Beschreibung der Studie

Vor dem Hintergrund steigender Prävalenzraten von Demenzerkrankungen stellt sich die Frage, wie die Lebens- und Pflegequalität von Menschen mit Demenz sichergestellt und verbessert werden kann. Bisherige Forschungsarbeiten zeigen, dass das Hören von persönlich bedeutsamer Musik bei Menschen mit Demenz positive Emotionen und Erinnerungen fördern, sowie Stress, Unruhe und Angst reduzieren kann. Angesichts dessen kann individualisierte Musik als eine vielversprechende, nicht-pharmakologische Intervention angesehen werden. In der geplanten Studie soll durch das Hören von individualisierter Musik eine Verbesserung der Lebensqualität, des Wohlbefindens, der sozialen Teilhabe sowie eine Verringerung von Problemverhalten von Menschen mit Demenz erreicht werden. Das Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit, Anwendbarkeit und Akzeptanz einer individualisierten Musikintervention für Menschen mit Demenz in Pflegeheimen. Die Teilnehmenden werden per Zufall der Interventions- bzw. der Kontrollgruppe zugeordnet. Die Interventionsgruppe wird über einen Zeitraum von 6 Wochen jeden zweiten Tag für jeweils 20 Minuten eine individuell zusammengestellte Playlist hören. Die Kontrollgruppe erhält die Standardpflege. Während des Interventionszeitraums werden bei beiden Gruppen jede zweite Woche Verhaltensbeobachtungen durchgeführt. Zur Evaluation der Musikintervention wird das Pflegepersonal zu Wohlbefinden, sozialer Teilnahme und Problemverhalten der teilnehmenden Menschen mit Demenz und zur, Akzeptanz und Anwendbarkeit der Musikintervention befragt. Die Ergebnisse der Studie sollen zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz beitragen.

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Studiendetails

Studienziel 1.Lebensqualität: a) Fremdeinschätzung durch Pflegekräfte zu allen vier Messzeitpunkten: Stimmung, Schlaf, soziale Beteiligung durch Thermometerskalen (angelehnt an Wilz & Soellner, 2015), Erfassung depressiver Symptomatik durch die Cornell Scale for Depression in Dementia (CSDD) b) Verhaltensbeobachtung (3 mal 60 Minuten pro Studienteilnehmer während des Interventionszeitraums): emotionale und motorische Veränderungen (Gesichtsausdruck, Bewegungen, andere Reaktionen), soziale Partizipation 2.Problemverhalten: a) Fremdeinschätzung durch Pflegekräfte zu allen vier Messzeitpunkten: Widerstand in der Pflege (erfasst durch eine Thermometerskala), Problemverhalten/Verhaltensauffälligkeiten (erfasst durch die Cohen Mansfield Skala, CMAI und die Nurses Observation Scale for Geriatric Patients, NOSGER II) b) Verhaltensbeobachtung (s.o.): Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten oder anderen negativen Reaktionen Messzeitpunkte: 6 Wochen vor Interventionsbeginn (T0) Interventionsbeginn (T1) nach Ende der Intervention (T2) Follow-up Messung 6 Wochen nach Interventionsabschluss (T3)
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 130
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle GKV Spitzenverband der Pflege- und Krankenkassen

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • pflegebedürftige Menschen mit einer diagnostizierten Demenz, die in einer institutionellen Pflegeeinrichtung leben

Ausschlusskriterien

  • Hörprobleme

Adressen und Kontakt

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Pflegeheim Andreashof, Erfurt

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Pflegeheim, Friedrich-Zimmer-Haus, Weimar

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Pflegeheim, Martin-Luther Haus, Erfurt

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Häufig gestellte Fragen

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Einzelne empirische Studien zeigen bereits erste vielversprechende Effekte von individualisierter Musik für Menschen mit Demenz. So konnten beispielsweise Hinweise auf eine Reduktion von agitiertem Verhalten, depressiven Symptomen und Angsterleben sowie die Förderung psychosozialer Faktoren gefunden werden. Einschränkend weisen mehrere Reviews und Metaanalysen jedoch auf die Inkonsistenz der Befunde und besonders auf die mangelnde methodische Qualität der bisherigen Studien hin (bspw. fehlende Beschreibung der Intervention, mangelnde Überprüfung der Implementation, geringe Stichprobengrößen). Die Ergebnisse sind somit nur eingeschränkt interpretierbar. Weitere Forschung in diesem Bereich ist daher notwendig. Das Ziel der geplanten Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit, Anwendbarkeit und Akzeptanz einer individualisierten Musikintervention für Menschen mit Demenz in Pflegeheimen. Für die randomisierte-kontrollierte Studie ist ein Prä-Post-Follow-up Design geplant. Bei allen teilnehmenden Menschen mit Demenz wird 6 Wochen vor Interventionsbeginn (T0) der Schweregrad der Demenz mit Hilfe des Mini-Mental-Status-Test bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt werden ebenfalls die ersten Fremdeinschätzungen durch das Pflegepersonal erhoben. Es werden Fragebögen zum Wohlbefinden, zur sozialen Beteiligung, zum Problemverhalten und zu den häufigsten Auffälligkeiten geriatrischer Patienten verwendet. Zwischen dieser Erst-Befragung (T0) und dem Interventionsbeginn (T1) findet die randomisierte Zuteilung der teilnehmenden Menschen mit Demenz in die Interventions- und die Kontrollgruppe statt. Für die Interventionsgruppe werden daraufhin gemeinsam mit den Menschen mit Demenz (falls möglich), ihren Angehörigen und den Mitarbeitenden der Pflegeheime individuelle Playlisten der präferierten Musik erstellt. In dem 6-wöchigen Interventionszeitraum werden die Teilnehmenden jeden zweiten Tag für 20 Minuten ihre individualisierte Playlist über Kopfhörer hören. In dieser Zeit finden sowohl für die Interventions- als auch die Kontrollgruppe jede zweite Woche 60-minütige Verhaltensbeobachtungen durch Projektmitarbeiter/-innen statt. Weitere Befragungen des Pflegepersonals zur Evaluation der Musikintervention finden direkt vor Beginn der Intervention (T1), direkt nach Ende der Intervention (T2) und als Follow-up Messung 6 Wochen nach Interventionsabschluss (T3) statt. Zum Messzeitpunkt T2 werden zusätzlich Einschätzungen des Pflegepersonals hinsichtlich der Anwendbarkeit und Akzeptanz der Musikintervention erhoben.

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