Beschreibung der Studie

Wie gut funktioniert die spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV) in Deutschland? Diese Frage versucht SAVOIR zu beantworten. Das Projekt untersucht die Vielfalt der Modelle sowie der damit einhergehenden regionalen Versorgungsstrukturen. Wir wollen herausarbeiten, welche Faktoren für die Versorgungsqualität wichtig sind und daher berücksichtigt werden sollten. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist in Deutschland als Regelleistung in die Versorgungslandschaft integriert. Auf Grund differierender Vertrags-, Versorgungs- und Finanzierungsmodelle ist die konkrete Versorgungspraxis sehr unterschiedlich. Wir finden eine große Varianz hinsichtlich Ein- und Ausschlusskriterien von Patienten, Behandlungsintensität und –dauer, sowie Strukturmerkmalen des Versorgungsangebotes. Auch die Vernetzungen und Kooperationen mit Hausärzten, Pflegenden, Hospizen, Kliniken können sehr unterschiedlich sein. Im Rahmen von Teilprojekt 1 werden bundesweit die strukturellen und vertraglichen Rahmenbedingungen der SAPV erhoben (Schritt 1a und 1b). Im zweiten Schritt werden aus der elektronischen Patientendokumentation der SAPV-Teams pseudonymisierte Patientendaten ausgelesen. Es soll untersucht werden, welche strukturellen und vertraglichen Faktoren eine gute Versorgung ermöglichen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Symptome zu Beginn und Ende der Versorgung
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 5950
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschuss
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patient bekommt spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV)

Ausschlusskriterien

  • Patient stimmt Datenweitergabe nicht zu.

Adressen und Kontakt

Klinik für Palliativmedizin, Göttingen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Göttingen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Klinik für Palliativmedizin, Jena

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Jena via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Praxis, bundesweit

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus bundesweit via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Praxis und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Für Patienten, bei denen aufgrund einer komplexen Behandlungssituation für eine optimale Betreuung spezialisierte palliativmedizinische und -pflegerische Kenntnisse erforderlich sind, sollte ergänzend zur AAPV eine spezialisierte Palliativversorgung initiiert werden. Diese kann stationär, z.B. auf Palliativstationen und im ambulanten Bereich durch Strukturen der Spezialisierten Ambulanten PalliativVersorgung (SAPV) erfolgen. Gesetzlich Krankenversicherte mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, die in absehbarer Zeit zum Tod führt, haben seit 2007 einen rechtlich verankerten Anspruch auf SAPV zu Hause, in Pflegeheim, Hospiz oder Einrichtungen für behinderte Menschen (§37b SGB V, §132d SGB V), wenn sich die AAPV als nicht mehr ausreichend erweist. Die Ausgestaltung der SAPV wurde in der Richtlinie des G-BA (im Folgenden: SAPV-Richtlinie) festgelegt, die deren Grundlagen und Ziele (§1), Anspruchsvoraussetzungen (§2), Anforderungen an die Erkrankung (§3), Besonders aufwändige Versorgung (§4), Inhalt und Umfang der SAPV (§5), Zusammenarbeit der Leistungserbringer (§6), Verordnung der SAPV (§7) und Prüfung der Leistungsansprüche durch die Krankenkasse (§8) regelt. Dabei ist die SAPV-Richtlinie bewusst allgemein gehalten, um in der konkreten Umsetzung der Versorgung und der Vertragsgestaltung zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern Spielraum zu lassen, gewachsene Strukturen und regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Dies hat zu einer großen Heterogenität in den vertraglichen Regelungen sowohl in Bezug auf die Leistungserbringung, Kooperation und Qualitätssicherung, als auch in Bezug auf die Leistungsvergütung geführt. Zwar existieren für alle Bezirke der Kassenärztlichen Vereinigung Musterverträge für SAPV (in Westfalen-Lippe für ambulante Palliativversorgung allgemein und spezialisiert). Dabei handelt es sich jedoch zum Teil nur um Rahmenverträge, die konkrete Ausgestaltung obliegt den jeweiligen Verhandlungspartnern (in der Regel Krankenkassen und SAPV-Team). Auch die konkreten SAPV-Strukturen sind unterschiedlich ausgestaltet z.B. hinsichtlich Trägerschaft, Teamstruktur, Einbezug weiterer (z.B. psychosozialer) Disziplinen/Professionen. Eine systematische, bundesweite Untersuchung der aus den Richtlinien resultierenden Versorgungskonzepte erfolgte bisher nicht. Bisherige Analysen der SAPV-Versorgung wurden regional vorgenommen und beschränken sich überwiegend auf eine Deskription von Strukturen und Versorgungszahlen. 2. Fragestellung und Zielsetzung Welche regionalen Versorgungsstrukturen liegen vor? Welche verschiedenen Vertragsmodelle existieren? Welche regionalen Unterschiede existieren in der Leistungserbringung und lassen sich diese auf unterschiedliche Strukturen oder Vertragsregelungen zurückführen? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus in Bezug auf die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Versorgung? Ziel ist die Erfassung der SAPV-Strukturen, die Analyse der verschiedenen Vertragsbedingungen, unter denen SAPV erbracht wird, sowie die Untersuchung, inwiefern sich unterschiedliche Strukturen und Vertragsbedingungen auf die Patientenversorgung auswirken. 3. Methodisches Vorgehen Das Projekt wird in drei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt (1a) werden bundesweit die SAPV-Strukturen erhoben und grafisch dargestellt (erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Gleichzeitig (Schritt 1b) werden die vertraglichen Strukturen mit den Kostenträgern in der SAPV aktualisiert erhoben (erfolgt in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft SAPV (BAG-SAPV)). Auf Grundlage dieser Merkmale werden Teams ausgewählt, deren Versorgungsdaten auf Patientenebene erhoben werden (Schritt 2). Diese werden in Bezug auf die Versorgungsparameter hinsichtlich regionaler/struktureller Unterschiede analysiert. Datenerhebung: Schritt 1a: Die Strukturdaten werden über den Wegweiser Hospiz- und Palliativmedizin (DGP) erhoben. Dieser enthält umfangreiche aktuelle Strukturdaten spezialisierter Palliativversorger. Diese wurden bereits aufbereitet, sind jedoch unvollständig und werden daher in diesem Schritt vervollständigt. Die Vertragsbestandteile (Schritt 1b) werden entsprechend der Vorarbeiten durch die BAG-SAPV in enger Absprache mit der Antragstellerin recherchiert und strukturiert. Die anonymisierten Patientendaten (Schritt 2) werden anhand elektronischer Patientendokumentationen der Systeme PalliDoc (StatConsult) und ISPC (smart-Q) erhoben. Der Erhebung wird der bereits in den Programmen implementierte Gemeinsame Datensatz von DGP und DHPV, der Grundlage des Nationalen Hospiz- und Palliativregisters ist, zu Grunde gelegt. Zusätzlich werden folgende Patientendaten aus der Dokumentation ausgelesen: letzte Symptomerfassung, komplexes Symptomgeschehen, Anfahrtsweg, Anzahl Hausbesuche nach Berufsgruppen, Anzahl Krankenhausaufenthalte/Notarzteinsätze. Die Erhebung bei den teilnehmenden Teams erfolgt prospektiv über einen Zeitraum von sechs Monaten. Stichprobe: Schritt 1a/1b: umfassende Datenerfassung aller SAPV-Teams (ca. 290) und deren Verträge. Schritt 2: Auswahl der Teams anhand der in Schritt 1a/1b erhobenen Strukturklassifikationen. Die Rekrutierung erfolgt mit Unterstützung der DGP sowie der BAG-SAPV. Wenn insgesamt pro KV-Region 5 Teams eingeschlossen werden, die in 6 Monaten ca. 70 Patientenversorgungen beenden, beträgt die Gesamtstichprobe an Patienten n = 5950. Datenanalyse: Schritt 1a und b: a) Grafische, deskriptive Darstellung von Struktur- und Ver-tragsvariablen und der Korrelation, b) Variablenreduktion auf der Ebene der Struktur- und Vertragsdaten; Schritt 2: hierarchische multiple Mehrebenenmodelle (gemischte verallgemeinerte Regressionsmodelle), um den Zusammenhang zwischen den Einflussfaktoren (Prädiktoren) auf der Strukturebene (aus Schritt 1b) und Patientenebene mit den Versorgungsparametern (Kriterien) zu ermitteln. Da es sich um eine explorative Analyse handelt, liegt der Fokus auf der Effektschätzung.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.