Beschreibung der Studie

Chronische Erkrankungen gehen oft mit erheblichen Einschränkungen des täglichen Lebens einher. Was schon für erwachsene Menschen schwer zu aktzeptieren ist, stellt Heranwachsende zwischen 12 und 20 Jahren oft vor besonders große psychische Probleme. Die Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf untersucht in einer klinischen Studie, wie betroffenen Jungendlichen der Zugang zu psychologischer Unterstützung in dieser schwierigen Situation erleichtert werden könnte. Langfristig ließe sich so eine bessere Qualität der Behandlung erreichen. In den sechs Fachambulanzen der Klinik wird geprüft, ob mit speziellen motivierenden Gesprächstechniken, für die die betreuenden Ambulanzärzte eigens geschult werden, Angst oder Depression bei betroffenen Jugendlichen besser erkannt werden können und die Jugendlichen dazu motiviert werden können, falls nötig psychotherapeutische Angebote eher in Anspruch zu nehmen. Asthma, Diabetes, Epilepsie, Multiple Sklerose, Wachstumsstörungen, angeborene Stoffwechsel- oder Herzerkrankungen, sind nur ein paar der Krankheiten, die für junge Menschen mit möglicherweise lebenslangen Konsequenzen verbunden sind. Eine standardmäßige Prüfung der psychischen Belastung, die damit einhergeht, gibt es in der Versorgung von chronisch kranken Jugendlichen bislang kaum. Angst, Depression und Schwierigkeiten sich mit einer Therapie zu arrangieren hingegen, können zu Nichteinhaltung der notwendigen Therapie, risikantem Verhalten und letztlich unzureichender Behandlung mit schweren Folgen führen. Die Studie beinhaltet einen vielversprechenden Ansatz, genau dies vermeiden zu helfen. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über fünf Jahre gefördert. Sie wird in den Ambulanzen der Düsseldorfer Kinderklinik durchgeführt. Eingeschlossen werden sollen in den nächsten beiden Jahren rund 1000 Jugendliche mit chronischen Erkrankungen im Alter von 12 bis 20 Jahren.

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Studiendetails

Studienziel Inanspruchnahme von psychotherapeutischer Hilfe innerhalb von 6 Monaten nach Kontakt zu einem Arzt, der in der Technik des "Motivational Interviewings" geschult ist vs. eines nicht geschulten Arztes .
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Jugendliche mit chronischen Erkrankungen werden eine standardisiertes Screening auf Angst und Depression erhalten, wenn sie zwischen 12 und 20 Jahre alt sind. Chronisch Erkrankungen werden definiert durch eine Erkrankung, die folgende Kriterien erfüllt: Dauer von > 1 Jahr, die den Alltag signifikant beeinträchtigt und regelmäßiger ärztliche Betreuung und/oder medizinischer Behandlung bedarf.

Ausschlusskriterien

  • Teilnehmer, die folgende Kriterien erfüllen, werden ausgeschlossen: regelmäßige psychotherapeutische Behandlung zum Zeitpunkt der Rekrutierung, Psychose, akute Suizidalität, schwere Intelligenzminderung (IQ < 70), Unfähigkeit zu kommunizieren (verbal oder schriftlich) oder aktueller Substanzmissbrauch (Alkohol/Drogen).

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Düsseldorf

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Diese Cluster-randomisierte, monozentrische, kontrollierte Studie befasst sich mit der Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung von Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen. Mithilfe eines Screening sollen Jugendliche identifiziert werden, die Angst- und/oder Depressionssymptome zeigen. Die Studie zielt darauf ab, die Wirksamkeit von Motivational Interviewing (MI), einer Gesprächsmethode, die von den behandelten Ärzten angewandt wird, zu ermitteln und so den Zugang zur psychotherapeutischen Gesundheitsversorgung für 12- bis 20-jährige Jugendliche mit Angst- oder Depressionssymptomatik zu vereinfachen. Methoden/Design: Mittels eines Single-Center-Ansatzes werden n = 1.000 Jugendliche untersucht (PHQ-9; GAD-7) und Jugendlichen mit Symptomen, die auf Angst oder Depression hindeuten (n = 162), wird geraten, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Teilnehmer werden, je nach behandelndem Arzt in den jeweiligen Spezialambulanzen, zwei verschiedenen Clustern zugeordnet. Teilnehmer, mit einem positiven Screening erhalten entweder zwei MI-Sitzungen oder „treatment as usual“ (TAU, die als die routinemäßige klinische Behandlung angesehen wird), die sich auf eine Empfehlung konzentriert, eine psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die MI-Wirksamkeit wird mit der von TAU als Kontrollbedingung verglichen. Primärer Endpunkt ist die Inanspruchnahme von psychotherapeutischer Behandlung innerhalb von 6 Monaten nach Beratung durch einen MI-ausgebildeten Arzt gegenüber einem ungeübten Arzt. Darüber hinaus werden in einer 6-monatigen Follow-up-Sitzung die Gründe für den Verzicht auf psychologische Unterstützung und Veränderungen krankheitsbezogener Parameter untersucht. Diskussion: Diese Studie untersucht, inwieweit sich MI eignet, Jugendlichen, die Unterstützung benötigen, die über die medizinische Standardversorgung chronischer Krankheiten hinausgeht, den Zugang zu Psychotherapie zu erleichtern. Ärzte, die die Technik des MI im Gespräch mit chronisch kranken Jugendlichen anwenden, könnten als Modell für die Optimierung des Gesundheitsmanagements in der routinemäßigen klinischen Behandlung dienen. Dies könnte den Langzeitkrankheitsverlauf verbessern, indem Behandlungsabbruch und Langzeitfolgen bis ins Erwachsenenalter verhindert werden.

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