Beschreibung der Studie

Entzündungen (Osteomyelitis) des Kiefers sind Erkrankungen, die für die betroffenen Patienten große physische und soziale Einschränkungen sowie eine Minderung der Lebensqualität bedeuten. Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen u.a. verursachende Faktoren wie Zahnimplantate, Diabetes mellitus, Bestrahlungen und Bisphosphonattherapien bei Osteoporose oder Knochenmetastasierung führten zu einer Zunahme der Kieferosteomyelitis. In dieser Krankheitsform des Kiefers liegt häufig ein Mischbild aus Entzündung und Nekrose vor. Da Klinik- und Laborparameter nicht ausreichen, um Vorliegen und Ausmaß der Osteomyelitis/-nekrose korrekt zu diagnostizieren, kommt der Bildgebung eine wichtige Rolle zu. Mit Hilfe der neuen kombinierten Positronenemissions-/Magnetresonanz-Tomographie (PET/MRT) soll versucht werden, die Differentialdiagnostik der Kieferosteomyelitis zu verbessern und Therapieentscheidungen zu erleichtern.

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Studiendetails

Studienziel Evaluation der diagnostischen Aussagekraft der dynamischen PET/MR hinsichtl. exakter Aktivitätsbeurteilung u. Ausdehnungsbestimmung der Kieferosteomyelitis/-nekrose in Korrelation mit operativ erfolgter histol. Sicherung (Goldstandard)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • klinischer Verdacht auf Kieferosteomyelitis/-nekrose
  • Z. v. geplanter operativer Sanierung
  • Alter ≥18 Jahre
  • schriftliche Einwilligung des Patienten

Ausschlusskriterien

  • akute Erkrankungen wie z.B. Infekt
  • nicht einwilligungsfähige Patienten
  • schwangere u. stillende Frauen
  • nicht MR-taugliche Implantate u./o. Metalle in u. am Körper
  • erhöhte Empfindlichkeit für laute Geräusche
  • eingeschränkte Temperaturempfindung u./o erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Erwärmung des Körpers
  • Klaustrophobie
  • Kontraindikation gegen Gadolinium-haltiges Kontrastmittel
  • Adipositas mit >150 kg Körpergewicht

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Tübingen, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Durch die Kombination morphologischer und funktioneller Verfahren können in einem PET/MRT-Untersuchungsgang Informationen über den Knochenstoffwechsel, die Gewebedurchblutung und die Morphologie der Knochenstruktur des Kiefers gewonnen werden. Die PET/MR ist nach derzeitigem Erkenntnisstand für die Diagnostik der Kieferosteomyelitis/-nekrose aus folgenden Gründen die zu bevorzugende Methode: Sie erlaubt mittels simultaner Datenakquisition eine verbesserte Überlagerungsqualität der Anatomie- und funktionellen PET-Daten in der Kopf-Hals-Region. Sie verfügt über ein günstiges Artefaktverhalten. Die MRT erlaubt die gleichzeitige Evaluation der Knochen- und Weichteilsituation - gepaart mit der Beurteilung der Beteiligung des Kiefergelenks. Mit der Perfusions- und Diffusionsbildgebung stehen quantifizierbare funktionelle Parameter zu Verfügung, die sich für die Diagnostik inflammatorischer Prozesse, lokale Gewebeveränderungen oder Perfusionsalterationen eignen. Die Rolle der einzelnen PET/MRT-Parameter im Hinblick auf die Einschätzung der Entzündungsaktivität, der Knochenvitalität und der exakten Erfassung der Krankheitsausdehnung soll durch Korrelation mit histologischen Ergebnissen (nach OP) erstmals untersucht werden.

Quelle

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