Beschreibung der Studie

Es ist seit langem bekannt, dass bei Patienten mit einer Pumpschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) eine verminderte Belastbarkeit der Muskulatur und vor allem der Atemmuskulatur auftritt. Von der Durchführung der vorgesehenen Studie erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Entstehung und die Eigenschaften einer Einschränkung der Atemmuskelkraft bei Patienten mit einer Linksherzschwäche. Ferner soll untersucht werden, ob eine Einschränkung der Atemmuskelkraft bei diesen Patienten unabhängig von der Linksherzinsuffizienz zu der Luftnot und fehlenden körperlichen Belastbarkeit bei diesen Patienten beiträgt und wie sich diese im Verlauf der Erkrankung der Herzinsuffizienz darstellt.

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Studiendetails

Studienziel Twitch transdiaphragmaler Druck nach magnetischer zervikaler Stimulation der phrenicus Nerven [cmH2O; mittels intraösophagealer und intragastraler Ballonkatheter mit Aufzeichnung des Druckes nach bilateraler, supramaximaler zervikaler Magnetstimulation]
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Department für Neurologie - Klinik für Schlafmedizin und neuromuskuläre Erkrankungen Universitätsklinikum Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • >18 Jahre
  • einwilligungsfähig
  • klinisch, laborchemisch und echokardiographisch Linksherzinsuffizienz (Diagnose einer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion -HFrEF- im Einklang mit den neuesten entsprechenden Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie -ESC-; >12 Wochen seit der Diagnose der HFrEF; keine Hospitalisierung in den letzten 4 Wochen vor Einschluss in die Studie; Optimale medikamentöse Therapie im Einklang mit den jeweils neuesten ESC Leitlinien mit keiner Änderung der Medikation in den letzten 4 Wochen und einer Kombinationstherapie für die HFrEF -bei Nicht-Vorhandensein eines beta-blockers oder ACE-Hemmers/ARBs bei der HFrEF muss der Grund dafür dokumentiert werden-
  • Alters und Geschlechts-entsprechende herzgesunde Kontrollpersonen (unauffälliges Echo und Elektrokardiogram und nicht erhöhtes NT-BNP)

Ausschlusskriterien

  • Body Mass Index (BMI) > 35
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Schwerwiegende neurologische Vorerkrankung wie M. Parkinson, Multisystematrophie, Multiple Sklerose, primäre Muskelerkrankungen
  • Schwerwiegende psychiatrische Vorerkrankung
  • Thoraxwanderkrankungen
  • Herzschrittmacher

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Herzschwäche-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Herzinsuffizienz wird der aktuellen Leitlinie der europäischen Gesellschaft für Kardiologie nach in eine Herzinsuffizienz mit reduzierter, mittelgradiger und erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion eingeteilt. Diese Einteilung richtet sich entsprechend primär nach der Linksherzfunktion. Für die Herzinsuffizienz konnten zahlreiche Studien belegen, dass sie mit einer Funktionsstörung nicht nur des Myokards, sondern auch der quergestreiften Muskulatur verbunden ist. Auf molekularer Ebene ist eine durch komplexe Mechanismen vermittelte Veränderung der kontraktilen Elemente des Zytoskeletts hierfür verantwortlich. Betroffen sind insbesondere die Atmungs- und die Extremitätenmuskulatur. Eine entsprechende Reduktion von Muskelkraft und -ausdauer konnte speziell für das Zwerchfell und die Beinmuskulatur (M. quadriceps femoris) gezeigt werden, was klinisch zu einer weiteren Verschlechterung der schon durch die Herzinsuffizienz eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit beiträgt. Was jedoch fehlt ist eine allumfassende Untersuchung der Beziehung der Lungenfunktion inkl. der Zwerchfellkraft zur linksventrikulären Pumpfunktion. Daher soll diese Studie bei Patienten mit wohl charakterisierter Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionfraktion (HFrEF) mittels modernster multimodaler Methoden (inkl. Zwerchfell-Ultraschall, transdiaphragmaler Druck nach magnetischer zervikaler Phrenicus-Stimulation) messen und erarbeiten (1) ob es parallel zur Einschränkung der Linksherzfunktion zu einer Einschränkung der Lungenfunktion und der Atemmuskelkraft kommt und wenn ja wie diese charakterisiert ist und ob sie unabhängig von der eingeschränkten Linksherzfunktion zu Luftnot und Belastungsintoleranz beiträgt (2) wie sich dieser Zusammenhang im Longitudinal-Verlauf der Linksherzinsuffizienz darstellt. So kann die Frage beleuchtet werden, ob die Einschränkung der Atemmuskelkraft ein reines Epiphänomen der HFrEF ist oder nicht. Dies soll explorativ bei 15 Patienten mit stabiler und optimal therapierter HFrEF getestet werden. Dazu werden im Wesentlichen alle 15 Patienten alle 6 Monate hinsichtlich der Lungenfunktion inkl. Atemmuskelkraft und Ihrer Linksherzfunktion gemessen.

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