht, wie z.B. bei einer Hypoglykämie (Unterzuckerung). Dazu wurden jeweils Stoffwechselmessungen (Magnetresonanz-Spektroskopie) vor und während einer künstlich verursachten Unterzuckerung gemacht. Studienteilnehmer waren normalgewichtige junge Männer (20-30 Jahre). Der Energiegehalt im Gehirn wurde mittels 31P-Magnetresonanz-Spektroskopie gemessen. Es wurde erwartet, dass eine Laktatinfusion einen Abfall des Energiegehalts im Gehirn während der Hypoglykämie verhindert.

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Studiendetails

Studienziel Messung der zerebralen Hochenergiephosphate (Adenosintriphosphat (ATP), Phosphokreatin (PCr), anorganisches Phosphat (Pi)) mittels 31P-Magnetresonanzspektroskopie (3.0 Tesla MR Scanner) zu 6 Messzeitpunkten (Baseline, 15 Minuten nach Start der Laktat- oder Placeboinfusion, 3 Messungen während der Hypoglykämie (alle 20 Minuten), 1 Messung nach Beendigung der Hypoglykämie)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 16
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Normalgewicht, 20-30 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Diabetes mellitus, Übergewicht (BMI < 26 kg/m²), chronische oder akute Erkrankungen, Alkohol- oder Drogensucht, Rauchen, Leistungssport, regelmäßige Mediakmenteneinnahme, besondere Belastungssituationen psychischer und physischer Art

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Eine besondere Eigenschaft des Gehirns ist die Verwendung von Laktat als alternative Energiequelle anstelle von Glucose, um seine Energiehomöostase zu erhalten. Daher wurde die Hypothese aufgestellt, dass unter Bedingungen einer begrenzten Verfügbarkeit von Glukose, d.h. während einer experimentellen Hypoglykämie, eine Laktatinfusion Hypoglykämie-induzierte neuroenergetische Defizite neuroprotektiv verhindern würde. In einer randomisierten Doppelblind-Crossover-Studie wurde die Laktat-vs. Placebo-Infusion bei hyperinsulinämisch-hypoglykämischen Clamp-Versuchen bei 16 gesunden jungen Männern verglichen. Es wurde der zerebrale hochenergetische Phosphatgehalt, d.h. Adenosintriphosphat (ATP), Phosphokreatin (PCr) und anorganisches Phosphat (Pi), durch 31P-Magnetresonanzspektroskopie sowie die neuroendokrine Stressantwort gemessen.

Quelle

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