Beschreibung der Studie

Was ist der Hauptzweck? Eine Narkose kann über die Vene gespritzt oder als Gas appliziert werden. Wir möchten herausfinden, wie lange Narkosegase nach einer Narkose noch im Körper nachweisbar sind. Ws ist der Hintergrund der Studie? Bisher war es nicht möglich, derartig geringe Konzentrationen zu messen. Daher ging man im Wesentlichen davon aus, dass Narkosegase spätestens am Abend der OP abgebaut sind. Was wird gemacht? Patienten, die für die Operation eine Gasnarkose bekommen, werden für einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach der Narkose mit einem sog. Ionenmobilitätsspektrometer mit extrem hoher Messempfindlichkeit vermessen. Dafür müssen die Studienteilnehmer in ein Röhrchen pusten, die ausgeatmete Atemluft wird im Anschluss analysiert. Wer sind die potentiellen Studienteilnehmer? Patienten der Allgemeinchirurgie, der Unfallchirurgie oder der Gefäßchirurgie, welche sich einer elektiven Operation unterziehen. Was sind die Ziele? Wir möchten herausfinden, ob und über welchen Zeitraum und in welcher Konzentration Narkosegase nach einer OP noch nachweisbar sind. Welche Hypothesen sollen überprüft werden? Wir wollen unter anderem überprüfen, ob Menschen mit Übergewicht Narkosegase vermehrt speichern und damit länger abatmen.

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Studiendetails

Studienziel Zeitraum bis zum Unterschreiten der Nachweisbarkeitsgrenze der exspiratorisch gemessenen Konzentration des Inhalationsanästhetikums bzw. niedrigste gemessene Konzentration am Entlasstag
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum des Saarlandes

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien umfassen elektiv operierte Patienten sowie die Zustimmung des Patienten bzw. des Betreuers. Es werden je 30 Patienten in eine Gruppe mit Desfluran-Anästhesie bzw. Sevofluran-Anästhesie eingeschlossen. Vorerkrankungen, Vormedikation sowie Ernährungs- und Rauchgewohnheiten sind für den Einschluss nicht relevant.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien sind Not-Operationen sowie Patienten, die absehbar länger postoperativ beatmet werden oder absehbar revidiert werden müssen (z.B. Vacuum Assisted Closure-Therapie (VAC) u.a.).
  • Eine Messung bei Kindern/Jugendlichen (<18. LJ) ist nicht vorgesehen.

Adressen und Kontakt

Center of Breath Research, Homburg

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Häufig gestellte Fragen

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Fragestellung: Die volatilen Anästhetika Desfluran und Sevofluran unterscheiden sich in ihrer Pharmakokinetik. Sevofluran kumuliert aufgrund des höheren Fett-Blut-Verteilungskoeffizienten stärker als Desfluran. Die in- und exspiratorischen Konzentrationen werden intraoperativ standardmäßig mittels Infrarotlichtabsoprtion im Vol% Bereich gemessen. Nach Beendigung der Narkose kommt es zu einem raschen Abfall der Konzentration. Gängige pharmakokinetische Modelle über das Auswaschverhalten volatiler Anästhetika beruhten daher im Wesentlichen auf Berechnungen. Mithilfe der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) können Desfluran und Sevofluran in der Exspirationsluft im Spurenbereich (ppbv) mehrere Tage nach Exposition nachgewiesen werden. Unklar ist, wie lange Desfluran und Sevofluran in der Ausatemluft von Patienten tatsächlich nachweisbar sind und welchen Einfluss der Uptake und das Geschlecht auf das Auswaschverhalten haben. Nach Genehmigung durch die Ethikkommission (Ärztekammer des Saarlandes, 213/17) soll die Ausatemluft von Patienten nach balancierter Allgemeinanästhesie über einen Zeitraum von maximal 14 d postoperativ untersucht werden. Desfluran und Sevofluran werden mittels IMS in der Ausatemluft nachgewiesen. In den ersten 3 postoperativen Tagen erfolgt die Ausatemluftanalyse in 12-stündlichem, danach in 24-stündlichem Abstand. Für die Umrechung von Spannung (mV, MCC-IMS) in Konzentrationen (ppbv) erfolgt eine Flaschenkalibration für Defluran und Sevofluran. Exspiratorische Konzentrationen von Desfluran und Sevofluran werden mit dem intraoperativen Uptake der volatilen Anästhetika sowie Body Mass Index korreliert.

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