Beschreibung der Studie

Es ist seit langem bekannt, dass bei Patienten mit einer Pumpschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) eine verminderte Belastbarkeit der Muskulatur auftreten kann. Bei der pulmonal-arteriellen Hypertonie (Lungenhochdruck) ist vor allem die rechte Herzkammer überlastet, so dass eine Rechtsherzinsuffizienz entstehen kann. Die Frage, ob und wie häufig auch in dieser Patientengruppe eine Schwäche der quergestreiften Muskulatur auftritt, ist derzeit noch unzureichend untersucht. Von der Durchführung der vorgesehenen Studie erhoffen wir uns daher neue Erkenntnisse über die Muskelkraft bei Patienten mit einer pulmonal-arteriellen Hypertonie. Ferner soll untersucht werden, ob und in welchem Maß eine wirksame Therapie, die zur Senkung des Lungenhochdrucks führt, dazu beiträgt, dass die allgemeine Muskelkraft wieder bessert.

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Studiendetails

Studienziel (Veränderungen des) twitch transdiaphragmalen Druck nach magnetischer zervikaler Stimulation der phrenicus Nerven [cmH2O]
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle KommissionInnovative Medizinische Forschung (IMF) im Dekanat der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >18
  • Invasiv gesicherte Diagnose einer PAH (pulmonal-arterielle Hypertonie) im Einklang mit der neuesten Definition der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC)
  • APAH (Assoziierte Pulmonalarterielle Hypertonie ) wegen eines echokardiographisch gesicherten Herzvitiums bzw. wegen einer Bindegewebserkrankung (Antikörper positive systemische Sklerose) im Einklang mit der neuesten Definition der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC)
  • keine oder ineffektive Therapie der PAH definiert als keine klinische Verbesserung (Dyspnoe im Sinne von NYHA III oder IV) und/oder anhaltende NT-BNP Erhöhung unter laufender PAH Therapie
  • Freie Gehfähigkeit
  • Schriftliche Einwilligung in die Studie
  • Zusätzliches Einschlusskriterium für die "Nach-Therapie Evaluation":
  • Therapie-response im Sinne einer klinischen Verbesserung hin zu Dyspnoe im Sinne von NYHA I oder II und/oder eine Normalisierung (nahezu Normalisierung) des NT-proBNPs

Ausschlusskriterien

  • Body Mass Index (BMI) > 35
  • Herzinsuffizienz mit linksventrikulärer Pumpfunktion <50%
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Schwerwiegende neurologische Vorerkrankung wie M. Parkinson,
  • Multisystematrophie, Multiple Sklerose, primäre Muskelerkrankungen
  • Schwerwiegende psychiatrische Vorerkrankung
  • Thoraxwanderkrankungen
  • Herzschrittmacher

Adressen und Kontakt

Department für Neurologie - Klinik für Schlafmedizin und neuromuskuläre Erkrankungen Universitätsklinikum Münster, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine Unterform der pulmonalen Hypertonie (PH). Diese wiederum ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch eine Erhöhung des Gefäßwiderstandes und des Blutdruckes im Pulmonalkreislauf gekennzeichnet sind. Die Gruppe Nizza I entspricht der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) im engeren Sinne und umfasst die idiopathische PAH (IPAH), die hereditäre PAH, die durch Arzneimittel und Toxine induzierte PAH und die assoziierte PAH bei Kollagenosen, HIV-Infektion, portaler Hypertension und angeborenen Herzfehlern mit systemisch-pulmonalem Shunt. Für die chronische Linksherzinsuffizienz konnten zahlreiche Studien belegen, dass sie mit einer Funktionsstörung nicht nur des Myokards, sondern auch der quergestreiften Muskulatur verbunden ist. Auf molekularer Ebene ist eine durch komplexe Mechanismen vermittelte Veränderung der kontraktilen Elemente des Zytoskeletts hierfür verantwortlich. Betroffen sind insbesondere die Atmungs- und die Extremitätenmuskulatur. Eine entsprechende Reduktion von Muskelkraft und -ausdauer konnte speziell für das Zwerchfell und die Beinmuskulatur (M. quadriceps femoris) gezeigt werden, was klinisch zu einer weiteren Verschlechterung der schon durch die Herzinsuffizienz eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit beiträgt. Bislang gibt es nur erste Hinweise darauf, das vergleichbare Befunde auch bei Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie eine Rolle spielen. Hierzu liegen eine klinische Studie bei Patienten mit chronisch-thrombembolischer PH sowie tierexperimentelle Daten vor. Weisen Zwerchfell und Extremitätenmuskeln bei Patienten mit PAH eine objektivierbare Kraftminderung auf, ergibt sich die Frage, ob sich diese nach therapeutischer Senkung des Lungenhochdrucks bessert. Entsprechend ist es Ziel dieser Studie bei Patienten mit wohl charakterisierter PAH die Zwerchfellkraft mittels modernster multimodaler Methoden (inkl. Zwerchfell-Ultraschall, transdiaphragmaler Druck nach magnetischer zervikaler Phrenicus-Stimulation) zu messen und zu erarbeiten ob diese zur Luftnot bzw. Belastungsintoleranz womöglich unabhängig und über die bestehende Rechtsherzinsuffizienz hinaus beiträgt. Weiterhin soll die These einer Reversibilität einer eingeschränkten Atemmuskelkraft nach Besserung der Luftnot in Folge von Lungenhochdruck senkender Medikation getestet werden. So kann die Frage beleuchtet werden, ob die Einschränkung der Atemmuskelkraft ein reines Epiphänomen der PAH ist oder nicht. Dies soll gemäß Fallzahlkalkulation (Gutachten des Institutes für Biometrie und Klinische Forschung der medizinischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 08.12.2017) bei 20 Patienten mit PAH erfolgen.

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