Beschreibung der Studie

Die Arthrose (i.e.S. Coxarthrose und Gonarthrose) ist die weltweit häufigste Ursache für endoprothetischen Gelenkersatz. Die Leitsymptome sind in diesem Zusammenhang Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung des Gelenks, die im Rahmen eines chronisch progredienten Verlaufs weiter zunehmen. Gelingt es im Rahmen einer konservativen Therapie nicht, die Schmerzen medikamentös zu behandeln und die Beweglichkeit des Gelenks zu erhalten, kann dies drastische Auswirkungen auf die körperliche Aktivität des Patienten haben und die Bewältigung von Aufgaben des alltäglichen Lebens einschränken. Diese Zusammenhänge sind unstrittig und bereits bekannt. Im Rahmen unserer Studie werden wir der Frage nachgehen, ob / und in wie weit die Einschränkungen von Patienten mit operationspflichtiger Arthrose die körperliche Aktivität ihrer Angehörigen (Lebenspartner) beeinflussen, die mit ihnen in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Da die Bestimmung körperlicher Aktivität unter Alltagsbedingungen (i.e. habituelle körperliche Aktivität) im Rahmen von Befragungen oder durch Tagesprotokolle nur sehr eingeschränkt möglich ist, werden wir in unserer Studie Sensoren (Akzelerometer) einsetzen, die von den Patienten und ihren Angehörigen (im Alter von 50-85 Jahren) täglich für die Dauer einer Woche getragen werden. Die Sensoren erlauben aufgrund ihrer geringen Größe eine uneingeschränkte Erfassung der alltagstypischen körperlichen Aktivität. Ergänzend kommen Fragebögen und ärztliche Untersuchungen zum Einsatz. Unsere generelle Hypothese besagt, dass ein altersabhängiger Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität der Patienten und der Angehörigen besteht. Das Ziel unserer Studie ist es daher, herauszufinden, ob es sich bei den Angehörigen von Patienten mit fortgeschrittener Arthrose um eine Zielgruppe für gesundheitliche Präventionsprogramme (zur Steigerung körperlicher Aktivität) handelt. Körperliche Inaktivität stellt einen gewichtigen Risikofaktor für die Entstehung inaktivitätsbezogener Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter dar.

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Studiendetails

Studienziel Erfassung der habituellen körperlichen Aktivität von Studienteilnehmern (i.e. Arthrose-Patient / Gesunde Kontrolle) und angehöriger Person mittels Aktigraphie (Datenerhebung über 7 Tage im häuslichen Umfeld).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie, Universitätsklinikum Münster (UKM)

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose Arthrose (nur Gruppe "Patienten", nicht "Angehörige" oder "Kontrollpersonen"), Geplanter Einsatz einer primären Totalendoprothese, Selbstständige Lebensführung (i.e. maximal mit Unterstützung durch den Lebenspartner).

Ausschlusskriterien

  • Zwingende Nutzung eines Rollstuhls, Pflegebedürftigkeit, Komorbiditäten mit signifikantem Einfluss auf die körperliche Aktivität (Schlaganfall, Multiple Sklerose, M. Parkinson, konsumierende Grunderkrankungen etc.), Kognitiv/Sprachliche Defizite, die eine Studienaufklärung vereiteln.

Adressen und Kontakt

Orthopädische Klinik des St. Josef-Stift Sendenhorst, Sendenhorst

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Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch einen fortschreitenden, irreversiblen Verlust an hyalinem Gelenkknorpel mit Umbau des subchondralen Knochens gekennzeichnet ist. Symptome sind je nach Stadium Morgensteifigkeit, belastungsabhängige Schmerzen bis hin zum Ruheschmerz mit Bewegungseinschränkung und Ergussbildung. Das Risiko für die Entwicklung einer Arthrose hängt zum einen von nicht beeinflussbaren Faktoren wie z. B. der genetischen Prädisposition, Alter und dem Geschlecht ab. Fernerhin spielt die chronisch mechanische Belastung des Gelenks, z. B. durch Übergewicht oder Arbeit/Sport, eine wichtige Rolle. Stößt die konservative Behandlung der Arthrose an ihre Grenzen, kann eine chronische Schmerzsymptomatik für den Patienten entstehen. Diese Schmerzen bedeuten für den Einzelnen eine Einschränkung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen in Haushalt, Familie, Beruf und Freizeit sowie eine signifikante Minderung der Lebensqualität. Im Rahmen der Studie sollen 30 Patienten mit operationspflichtiger Arthrose des Knies / der Hüfte (Alter 50-85 Jahre) und ihre in häuslicher Gemeinschaft lebenden Angehörigen untersucht werden. Das Assessment umfasst neben einer klinischen Anamnese, mehrere Fragebögen und eine akzelerometrische Datenerhebung. Die Akzelerometrie wird über einen einwöchigen Zeitraum im häuslichen Umfeld der Studienteilnehmer durchgeführt, um reliable Daten zur habituellen körperlichen Aktivität der Patienten und Angehörigen zu erheben [4]. Unsere generelle Hypothese besagt, dass ein altersabhängiger Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität der Patienten und der der Angehörigen besteht. Im Einzelnen erwarten wir einen schwächeren Zusammenhang bei Probanden im erwerbsfähigen Alter (bis 65 Jahre) und einen stärkeren Zusammenhang bei Probanden im Rentenalter (ab 65 Jahre). Weiterhin gehen wir bei den Probanden unter 65 Jahren von einem umgekehrt proportionalen Zusammenhang aus (d.h. je stärker die Einschränkung des Patienten, desto höher ist die körperliche Aktivität des Angehörigen). Im Gegensatz dazu erwarten wir bei den Studienteilnehmern im Seniorenalter einen direkt proportionalen Bezug (d.h. stärker die Einschränkung des Patienten, desto geringer ist die körperliche Aktivität des Angehörigen). Das Ziel unserer Studie ist es, herauszufinden, ob es sich bei den Angehörigen von Patienten mit fortgeschrittener Gonarthrose um eine Zielgruppe für gesundheitliche Präventionsprogramme (zur Steigerung körperlicher Aktivität) handelt. Körperliche Inaktivität stellt einen gewichtigen Risikofaktor für die Entstehung inaktivitätsbezogener Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter dar.

Quelle

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