Beschreibung der Studie

Die zielgenaue Diagnose und Therapie heterogener Brusttumoren ist eine Herausforderung. Brusttumoren werden bisher durch einige wenige histologische Marker klassifiziert. Diese können jedoch nicht alle Areale des Tumors abbilden, da sie in eingeschränkten Probenmaterial gemessen werden. Der Tumor setzt sich jedoch aus vielen verschiedenen Gewebearealen mit unterschiedlichen Eigenschaften zusammen. Dies erschwert die richtige Therapieauswahl. Mittels der modernen Bildgebung soll in der Studie versucht werden, vor OP eine "dreidimensionale Landkarte" des Tumors zu erstellen, die dessen verschiedene Gewebeeigenschaften besser abbildet. Es handelt sich um eine reine Forschungsstudie, in der bekannte Eigenschaften von Tumoren (z.B. die Ausprägung von Hormonrezeptoren) mit Messdaten aus der Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronenemissionstomographie (PET) korreliert werden sollen.

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Studiendetails

Studienziel Machbarkeit: Erhebung kompletter Datensätzen (PET/MRT-Bilddaten mit korrespondierenden morphologischen daten (Histologie) sowie zeigen der Möglichkeit, intratumorale Cluster auf Basis von Bilddaten abzugrenzen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frauen im Alter ≥18 Jahre
  • mittels sonographisch gesteuerter Stanzbiopsie (≤14G) gesichertes primäres MaCa (Subgruppen nach Typen: Luminal A, Luminal B, HER-2/neu-Überexpression, Basal-like)
  • Tumorgröße ≥10 mm
  • Indikation zur primären OP
  • Kontrazeption bei gebärfähigen Frauen
  • schriftliche Einwilligung nach ausführlicher Aufklärung zur Studie
  • vorliegende schriftliche Einwilligung zur wissenschaftlichen Weiterverwendung von Restgewebe / Blut

Ausschlusskriterien

  • Indikation für neoadjuvante Therapie
  • Frauen in Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Vorhandensein von nicht MR-tauglichen Implantaten o. jeglicher Art von Metall im u. am Körper
  • Clip-Markierung der Brust
  • Gehörerkrankung o. erhöhte Geräuschempfindlichkeit
  • eingeschränkte Temperaturempfindung
  • Klaustrophobie
  • Kontraindikation gegen Gadolinium
  • eingeschränkte Einwilligungsfähigkeit
  • weitere Ausschlusskriterien gemäß StrlSchV
  • Berufliche o. sonstige Strahlenexposition >15mSv/a

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Tübingen, Frauenklinik, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Der Versuch der Tumorklassifikation nach histologischen, molekularbiologischen u.a. Differenzierungsparametern dient dazu, zumindest für zusammengefasste Patientensubgruppen Prognosen zu erstellen, geeignete Therapiemaßnahmen zu finden und deren Verlauf vorherzusagen. Zunehmend wird jedoch deutlich, dass die intratumorale Heterogenität diesen Ansatz unterläuft: sie ist u.a. für die neoplastische Progression und Therapieresistenzen mit verantwortlich. Für Brustkrebs wird aktuell angenommen, dass in ca. 50-80% der Fälle eine eindeutige Zuordnung in die bisher verfügbaren Tumorklassifikationen nicht möglich ist. Im vorgestellten Projekt wird die Hypothese aufgestellt, das die multimodale Positronenemissions/Magnetresonanztomographie (PET/MR)-Hybridschnittbildmethode für eine umfassende und nicht-invasive in vivo Tumortypisierung bei Brustkrebs herangezogen werden kann. Bisherige Ansätze berücksichtigten bei weitem nicht die Möglichkeiten und Vielfalt des Informationsgehalts moderner multifunktioneller Bildgebung, mit deren Hilfe sogenannte parametrische Landkarten eines Tumors dreidimensional abgebildet werden können. Langfristiges Ziel ist es – ergänzend zu immunhistologischen Markern - mit Hilfe der funktionellen multiparametrischen Bildgebung eine passendere Mammakarzinom-Subtypisierung hinsichtlich Prognose und Therapieansprechen zu entwickeln. Eine derartige nicht-invasive multiparametrische Darstellung von Tumormerkmalen könnte zukünftig "personalisiert" für die Prognosestellung, als prädiktiver Marker für Therapieentscheidungen sowie als Verlaufsparameter relevant sein.

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