Beschreibung der Studie

In der Studie werden Personen, die an einer akuten depressiven Episode leiden, zufällig entweder einer kognitiven oder einer achtsamkeitsbasierten kognitiven Kurzzeit-Intervention zugeteilt. Die Studienteilnehmer/innen bekommen im Rahmen einer Gruppensitzung die Grundlagen der jeweiligen Intervention sowie eine zentrale Übung daraus vermittelt. Diese führen sie dann eine Woche lang selbständig durch. Nach einer Woche findet dann eine zweite Gruppensitzung statt, in der die Erfahrungen mit der Übung ausgewertet und Fragen dazu beantwortet werden. Anschließend üben die Teilnehmer/innen erneut eine Woche lang selbstständig, bevor dann eine Abschlusssitzung stattfindet. Vor, während und nach Ende der Kurzzeitintervention füllen die Teilnehmer/innen eine Reihe von Fragebögen aus, in denen es unter anderen ihre depressive Symptomatik, depressionstypische Gedanken, die aktuelle Stimmung und Achtsamkeitsfertigkeiten erhoben werden. Dadurch soll untersucht werden, was sich bei den Teilnehmer/inne/n durch die regelmäßige Durchführung der therapeutischen Übung verändert. Dieses Wissen würde helfen besser zu verstehen, wie Psychotherapie bei Depressionen wirkt und Anhaltspunkte für die weitere Verbesserung von Psychotherapie geben.

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Studiendetails

Studienziel Veränderungen in automatischen Gedanken (Fragebogens positiver und negativer automatischer Gedanken (Pössel, Seemann & Hautzinger, 2005)), dysfuntionalen Einstellungen (Kurzversion der Skala dysfunktionaler Einstellungen (DAS; Joormann, 2004)), Achtsamkeitsfertigkeiten (deutsche Version des Kentucky Inventory of Mindfulness Skills (Ströhle, Nachtigall, Michalak & Heidenreich, 2010)), Stimmungsbeurteilung (deutsche Version der Positive and Negative Affect Schedule (PANAS), Krohne, Egloff, Kohlmann & Tausch, 1996)), Bewertung alltäglicher Aktivitäten (4 Fragen zur Aktivitätsbeurteilung, angelehnt an Studie von Geschwind, Peeters, Drukker, van Os und Wichers (2011)). Die beiden Fragebögen zu Kognition wurden vor der Intervention sowie im Verlauf jeden zweiten Tag erhoben (=7 Messungen). Die KIMS wurde vor und nach der Intervention sowie nach einer Woche erhoben. Die Fragen zur aktuellen Stimmung und zur Bewertung der Aktivität wurden täglich erhoben (=14 Messungen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität Hildesheim,Institut für Psychologie,Arbeitsgruppe Klinische Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterium ist das Vorliegen einer akuten depressiven Episode nach den Kriterien des
  • Manual of Mental Disorders (DSM-IV; American Psychiatric Association, 1994).

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien waren das Vorliegen einer bipolare Störung, einer psychotische Störungen, ein aktueller Substanzmissbrauch oder eine Substanzabhängigkeit, akute Suizidalität, eine Veränderungn der antidepressiven Medikation innerhalb der letzten sechs Wochen sowie eine gegenwärtige Psychotherapie. Alle diagnostischen Kriterien wurden mithilfe des Strukturierten Klinischen Interviews für DSM-IV erfasst (SKID I; Wittchen, Wunderlich, Gruschwitz, & Zaudig, 1997).

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das Studie dient der Erforschung von Wirkmechanismen zweier psychotherapeutischer Verfahren. Das Design der Studie orientiert sich dabei an den von Kazdin (2007) aufgestellen Kriterien zur Erforschung von Wirkmechanismen und soll so methodische Probleme in der bisherigen Forschung überwinden (u.a. keine Beachtung der zeitlichen Reihefolge der Messung von Mediator und abhängiger Variable). Dadurch soll die Frage beantwortet werden, ob interventionsspezifische Mediatoren den Behandlunsgerfolg vermittelt oder ob es eher gemeinsame Faktoren sind, über die beide Interventionen wirken. Zu diesem Zweck werden akut depressive Probanden randomisiert einer der beiden Interventionsbedingungen (kognitive Intervention vs. achtsamkeitsbasierte kognitive Intervention) zugeteilt. Im Rahmen einer zweiwöchigen Kurzzeit-Intervention werden regelmäßig kognitive Veränderungen (Veränderung von automatischen Gedanken und dysfunktionalen Einstellungen) sowie Veränderungen in Achtsamkeitsfertigkeiten, der aktuellen Stimmung und der Bewertung von alltäglichen Aktivitäten erfasst. Bei den ersten beiden handelt es sich um aus der kognitven Theorie abgeleitete Mediatoren, alle anderen Variablen werden als Mediatoren im Rahmen von achtsamkeitsbasierten Verfahren diskutiert. Weiterhin wird die aktuelle depressive Symptomatik regelmäßig erhoben. Die zeitliche Reihung der Messung ist dabei so gewählt, dass die potentiellen Mediatoren stets vor der Depressivität erhoben werden, so dass kausale Einflüsse untersucht werden können.

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