Beschreibung der Studie

Bei dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) handelt es sich um eine seltene schwere Komplikation nach kleineren Unfällen unter anderem mit Brüchen. Sie ist durch Schwellungen, Missempfindungen hinsichtlich des Gefühls oder der Temperatur, funktionelle Beeinträchtigungen oder Schmerzen gekennzeichnet. Der Verlauf der Erkrankung ist besonders bei spätem Therapiebeginn ungünstig. Es gibt allerdings nur wenige aktuelle Daten zum Langzeitverlauf, vor allem fehlen Vergleiche zum Therapieergebnis bei anderen Schmerzformen nach vergleichbaren Verletzungen. Geplant ist eine standardisierte telefonische Befragung der in Bochum behandelten Patienten 1-5 Jahre nach Therapiebeginn, deren Problematik zum Therapiebeginn gut dokumentiert ist. Ziel der Studie ist es zu prüfen, wie viele der Patienten schmerzfrei werden, inwieweit sich die Funktion der Extremität erholt und ob mit einer Wiedererlangung der Arbeits-/Berufsfähigkeit zu rechnen ist. Als Kontrolle dienen Patienten mit vergleichbaren Beschwerden, aber einer anderen Diagnose. Aufgrund der spärlichen Literaturdaten ist eine hinreichende Fallzahlschätzung erschwert. Es besteht dennoch die Annahme, dass die Prognose für alle oben genannten Kriterien bei den Patienten mit CRPS signifikant schlechter ist als bei den Kontrollgruppen. Es soll eine standardisierte telefonische Nachbefragung aller ca. 400 Patienten erfolgen, bei denen im Zeitraum 2012 bis 2016 die Diagnose CRPS erstmalig in der Schmerzklinik Bergmannsheil in Bochum mittels ausreichender Dokumentationen der klinischen und radiologischen Befunde gesichert wurde. Davon hatten ca. 60 Patienten ein CRPS Typ II (plus Nervenverletzung). Hierfür wird als Kontrollkollektiv eine gleich große Anzahl von Patienten mit posttraumatischer Neuralgie und für die 340 Patienten mit einem CRPS Typ I Patienten mit posttraumatischen Gelenk- und Muskelbeschwerden in gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung, sowie dem gleichen betroffenen Areal, nachuntersucht. Hieraus ergibt sich eine Gesamtzahl von ca. 800 zu befragenden Patienten. Vorweg werden alle Patienten schriftlich benachrichtigt und um ihr Einverständnis zum Telefoninterview gebeten. Die Doktorandin wird die Patienten innerhalb der nächsten Wochen mit dem Erhebungsbogen 25 Minuten lang befragen. Sie werden in einem standardisierten Interview über die aktuellen Schmerzen, der Funktionalität der betroffenen Extremität im Alltag und Beruf, sowie ihrer beruflichen Situation und die noch laufende Therapie befragt. Alle Daten zu dem Beginn und dem Verlauf werden aus den eigenen Krankenakten entnommen.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzintensität, dauerhafter Bedarf für Analgetika oder Psychopharmaka mittels Fragebogenerhebung 1-5 Jahre nach Therapiebeginn
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 800
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Abteilung für Schmerzmedizin Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH Bochum

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, bei denen im Zeitraum 2012 bis 2016 in der Abteilung der Schmerzmedizin des Bergmannheils
  • eine gesicherte Diagnose des CRPS der oberen oder unteren Extremität anhand validierter Kriterien (Budapest-Kriterien und Szintigraphie) vorliegen, bzw. ein gesicherter Ausschluss eines CRPS und eine Sicherung einer Alternativdiagnose nach vergleichbarem Trauma vorliegen,
  • eine ärztliche Untersuchung mit ausreichender Dokumentation der für die Diagnosefindung wichtiger klinischer und radiologischer Befunde in Bochum durchgeführt wurde (Ausschluss von reinen Beratungsfällen),
  • ein mündliches Einverständnis vorliegt ist.

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Bereitschaft und mangelnde Auskunftsfähigkeit, sowie kognitive Einschränkungen, die einen Telefoninterview nicht sinnvoll machen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Mononeuropathie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bei dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) handelt es sich um eine seltene schwere Komplikation unklarer Ätiologie nach relativen Traumata wie der distalen Radiusfraktur. Sie ist durch Ödeme, trophische Störungen, gravierende Störungen der Sensorik, Motorik und des autonomen Nervensystems sowie durch pathologische Gelenkfunktion gekennzeichnet. Die Prognose ist besonders bei spätem Therapiebeginn ungünstig. Es gibt allerdings nur wenige aktuelle Daten zum Langzeitverlauf, vor allem fehlen Vergleiche zum Therapieergebnis bei anderen Schmerzformen nach einem vergleichbaren Trauma. Geplant ist eine standardisierte telefonische Befragung der in Bochum behandelten Patienten 1-5 Jahre nach Therapiebeginn, deren Klinik bei Therapiebeginn gut dokumentiert ist. Ziel der Studie ist es zu prüfen, wie viele der Patienten schmerzfrei werden, inwieweit sich die Funktion der Extremität erholt und ob mit einer Wiedererlangung der Arbeits-/Berufsfähigkeit zu rechnen ist. Als Kontrolle dienen Patienten mit einer posttraumatischen Neuralgie oder Gelenkschmerz. Outcome-Variablen sind u.a. die Schmerzintensität, der anhaltende Bedarf für Analgetika oder Psychopharmaka, die Funktionalität der Hand oder des Fußes bei Berufs- und Alltagsaktivitäten sowie die Wiedererlangung einer Arbeits-/Berufsfähigkeit bzw. die Möglichkeit einer adäquaten Alltagsbewältigung. Zusätzlich soll die Relevanz vermuteter Risikofaktoren wie psychische Vorerkrankung (u.a. Depression), höheres Alter, weibliches Geschlecht, Dauer des therapiefreien Intervalls vor Beginn einer Schmerztherapie, sowie hohe primäre Schmerzintensität und schwere primäre Einschränkung der Gelenkfunktion oder das Vorliegen einer Hyperalgesie/Allodynie bzw. sensorischer Ausfälle im sensorischen Profil zu Beginn geprüft werden. Aufgrund der spärlichen und zudem inkonsistenten Literaturdaten ist eine valide Fallzahlschätzung erschwert. Es besteht dennoch Konsens im Schrifttum, dass die Prognose für alle oben genannten Kriterien bei den Patienten mit CRPS auch nach Adjustierung für die Risikofaktoren signifikant schlechter ist als bei den beiden Kontrollgruppen. Es soll eine standardisierte telefonische Nachbefragung aller ca. 400 Patienten erfolgen, bei denen im Zeitraum 2012 bis 2016 die Diagnose CRPS erstmalig in der Schmerzklinik Bergmannsheil in Bochum mittels ausreichender Dokumentationen der klinischen und radiologischen Befunde gesichert wurde. Davon hatten ca. 60 Patienten ein CRPS Typ II (plus Nervenverletzung). Hierfür wird als Kontrollkollektiv eine gleich große Anzahl von Patienten mit posttraumatischer Neuralgie und für die 340 Patienten mit einem CRPS Typ I Patienten mit posttraumatischen Gelenk- und Muskelbeschwerden in gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung, sowie dem gleichen betroffenen Areal, nachuntersucht. Hieraus ergibt sich eine Gesamtzahl von ca. 800 zu befragenden Patienten. Vorweg werden alle Patienten schriftlich benachrichtigt und um ihr Einverständnis zum Telefoninterview gebeten. Die Doktorandin wird die Patienten innerhalb der nächsten Wochen mit dem Erhebungsbogen 25 Minuten lang befragen. Sie werden in einem standardisierten Interview über die aktuellen Schmerzen, der Funktionalität der betroffenen Extremität im Alltag und Beruf, sowie ihrer beruflichen Situation und die noch laufende Therapie befragt. Alle Daten zu dem Beginn und dem Verlauf werden aus den eigenen Krankenakten und den Daten der Dokumentationen der internen Qualitätssicherung (KIS-System QUAST Schmerzmedizin, Medico,) entnommen.

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