Beschreibung der Studie

Zum Nachweis von Hirntumoren werden routinemäßig Magnetresonanztomographien (MRT, „Kernspin“) durchgeführt. Dabei werden meist Gadolinium-basierte Kontrastmittel eingesetzt. Diese haben bekannte Nebenwirkungen, wie eine mögliche anaphylaktische Reaktion, mögliche Schädigungen der Niere bei entsprechender Vorbelastung und die in letzter Zeit diskutierte mögliche Ablagerung im Gehirn. Ziel der Studie ist es, eine alternative Methode zu untersuchen, die weniger belastend ist. Diese besteht in der sogenannten Glukose-CEST-MRT. CEST steht für chemical exchange saturation transfer. Dabei wird dem Patienten vor der MRT-Untersuchung eine konzentrierte Zuckerlösung (Glukose) intravenös gespritzt und getestet, ob sie sich selektiv in stoffwechselaktiven Tumorbereichen anreichert und in der MR-Bildgebung als Kontrastmittel-Ersatz dienen kann.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Dynamische Bestimmung der Glukose-Aufnahme von Tumoren nach Glukose-Injektion
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter: mindestens 18 Jahre,
  • bildgebend bekannte ZNS-Raumforderung im Bereich des Großhirns (hirneigener Tumor, Lymphom oder Metastase),
  • schriftliche Einwilligungserklärung nach Aufklärung.

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen für MRT-Untersuchungen,
  • Erkrankungen, die ein ca. 60-minütiges, ruhiges Liegen im Untersuchungsgerät verhindern (z.B. Schmerzen, Klaustrophobie),
  • Insulinpflichtiger Diabetes mellitus oder Glucose-Werte >120 mg/dl,
  • Schwangere/stillende Patientinnen,
  • Minderjährige oder einwilligungsunfähige Probanden.

Adressen und Kontakt

Radiologische Klinik, Neuroradiologie, Tübingen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Tübingen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Zur Detektion von Hirntumoren werden routinemäßig Gadolinium-basierte Kontrastmittel mit den bekannten Nebenwirkungen (anaphylaktische Reaktion, nephrogene systemische Fibrose, mögliche Ablagerung im Gehirn) eingesetzt. Als Alternative soll die glucoCEST-Magnetresonanztomographie (MRT) bei 3 Tesla erprobt werden. CEST steht für chemical exchange saturation transfer. Die Hypothese ist, dass sich bei der glucoCEST-MRT nach der intravenösen Administration von Glukose selektiv die metabolisch aktiven Tumoranteile darstellen. Weiter wird überprüft, ob durch den glucoCEST-Kontrast eine bessere Differenzierung zwischen verschiedenen hirneigenen Tumoren (Gliomen), Metastasen und Lymphomen erzielt werden kann. Dabei soll insbesondere eine Differenzierung zwischen solitären Metastasen und Glioblastomen untersucht werden. Anhand der glucoCEST-Sequenz soll eine Beurteilung der Tumor-Substruktur erfolgen. Die Validität dieser Informationen wird durch Korrelation mit histopathologischen Befunden überprüft. Im aktuellen Kontext der Diskussion über Gadolinium-haltige Kontrastmittel gibt es einen weiteren Nutzen: Es konnte bei ≥ 7 Tesla gezeigt werden, dass glucoCEST hochgradige Tumoren von niedriggradigen unterscheiden kann. Zudem besteht eine Korrelation zwischen Amide-CEST-Kontrasten wie auch glucoCEST und Gadolinium-kontrastverstärkten Bildern. Somit trägt diese Studie dazu bei, eine Alternative zur Gabe von Gadolinium-basierten Kontrastmitteln in der 3T MRT zu finden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: