Beschreibung der Studie

Es ist seit langem bekannt, dass bei Patienten mit einer Pumpschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) nächtliche Atempausen auftreten können. Bei der pulmonal-arteriellen Hypertonie (Lungenhochdruck) ist vor allem die rechte Herzkammer überlastet, so dass eine Rechtsherzinsuffizienz entstehen kann. Die Frage, ob und wie häufig auch in dieser Patientengruppe nächtliche Atempausen auftreten können, ist derzeit noch unzureichend untersucht. Von der Durchführung der vorgesehenen Studie erhoffen wir uns daher neue Erkenntnisse über Atemsteuerung bei Patienten mit einer pulmonal-arteriellen Hypertonie. Ferner soll untersucht werden, ob und in welchem Maß eine wirksame Therapie, die zur Senkung des Lungenhochdrucks führt, dazu beiträgt, dass sich schlafbezogene Atmungsstörungen weniger werden.

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Studiendetails

Studienziel Vorhandensein (Typ und Schwere) einer schlafbezogenen Atmungsstörung (SBAS) [keine SBAS vs. obstruktive SBAS vs. zentrale SBAS; geringgradig vs. mittelgradig vs. hochgradig]
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle KommissionInnovative Medizinische Forschung (IMF) im Dekanat der Medizinischen Fakultätder Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-70
  • Invasiv gesicherte Diagnose einer PAH
  • APAH wegen eines echokardiographisch gesicherten Herzvitiums bzw. wegen einer Bindegewebserkrankung (Antikörper positive systemische Sklerose) oder IPAH nach allumfassenden Ausschluss anderer Ursachen einer PAH
  • keine oder ineffektive Therapie der PAH definiert als keine klinische Verbesserung (Dyspnoe im Sinne von NYHA III oder IV) und/oder anhaltende NT-BNP Erhöhung unter laufender PAH Therapie
  • Vorhandensein einer schlafbezogenen Atmungsstörung (AHI>15/h) in einer diagnostischen Polygraphie
  • Freie Gehfähigkeit
  • Schriftliche Einwilligung in die Studie
  • Zusätzliches Einschlusskriterium für die "Nach-Therapie Evaluation":
  • Therapie-response im Sinne einer klinischen Verbesserung hin zu Dyspnoe im Sinne von NYHA I oder II und/oder eine Normalisierung (nahezu Normalisierung) des NT-proBNPs

Ausschlusskriterien

  • Body Mass Index (BMI) > 35
  • Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Pumpfunktion <50%
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Schwerwiegende neurologische Vorerkrankung wie M. Parkinson,
  • Multisystematrophie, Multiple Sklerose, primäre Muskelerkrankungen
  • Schwerwiegende psychiatrische Vorerkrankung
  • Thoraxwanderkrankungen
  • Herzschrittmacher

Adressen und Kontakt

Department für Neurologie - Klinik für Schlafmedizin und neuromuskuläre Erkrankungen Universitätsklinikum Münster, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine Unterform der pulmonalen Hypertonie (PH). Diese wiederum ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch eine Erhöhung des Gefäßwiderstandes und des Blutdruckes im Pulmonalkreislauf gekennzeichnet sind. Die Gruppe Nizza I entspricht der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) im engeren Sinne und umfasst die idiopathische PAH (IPAH), die hereditäre PAH, die durch Arzneimittel und Toxine induzierte PAH und die assoziierte PAH bei Kollagenosen, HIV-Infektion, portaler Hypertension und angeborenen Herzfehlern mit systemisch-pulmonalem Shunt. Während für Patienten mit Herzinsuffizienz und verminderter Auswurfleistung des linken Ventrikels die Pathophysiologie der schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) oft bearbeitet wurde ist dies für Patienten mit PAH bisher nur in kleineren Fallserien untersucht worden. SBAS umfassen die obstruktive sowie die zentrale Schlafapnoe sowie die schlafbezogene Hypoventilation. Insbesondere die Cheyne-Stokes-Atmung (CSR, zentrale Schlafapnoe mit CSR, CSA-CSR) als Sonderform der zentralen Schlafapnoe tritt bei Patienten mit Herzinsuffizienz gehäuft auf. Hierbei handelt es sich um ein periodisches Atemmuster, bei dem es zu kurzen Phasen der Hyperventilation im Wechsel mit zentralen Apnoen kommt. Als wichtige pathophysiologische Einflussfaktoren der CSA-CSR werden eine reduzierte Auswurfleistung des (linken) Herzens und eine Sympathikusaktivierung diskutiert, die einen erhöhten zentralen Atemantrieb bedingen. Dieselbe Hyperventilationsneigung und auch dieselben Einflussfaktoren für eine mögliche CSA-CSR konnten auch für die PAH experimentell gezeigt werden, wenn auch eine allumfassende pathophysiologische Betrachtung dessen hier gänzlich fehlt. In dieser Studie soll erstmals die Pathophysiologie der CSA-CSR bei Patienten mit PAH infolge eines angeboren Herzfehlers erarbeitet werden. Dabei soll insbesondere die zentrale Atemregulation (mittels Messung der hyperkapnischen Atemantwort) und die Sympathikusaktivierung (nicht invasiv mittels Analyse der Herzfrequenz und Blutdruck-Variabilität) und kardiale Funktion (hier vor allem Rechtsherzfunktion mittels Kardio-MRT) erfasst werden. Kennzeichnend für dieses Projekt ist dabei, dass diese Messungen einmal vor und einmal nach effektiver Therapie der PAH erfolgen. So könnten erstmals nicht nur Korrelationen sondern echte Kausalitäten zwischen Herz und Atmungsregulation gezeigt werden. Die Ergebnisse dieser Studie sollen perspektivisch die Grundlage für zukünftige Interventionsstudien bilden, in denen die kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen einer gezielten nächtlichen Beeinflussung der Atemregulation bei Patienten mit PAH untersucht werden. Dies soll gemäß Fallzahlkalkulation (Gutachten des Institutes für Biometrie und Klinische Forschung der medizinischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 08.12.2017) bei 20 Patienten mit PAH erfolgen.

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