Beschreibung der Studie

Erwachsene im Alter über 60 Jahren erhalten in Deutschland im Durchschnitt mehr als drei verschiedene Medikamente. Mit wachsender Zahl der eingenommenen Arzneimittel steigt das Risiko von Interaktionen zwischen den Medikamenten aber auch von unerwünschten Arzneimittelereignissen bei eingeschränkten Organfunktionen. Hierfür sind bei älteren Erwachsenen bestimmte Medikamente potentiell besonders bedeutsam. Für Deutschland wurde 2010 eine Liste der bei Älteren potentiell inadäquaten Medikation (PIM) zusammengestellt. Der Einfluss von PIM bei älteren Erwachsenen auf die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse ist bisher noch nicht gut belegt. In diesem Vorhaben soll der Einfluss von PIM auf schwerwiegende unerwünschte Ereignisse insgesamt anhand der Daten der getABI-Studie untersucht werden. Die get-ABI-Studie ist eine prospektive Kohortenstudie mit 6880 deutschen Hausarztpatienten im Alter von 65 Jahren oder älter. Diese wurden in 344 Hausarztpraxen während einer Woche rekrutiert und über insgesamt 7 Jahre nachbeobachtet. In diesem Vorhaben geht es insbesondere um folgende Fragestellungen: 1.Lässt sich ein Zusammenhang von PIM und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (definiert als gemeinsamer Endpunkt von multiplen Stürzen, Hospitalisation und Tod) zeigen? 2.Erhöhen PIM tatsächlich die Anzahl von unerwünschten Arzneimittelereignissen? 3.Führen PIM zu häufigeren Arztkontakten? 4.Beeinflussen PIM die Lebensqualität?

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Studiendetails

Studienziel Kombinierter Endpunkt: multiple Stürze, Hospitalisation oder Tod "Multiple Stürze" wurden durch ein Telefoninterview nach 7 Jahren erhoben, "Hospitalisation" durch eine Telefoninterview bzw. durch einen Dokumentionsbogen der Ärzte, "Tod" wurde durch einen Dokumentationsbogen der Ärzte oder durch eine Abfrage beim Einwohnermeldeamt erhoben.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 6880
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Abteilung für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

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Einschlusskriterien

  • Geschäftsfähigkeit,
  • Hausarztpatienten zum Zeitpunkt des Studienbeginn im Oktober 2001

Ausschlusskriterien

  • Lebenserwartung kürzer als 6 Monate

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Erwachsene im Alter über 60 Jahren erhalten in Deutschland im Durchschnitt mehr als drei verschiedene Medikamente. Mit wachsender Zahl der eingenommenen Arzneimittel steigt das Risiko von Interaktionen zwischen den Medikamenten aber auch von unerwünschten Arzneimittelereignissen bei eingeschränkten Organfunktionen. Hierfür sind bei älteren Erwachsenen bestimmte Medikamente potentiell besonders bedeutsam. Für Deutschland wurde 2010 eine Liste der bei Älteren potentiell inadäquaten Medikation (PIM) zusammengestellt. Der Einfluss von PIM bei älteren Erwachsenen auf die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse ist bisher noch nicht gut belegt. In diesem Vorhaben soll der Einfluss von PIM auf schwerwiegende unerwünschte Ereignisse insgesamt anhand der Daten der getABI-Studie untersucht werden. Die get-ABI-Studie ist eine prospektive Kohortenstudie mit 6880 deutschen Hausarztpatienten im Alter von 65 Jahren oder älter. Diese wurden in 344 Hausarztpraxen während einer Woche rekrutiert und über insgesamt 7 Jahre nachbeobachtet. In diesem Vorhaben geht es insbesondere um folgende Fragestellungen: 1.Lässt sich ein Zusammenhang von PIM und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (definiert als gemeinsamer Endpunkt von multiplen Stürzen, Hospitalisation und Tod) zeigen? 2.Erhöhen PIM tatsächlich die Anzahl von unerwünschten Arzneimittelereignissen? 3.Führen PIM zu häufigeren Arztkontakten? 4.Beeinflussen PIM die Lebensqualität? In der getABI-Studie wurden 5 und 7 Jahre nach Studienbeginn umfangreiche Telefoninterviews mit den Patienten durchgeführt, in denen die eingenommenen Medikamente festgestellt und zahlreiche Fragen zur Lebenssituation gestellt wurden. Zudem füllten die Ärzte Dokumentationsbögen zum Verlauf in den letzten Jahren aus. Dabei wurden insbesondere eine Hospitalisation in den letzten 12 Monaten, die Lebensqualität mit dem EQ5D und die Zahl der Stürze erfragt, es wurden unerwünschte Arzneimittelereignisse und die Zahl der Arztkontakte festgehalten. Mit Hilfe dieser 5- und 7-Jahres Daten der getABI-Studie sollen univariable und multivariable Modelle mit PIM als Covariate und dem Endpunkt unerwünschte Ereignisse (Hospitalisation, multiple Stürze oder Tod innerhalb von zwei Jahren) erstellt werden. Sekundäre Analysen gelten der Anzahl der Arztkontakte und der Lebensqualität gemessen mit den EQ5D.

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